Begegnungen auf dem Schellenhausplatz
29.05.2026 Bremgarten, Kommende Events«Tag der Nachbarschaft» in Bremgarten will den Austausch von Menschen fördern
Heute Freitag, 29. Mai, findet in Bremgarten erstmals der «Tag der Nachbarschaft» statt. Zwischen 15 und 18 Uhr sind Einwohnerinnen und Einwohner eingeladen, sich ...
«Tag der Nachbarschaft» in Bremgarten will den Austausch von Menschen fördern
Heute Freitag, 29. Mai, findet in Bremgarten erstmals der «Tag der Nachbarschaft» statt. Zwischen 15 und 18 Uhr sind Einwohnerinnen und Einwohner eingeladen, sich bewusster Zeit für Begegnungen im Quartier zu nehmen.
Am Freitagnachmittag werde der Schellenhausplatz zu einem Ort für «echte, ungezwungene Begegnung zwischen Menschen, die sich sonst vielleicht nur flüchtig sehen», schreiben die Organisatoren des ersten Bremgarter «Tages der Nachbarschaft». Dieser lädt dazu ein, diesen Moment bewusst zu erleben – «miteinander, offen, herzlich und ohne grosse Hürden.»
Von 14 bis 20 Uhr soll so mitten in Bremgarten ein lebendiger Treffpunkt unter freiem Himmel entstehen. Die «Kiss – Nachbarschaftshilfe Reusstal-Mutschellen» organisiert zu diesem Anlass gemeinsam mit dem KRSD eine grosse Tavolata, die Menschen zusammenbringen soll. «Ohne Anmeldung, ohne Erwartungen, ohne Schwellenangst», wie die Organisatoren schreiben.
Es sei eine Einladung an alle, die in der Region leben – an Familien, Einzelpersonen, ältere Menschen, Zugezogene, langjährige Bewohnerinnen und Bewohner. «An alle, die Lust haben, einen Moment innezuhalten und sich auf andere einzulassen.»
Der Wert von Begegnungen
Was auf den ersten Blick wie ein einfacher Anlass wirke, trage in sich eine tiefere Bedeutung, finden die Initiantinnen. «Denn Nachbarschaft ist weit mehr als das geografische Nebeneinander. Sie ist ein soziales Netz, das trägt – oft leise, oft unscheinbar, aber von grosser Wirkung.» Gerade in Zeiten, in denen vieles schneller, digitaler und anonymer werde, wachse in uns die Sehnsucht nach echten Verbindungen. «Nach Menschen, die man kennt. Nach Orten, an denen man sich gesehen fühlt.» Und ein solcher Ort soll am Freitag der Schellenhausplatz sein.
Mitorganisatorin Karen Hug vom KRSD sagt: «Nachbarschaft entsteht nicht von selbst. Sie braucht Begegnung, Vertrauen und Zeit.» Genau diesen Raum schaffe man mit der Tavolata am Tag der Nachbarschaft. «Das gemeinsame Essen wird dabei zum verbindenden Element.» Etwas, das alle mitgestalten. Die Teilnehmenden sind nämlich dazu eingeladen, eine Kleinigkeit mitzubringen. «Etwas Selbstgemachtes oder etwas, das man gerne teilt», wie Hug sagt. Daraus soll dann ein Tisch entstehen, der so vielfältig ist wie die Menschen selbst, so die Idee.
Daniela Gamper, Geschäftsleiterin von KISS, sagt: «Wenn Menschen zusammen am Tisch sitzen, passiert etwas ganz Natürliches. Gespräche entstehen von selbst, ohne Druck. Man merkt plötzlich, dass man gar nicht so verschieden ist, wie man vielleicht gedacht hat. Daraus wächst Vertrauen.»
Karen Hug ergänzt: «Wir denken bei solchen Anlässen nicht nur an diesen einen Tag. Es geht uns auch darum, langfristige Verbindungen anzustossen.»
Denn funktionierende Nachbarschaften seien ein wichtiger Bestandteil einer stabilen Gesellschaft. Sie würden Einsamkeit entgegenwirken, Integration fördern und Menschen ein Gefühl von Sicherheit geben. Wer sich zugehörig fühlt, bringe sich auch eher ein.
Breit abgestützter Anlass
Gerade auch für Menschen, die neu in Bremgarten sind, könne der «Tag der Nachbarschaft» ein erster Anknüpfungspunkt sein. «Ein Ort, an dem man nicht erklären muss, warum man da ist. Ein Ort, an dem man einfach da sein darf.» Für langjährige Bewohnerinnen und Bewohner biete sich dagegen gleichzeitig die Chance, das eigene Umfeld neu zu entdecken, aus gewohnten Mustern auszubrechen. Die Wirkung solcher Begegnungen seien oft subtil, aber nachhaltig. Sie zeige sich nicht sofort in grossen Veränderungen, sondern im Alltag. Im freundlichen Grüssen. Im kurzen Gespräch. In der Bereitschaft, füreinander da zu sein, befinden die Organisatorinnen.
Neben «KISS» und dem KRSD engagieren sich auch «Läbigs Bremgarte», die Caritas Aargau sowie die Stadt Bremgarten für diesen Anlass. «Dieses gemeinsame Engagement zeigt, dass Nachbarschaft nicht nur im Privaten stattfindet, sondern auch auf struktureller Ebene unterstützt und gefördert wird», konstatiert Mitinitiantin Gamper voller Vorfreude. --zg/red

