Aus Liebe zur Natur
03.02.2026 Natur, WohlenDie Emil Huber AG ist 90 Jahre alt
Die Emil Huber AG in Wohlen feierte am Sonntag, 1. Februar, ihren 90. Geburtstag. Geplant sind einige Anlässe verteilt über das ganze Jubiläumsjahr.
Mut, Leidenschaft und ganz viel Herzblut. So beginnt ...
Die Emil Huber AG ist 90 Jahre alt
Die Emil Huber AG in Wohlen feierte am Sonntag, 1. Februar, ihren 90. Geburtstag. Geplant sind einige Anlässe verteilt über das ganze Jubiläumsjahr.
Mut, Leidenschaft und ganz viel Herzblut. So beginnt die Geschichte der Emil Huber AG in Wohlen. Eine Geschichte, die vor über neun Jahrzehnten ihren Anfang nahm.
Der junge Emil Huber wuchs zusammen mit seinen jüngeren 13 Geschwistern auf einem Bauernhof in Sarmenstorf auf. Seine grosse Liebe zur Natur bewog ihn mit 20 Jahren den Gärtnerberuf zu erlernen. Was folgte, waren verschiedene Stationen, bei denen er weitere gärtnerische Erfahrungen sammelte. Seinen Traum von einer eigenen Gärtnerei teilte auch seine Frau Anna. So kam es, dass im Jahr 1936 Emil Huber den mutigen Schritt ging und an seinem 30. Geburtstag, den Steindlerhof, ein altes Bauernhaus am Mythenweg 2 in Wohlen, erwarb.
Dank unermüdlichem Schaffen und der tatkräftigen Unterstützung seiner Frau Anna florierte seine Gärtnerei, sein Traum, trotz der Krisenzeit. Zum Arbeitsinhalt und Spezialgebiet der Gärtnerei damals zählten vor allem die Pflege von Obstkulturen und das Pflanzen und Schneiden von Bäumen und Sträuchern. Viele Obstplantagen waren damals verwahrlost und mit dem damals modernen «Oeschberg-Schnitt» erreichte Emil Huber erfolgreich einen jährlichen Obstertrag. Ebenfalls gehörte die Produktion von Chrysanthemen, Cyclamen und Gemüsesetzlingen zu den Anfängen des Geschäftes.
Den Betrieb sukzessive ausgebaut
Langsam, aber stetig, und stets klug überlegt wuchs das Geschäft. So wurde 1954 das Blumengeschäft an der Bahnhofstrasse gegründet, welches von Margrit, einem der sechs Kinder von Emil und Anna, geführt wurde. Dieses wurde Jahrzehnte später zurück an den Mythenweg verlegt. 1967 dann ein wichtiger Meilenstein. Die Firma wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Zu der Zeit arbeiten alle sechs Kinder – Margrit, Hans, Trudy, Peter, Paul und Anton – im Familienbetrieb. Sukzessive wurden die Gewächshäuser erweitert und Produktionsgärtnereien in Altwis und in Bünzen wurden gegründet. Diese werden noch heute, unabhängig von der Emil Huber AG, von Nachkommen von Emil und Anna geführt.
Im Jahr 1980 kommt es dann zum Wechsel, und die 2. Generation übernimmt. Die Nachkommen Margrit, Hans und Peter sind ab sofort für die Führung des Unternehmens zuständig. Diese eröffnen 1989 das moderne Gartencenter am Mythenweg 2 und bauen den Gartenbaubetrieb weiter aus. Dies leider ohne Emil Huber, der 1982, drei Jahre nach seiner Frau Anna, nach einem erfüllten Leben verstarb.
Digital geworden
In den 90er-Jahren stossen die zwei Söhne von Hans Huber, Christian und Marcus, zur Firma dazu. Einen elterlichen Druck, die Firma zu übernehmen, verspürten sowohl Hans wie auch Christian und Marcus nie. Ihnen wurde bei der Berufswahl nichts vorgeschrieben, doch die Leidenschaft für die Natur teilten alle drei. So wuchs die Firma weiter und wurde digital mit der eigenen Webseite und der ersten Computeranlage. Auch Rückschläge wie die Zerstörung der Treibhausdächer und Pflanzen durch Hagel oder die Verwüstung des Waldes durch Lothar wurde im Familienbetrieb gemeinsam gemeistert. So erstaunt es nicht, dass man Hans Huber auch nach seiner Pensionierung täglich am Mythenweg 2 im Büro antraf.
Es gab auch schwierige Entscheidungen
Eine einschneidende und grosse, traurige Veränderung brachte der unerwartete Tod von Marcus Huber im Jahr 2021. Seither führen Christian, Christa und Brigitte Huber, die Frau von Marcus, das Geschäft mit den rund 40 Mitarbeitenden zusammen. Auch sie mussten schwierige und wohlüberlegte Entscheidungen treffen und so kam es, dass 2022 der Produktionsbetrieb und 2025 das Blumengeschäft am Mythenweg geschlossen wurde. Beide forderten sehr viel Aufwand und man wollte die vorhandenen Ressourcen in den Garten- und Sportplatzbau investieren. Damit sich die Emil Huber AG weiter gesund und erfolgreich im umkämpften Markt behaupten kann.
Gross gefeiert wird im September
Und so startete man nach neun Jahrzehnten am 1. Februar ins Jubiläumsjahr. Wie es bei der Emil Huber AG zu erwarten ist, steht die Familie an vorderster Stelle. Alle noch lebenden Gründer der Firma trafen sich mit ihren Nachkommen im Bifang in Wohlen zu einer kleinen Feier. Doch auch über das ganze Jahr will man feiern, zusammen mit den Mitarbeitenden sowie den Kunden und Kundinnen. Das Highlight findet am 12. und 13. September statt. Geplant wird ein Fest am Mythenweg mit einigen Attraktionen, feinem Essen und Trinken sowie geselligem Beisammensein.
Dort will man sich zusammen an die Erlebnisse und Geschichten der letzten 90 Jahre erinnern sowie gemeinsam anstossen auf die Zukunft. Denn Thomas Zahmel und Jachin Leu, langjährige Mitarbeiter, werden ab dem 1. Januar 2027 den Betrieb unter dem neuen Namen Huber Gärten AG weiterführen. Trotz dieser grossen Veränderung ist man sich sicher, dass die Leidenschaft und das Herzblut, welche Emil Huber zu seinem Traum einer eigenen Gärtnerei geführt haben, auch in Zukunft spürbar sein werden. --ola


