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20.10.2023 Oberlunkhofen, KelleramtVersammlung der Vereinigten Wasserversorgung Oberlunkhofen-Arni-Islisberg
Es geht um mögliche Photovoltaikanlagen, es geht um den Vertrag für den Transport von Trinkwasser nach Unterlunkhofen. Und es geht um Investitionen. Davon stehen bei der Vereinigten ...
Versammlung der Vereinigten Wasserversorgung Oberlunkhofen-Arni-Islisberg
Es geht um mögliche Photovoltaikanlagen, es geht um den Vertrag für den Transport von Trinkwasser nach Unterlunkhofen. Und es geht um Investitionen. Davon stehen bei der Vereinigten Wasserversorgung in den nächsten drei Jahren einige an. Nachher soll es ruhiger werden – zumindest gemäss Finanzplan.
Annemarie Keusch
Von wegen, es gehe «nur» um Wasser. Dass die Themen durchaus vielfältig sind, das beweist die Abgeordnetenversammlung der Vereinigten Wasserversorgung Oberlunkhofen-Arni-Islisberg. Vorstandsmitglied Ignaz Caminada informiert beispielsweise über die Abklärungen bezüglich möglicher Photovoltaikanlagen auf den verschiedenen Gebäuden der Wasserversorgung. «An vielen Standorten bringt das wenig», sagt er. Zu hohe Bäume oder Sträucher, die das Sonnenlicht auffangen, oder zu kleine Flächen, die ein mögliches Projekt finanziell nicht wirklich interessant machen. Eine Möglichkeit sehen er und ein hinzugezogener Experte einzig beim Pumpwerk Gruben in Oberlunkhofen. «Auch da hat es viele Bäume, aber das Hauptdach ragt darüber hinaus», erzählt Caminada.
20 000 Franken würde ein entsprechendes Projekt kosten. Zuerst sollen weitere Abklärungen und Diskussionen im Vorstand folgen, bevor das Projekt allenfalls für 2025 ins Budget aufgenommen wird. «Klar ist jetzt schon, dass wir dafür Fremdkapital aufnehmen müssten», betont Präsident Heinz Schmidmeister.
Zwei kleinere Summen bewilligt
Pendent von der letzten Abgeordnetenversammlung waren zudem die Tarife für Wasserbezug der Landwirtschaft für das Bewässern von Kulturen. Aktuar Stefan Schmid sagt: «Ich habe mich mit einem Juristen zusammengesetzt und kann euch berichten, dass der Teufel im Detail steckt.» Eine schnelle Lösung auszuarbeiten, das sei schlicht nicht möglich. «Wir werden einen sauberen Vorschlag ausarbeiten und euch nächsten Frühling unterbreiten.»
Schon jetzt konkret sind verschiedene Investitionen, die die Vereinigte Wasserversorgung zu tätigen hat. Beispielsweise will man in Arni im Gebiet Obstgarten eine Lücke schliessen und einen Ringschluss errichten. Rund 52 000 Franken kostet das Projekt. Zudem hat sich die Vereinigte Wasserversorgung an Investitionen für den Ersatz des Leitsystems der umliegenden, grösseren Wasserversorgungen, von denen sie teilweise Wasser bezieht. Ihr Anteil beträgt 23 500 Franken.
Module erneuern
Das sind kleinere Beträge, zumindest im Vergleich damit, was in den nächsten drei Jahren alles investiert werden muss. Präsident Schmidmeister sagt: «Investitionen ins Netz von jährlich rund 300 000 Franken wären ideal.» 2024 bis 2026 wird diese Zahl höher ausfallen, etwa wegen der Sanierung der Zürileitung, für die allerdings die Bewilligung noch nicht ausgestellt ist – jene der Gemeinde Aesch schon, für jene des Kantons Aargau fehle noch die Zustimmung einer Fachstelle –, aber auch wegen der Sanierung der Kantonsstrasse Arni, die die Wasserversorgung total rund 785 000 Franken kostet. «Diese Investition wird wohl noch weiter nach hinten geschoben», vermutet Schmidmeister.
Für das kommende Jahr wird ein buchhalterischer Aufwandüberschuss von 57 100 Franken prognostiziert. Darin enthalten sind auch Ausgaben für den Ersatz der Module des Fernauslesesystems. «In den letzten 15 Jahren haben wir sämtliche Wasseruhren auf das Fernauslesesystem gewechselt. Und nun haben die ersten Batterien ihr Lebensende erreicht. Weil jedoch nicht nur die Batterien ersetzt werden können, braucht es neue Module», erzählt Heinz Schmidmeister. Zudem wolle man für 10 000 Franken die Treppe des Pumpwerks Gruben sanieren.
Vertrag mit Unterlunkhofen
Vor allem aber geht es an diesem Abend um den Vertrag «Transport von Trinkwasser» an Unterlunkhofen. An der letzten Abgeordnetenversammlung informierte der Vorstand über die Absicht, an diesem Abend um den konkreten Vertrag. «Die Menge ist noch nicht genau definiert», sagt Heinz Schmidmeister. Klar ist, dass das Maximum bei tausend Kubikmetern pro Tag liegen wird. Konzessionen wurden ausgehandelt, die Transportleitung vom Übergabeschacht in Aesch bis zum Reservoir in Arni wird vergrössert. «Das bezahlt die Unterlunkhofer Wasserversorgung», betont Heinz Schmidmeister. Umstritten sei das Projekt auch darum nie gewesen. Und auch zum Vertrag sagen die Abgeordneten an diesem Abend einstimmig Ja.

