Jahresbericht 2025 des Abwasserverbands Bremgarten-Mutschellen
Der Abwasserverband Bremgarten-Mutschellen veröffentlicht seinen Jahresbericht. Darin sind spannende Fakten zu finden. Darunter auch, dass der Reinigungseffekt der Abwasserreinigungsanlage (ARA) sehr gut ...
Jahresbericht 2025 des Abwasserverbands Bremgarten-Mutschellen
Der Abwasserverband Bremgarten-Mutschellen veröffentlicht seinen Jahresbericht. Darin sind spannende Fakten zu finden. Darunter auch, dass der Reinigungseffekt der Abwasserreinigungsanlage (ARA) sehr gut ist, die Anlage aber bezüglich Stickstoffanteil an ihrer Belastungsgrenze läuft.
Die ARA feierte 2025 ihr 50-jähriges Bestehen. Ein prägendes Ereignis, das auch im Jahresbericht 2025 entsprechend Raum einnimmt. Wobei der Verband nicht nur zurück, sondern auch vorausschaut. Gemeinsam mit dem Abwasserverband Kelleramt werden Ausbaupläne geprüft (der «BBA» berichtete). Dem dafür nötigen Kredit für das Vorprojekt von 1,109 Millionen Franken stimmten alle 13 Verbandsgemeinden an ihren Gemeindeversammlungen im Herbst 2025 zu. Danach wurde unverzüglich mit den Arbeiten für dieses Vorprojekt gestartet. Ohne dabei den Tagesbetrieb zu vernachlässigen. Denn was in der ARA tagtäglich passiert, ist alleine von den Dimensionen her schon eindrücklich.
Strombedarf zu 58,9 Prozent selbst produziert
Laut Jahresbericht flossen 2025 rund 3,9 Millionen Kubikmeter Abwasser der ARA zu – das entspricht 3,9 Milliarden Liter. Dieses Wasser beinhaltete rund 23 580 Tonnen Frischschlamm. Dieser wurde entwässert und wog danach noch 970 Tonnen. Er enthielt rund 289 Tonnen Trockensubstanz. Die 970 Tonnen trocknete und entsorgte die Strag Schlammtrocknungs AG in Würenlingen. Die Kläranlage arbeitete mit einem durchschnittlichen Reinigungseffekt von 93,8. Das betriebseigene Blockheizkraftwerk deckte 58,9 Prozent des Strom- und 100 Prozent des Wärmebedarfs der ARA. Zudem heizte der Motor mit seiner Abwärme den Faulraum und das Betriebsgebäude.
Kaum mehr Ersatzteile – die ARA ist in die Jahre gekommen
Ausserhalb der normalen Arbeitszeiten kam es zu 13 Alarmen, welche ein Eingreifen vor Ort erforderten. Gründe dafür waren zum Beispiel Störungen bei der Strainpresse, beim Rechen oder defekte Schieber. Aber auch sonst kam es zu verschiedenen Reparaturen. So belasteten die Arbeiten am Verbandskanal die Rechnung mit rund 19 000 Franken. Für 11 000 Franken musten zwei Gebäudeentwässerungspumpen ersetzt werden. Diese befördern Wasser aus tief liegenden Kellern in die Kanalisation. Der Abwasserverband gibt in seinem Jahresbericht zu bedenken, dass es teilweise keine Ersatzteile mehr gibt. Dies aufgrund des Alters der Anlage. Das Ausbau- und Modernisierungsprojekt ist daher auch unter diesem Aspekt gut begründet.
Tiefere Kosten führen zu Gewinn
Die 13 Verbandsgemeinden zahlten 2025 rund 1,517 Millionen Franken zur Deckung der Betriebs- und Unterhaltskosten. Die Rechnung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von rund 261 000 Franken ab. Laut Jahresbericht ist dieser Überschuss auf verschiedene Kosten zurückzuführen, die tiefer als vorgesehen ausgefallen sind. Mit 107 000 Franken weniger Ausgaben schlägt das Vorprojekt für den ARA-Ausbau zu Buche. Dies, weil da Arbeiten nicht wie vorgesehen vergeben werden konnten.
Im Jahresbericht 2025 sind einige Fotos enthalten. Sie zeigen etwa den Tag der offenen Tür am 20. September, den Nothilferettungskurs vom 25. November oder die Rettungsübung der Feuerwehr vom 10. November. --red
Der ganze Jahresbericht kann unter www.ara-bremgarten.ch eingesehen werden.