RS Freiamt im Trainingslager in Freiburg im Breisgau
In rund einem Monat beginnt für die RS Freiamt die Mannschaftsmeisterschaft. Die Freiämter waren rund eine Woche im Trainingslager in Freiburg im Breisgau und bereiteten sich intensiv auf die kommenden ...
RS Freiamt im Trainingslager in Freiburg im Breisgau
In rund einem Monat beginnt für die RS Freiamt die Mannschaftsmeisterschaft. Die Freiämter waren rund eine Woche im Trainingslager in Freiburg im Breisgau und bereiteten sich intensiv auf die kommenden Aufgaben vor.
Am Samstag, 5. September, startet die RS Freiamt gegen Titelverteidiger Willisau in die neue Saison. Für Pascal Strebel, Trainer der Freiämter, ein Auftaktgegner nach Mass. Der Olympionike beginnt die Meisterschaft gern gegen die stärksten Teams der Liga. «Das ist immer eine gute Messlatte. Nach so einem Kampf wissen wir gleich, wo wir stehen.» Auf die Frage, ob seine Mannschaft bereit ist für den Auftakt der Saison, sagt Strebel: «Nein, noch nicht. Wir müssen es aber auch noch nicht sein. Dafür sind wir auf einem guten Weg dahin.»
Zur Vorbereitung trainierten die Freiämter im Olympiastützpunkt der deutschen Ringer in Freiburg, gemeinsam mit der RS Kriessern und weiteren Schweizer Athleten. Roland Ruch, der früher bei den Freiämtern mitgewirkt hat, ist mit einigen Ringern des RC Belp erschienen.
80 Ringer auf der Matte
Strebel wäre gern bereits am Freitag nach Deutschland gefahren. Aus logistischen Gründen war das allerdings nicht möglich. Stattdessen ist mit dem KSV Tennenbronn eine deutsche Mannschaft am Freitag nach Aristau gekommen und hat eine gemeinsame Trainingseinheit mit den Freiämtern absolviert. Am Samstag folgte ein weiterer intensiver Trainingstag, bevor die Mannschaft am Sonntag nach Freiburg aufbrach.
Die Trainingswoche begann am Montagmorgen mit Kraft- und Ausdauereinheiten. Am Montagabend und Dienstag absolvierten rund 80 Ringerinnen und Ringer drei Mattentrainings. Dabei verfeinerten sie Technik und Taktik und simulierten die Belastung eines Wettkampfs.
«Am Morgen haben wir jeweils für uns trainieren können», erzählt Strebel. «Später gab es dann gemeinsame Einheiten mit den Mitgliedern des Olympiastützpunkts Freiburg-Schwarzwald. Sie sind dort besonders im Freistil-Ringen und bei den Frauen gut. Und die Infrastruktur ist klasse. Wir konnten ziemlich davon profitieren.» Der Mittwoch verlief entspannter und diente der Erholung. Die Ringer unternahmen einen Ausflug an den Schluchsee und kühlten sich bei sommerlichen Temperaturen im Wasser ab.
Danach zog das Training wieder an. Bis Freitag standen vier weitere Matten- und Ausdauereinheiten auf dem Plan. Am Freitagabend endete das Trainingslager mit einem gemeinsamen Essen und einem anschliessenden Ausgang. Am Schweizer Nationalfeiertag kehrten die Sportler gesund und mit wertvoller Wettkampfpraxis nach Hause zurück. «Es war ja nicht nur das Sportliche. Wir haben auch viel für den Teamgeist getan. Miteinander jassen oder nur schon Gespräche führen, all das gehört dazu. Ich bin auch sehr froh, dass wirklich 20 Freiämter mit dabei waren im Trainingslager. Das zeigt, wie ernst das Team es nimmt. Das war schon eine gute erste Standortbestimmung.»
Die entscheidende Phase beginnt früher
Nach Willisau treffen die Freiämter in der Meisterschaft auf Schattdorf und Oberriet-Grabs. Wegen des neuen Modus kämpfen die Teams zunächst in zwei Vierergruppen. Danach folgen Viertelfinal, Halbfinal und Final. Die andere Gruppe bilden Einsiedeln, Kriessern sowie die Aufsteiger Ufhusen und Weinfelden. «Es wäre eine schöne Abwechslung gewesen, einmal gegen Weinfelden oder Ufhusen zu ringen», sagt Strebel. «Aber mit diesem Modus wird das früh genug kommen.» Strebel blickt gespannt auf die neue Saison. «Wir haben jetzt eine zweite Mannschaft in der Nationalliga B. Dadurch wird es vermutlich schwieriger, auf Verletzungen zu reagieren. Deshalb bin ich froh, dass fast alle bei uns gesund sind.»
Offen ist die Situation nur noch bei Magomed Ayskhanov, der gesperrt ist, bei Randy Vock, der kürzertritt und sich der Nachwuchsleitung widmet, sowie bei Christian Zemp. Er leidet noch immer unter den Folgen seiner Gehirnerschütterung. «Ich werde die besten Ringer aufstellen, die mir zur Verfügung stehen, und hoffe, dass sie das Maximum herausholen», sagt Strebel. «Ich kann mir aber gut vorstellen, dass die spannende Phase der Meisterschaft diesmal früher beginnt.» Vielleicht schon in der ersten Runde beim Titelverteidiger Willisau. --jl