Wohlen Mutschellen – Sursee 37:29
Die SG Wohlen Mutschellen bleibt weiterhin auf Kurs Aufstiegsspiele. In einem ungeliebten Wochentagspiel am letzten Donnerstag wurde Sursee deutlich mit 37:29 (21:15) bezwungen. Man passte sich aber zwischenzeitlich dem Niveau der ...
Wohlen Mutschellen – Sursee 37:29
Die SG Wohlen Mutschellen bleibt weiterhin auf Kurs Aufstiegsspiele. In einem ungeliebten Wochentagspiel am letzten Donnerstag wurde Sursee deutlich mit 37:29 (21:15) bezwungen. Man passte sich aber zwischenzeitlich dem Niveau der Gäste an. Sehr zum Missfallen von Trainer Milosevic.
Nach etwas mehr als der Hälfte der zweiten Halbzeit hatte Alex Milosevic, Trainer der SG Wohlen Mutschellen, genug von der Darbietung seines Teams. Lautstark forderte er während des Team-Time-outs mehr Konzentration sowohl in der Abwehr wie auch im Abschluss.
«Aus der Lethargie herausholen»
«Nach der Pause haben wir den Zugriff auf die Partie zusehends verloren. Ich musste ein Zeichen setzen und meine Mannschaft aus der Lethargie herausholen», erklärte Milosevic seine Massnahme. Nach der Auszeit fanden die Freiämter wieder besser in die Partie zurück.
Dabei wäre der emotionale Ausbruch des Trainers in der Burkertsmatthalle eigentlich gar nicht notwendig gewesen. Nach einem guten Start aus einer starken Defensive heraus führten die Hausherren nach zehn Minuten bereits mit 6:2, mussten dann aber die Gäste mehrmals bis auf einen Treffer herankommen lassen, ehe sie in der Schlussphase der ersten Halbzeit nochmals aufs Gaspedal treten und bis auf 21:15 davonziehen.
In der zweiten Halbzeit pendelte sich der Vorsprung zwischen fünf und acht Toren ein. Eigentlich ein beruhigendes Polster, doch die Art und Weise, wie sich das Spiel der Freiämter präsentierte, passte Milosevic so gar nicht ins Bild, sodass es zur beschriebenen Auszeit kam. Danach kontrollierten die Freiämter das Geschehen auf dem Feld wieder besser, ohne dabei grosse Stricke zu zerreissen. Am Ende gewann der Tabellenleader sicher mit 37:29, liess aber nur selten sein wahres Potenzial aufblitzen. «Wir haben uns aus welchen Gründen auch immer vermehrt dem Gegner angepasst, anstatt unser Spiel durchzuziehen. Daran müssen wir in den kommenden Wochen unbedingt arbeiten», zeigte sich Kreisläufer Damian Biffiger selbstkritisch. «Es war ein Arbeitssieg, wir haben die Pflicht erfüllt, mehr aber auch nicht.»
Jetzt eine Pause
Aufgrund der bevorstehenden Fasnachtstage, in denen vor allem die Innerschweizer Vereine nicht spielen wollen (oder können), haben die Freiämter nun eine Wettkampfpause bis zum 21. Februar. Dann, im brisanten Duell bei der SG HV Olten 2 (Anwurfzeit ist 11.30 Uhr) will die SG Wohlen Mutschellen ihren Lauf fortsetzen und sich weiter an der Tabellenspitze festsetzen. Für die Solothurner, die vier Runden vor dem Saisonende sieben Punkte Rückstand auf die Freiämter haben, ist es wohl das Spiel der letzten Chance, sich doch noch einen Platz für die möglichen Aufstiegsspiele zu ergattern und sich zudem für die knappe Hinspielniederlage zu revanchieren. Vor dreieinhalb Monaten gewann die SG Wohlen Mutschellen mit 26:23. --ch