TRIBÜNENGEFLÜSTER
07.08.2026 Sport, KolumneEs geht wieder los. Der FC Wohlen macht in der 1. Liga classic den Anfang und startet in die neue Saison. Der Rasen auf den Niedermatten sieht dabei ziemlich gut aus. Einige verdorrte Stellen – aber sonst einwandfrei. In einer Woche (Samstag, 15. August) ist dann der erste Heimauftritt ...
Es geht wieder los. Der FC Wohlen macht in der 1. Liga classic den Anfang und startet in die neue Saison. Der Rasen auf den Niedermatten sieht dabei ziemlich gut aus. Einige verdorrte Stellen – aber sonst einwandfrei. In einer Woche (Samstag, 15. August) ist dann der erste Heimauftritt in Wohlen. Und man darf gespannt sein, was dieses Team alles reissen kann. Der neue Trainer Jérôme Oswald ist jedenfalls positiv eingestellt. Er hat klare Regeln, besteht auf Disziplin und Ordnung. Auf und neben dem Feld. Im persönlichen Gespräch merkt man, dass er aber auch eine lockere Seite hat. Er sagt, er sei «kein Stammtischtrainer». Er bleibt also nach den Trainings und Spielen nicht stundenlang sitzen und trinkt Bier im Überfluss. Aber er spreche gerne nach den Spielen mit Zuschauern über den Fussball. «Zusammenhalt ist wichtig. Im Team. Im Verein. Im Umfeld», sagt er. Und da der FC Wohlen eine grosse Tradition habe, weiss er, dass es wohl auch viele fussballinteressierte Menschen gibt im Dorf. «Es ist schon das Ziel, dass ich und die Spieler nach den Matches nicht gleich nach Hause flüchten, sondern uns auch unters Volk mischen», so Oswald.
Privat ist Oswald mit einer Aargauerin liiert. Und er hatte mal Angebote (als Spieler) vom FC Aarau und dem FC Baden. Ansonsten sind die Berührungspunkte des Zürchers mit dem Aargau kaum vorhanden. Dafür zählt er einen früheren FC-Wohlen-Trainer zu seinen Kumpels. Mit David Sesa, der von 2012 bis 2014 in den Niedermatten als Trainer tätig war, pflegt er einen guten Austausch. Auch erwähnenswert: Oswald machte ursprünglich eine Lehre auf der Bank. Er kam dann schon in jungen Jahren in höhere Funktionen und machte sich schliesslich vor 18 Jahren selbstständig. Die Vermögensverwaltungsfirma «F&0 Partner AG» in Zürich betreibt er gemeinsam mit Stefan Flühmann. Er ist auch im Fussballmetier tätig, war jahrelang Sportchef des FC Rapperswil-Jona und ist heute Trainer des FC Freienbach in der 1. Liga classic.
«Meld mi ab», schreibt Melanie Hasler auf den sozialen Medien. Dazu postet sie das passende Bild. Die zweifache Bob-Olympionikin, die kürzlich publik machte, dass sie neu im Weitsprung Vollgas geben will, hat nach vier Jahren das Zeitmilitär beendet. Dies war stets eine riesige Unterstützung für die Spitzensportlerin. «Die Möglichkeit, meinen Sport im Rahmen des Zeitmilitärs ausüben zu dürfen, war ein grosses Privileg. Das Schweizer Militär hat mir die Chance gegeben, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren und meine grössten Träume wahr werden zu lassen.» Sie sei wahnsinnig dankbar für diese Chance. Hasler – die am 1. August in ihrer Heimatgemeinde Berikon die Festrede an den Feierlichkeiten des Nationalfeiertags hielt, sagt weiter: «Dieses Kapitel endet. Ein neues beginnt. Meine Ziele sind nach wie vor gross.» Und das Militär kommentiert auf den sozialen Medien sympathisch: «Danke für alles, liebe Melanie – und viel Erfolg für deine neue sportliche Zukunft! Wir hoffen, dich bald auch im Sand unterstützen zu dürfen.»
Stefan Sprenger

