TRIBÜNENGEFLÜSTER
03.07.2026 Sport, KolumneGestern Nacht – respektive heute Freitagmorgen – spielte die Schweiz gegen Algerien an der Fussball-WM. Natürlich war längst Redaktionsschluss, deshalb schreiben wir diese Zeilen im Unwissen über den Ausgang der Partie. Die Sportredaktion ist aber sehr ...
Gestern Nacht – respektive heute Freitagmorgen – spielte die Schweiz gegen Algerien an der Fussball-WM. Natürlich war längst Redaktionsschluss, deshalb schreiben wir diese Zeilen im Unwissen über den Ausgang der Partie. Die Sportredaktion ist aber sehr gespannt auf die Rückmeldung aus dem «Sternen» und der «Zanzibar» in Wohlen. Die Frage: Wie viele Leute sind in aller Herrgottsfrüh extra aufgestanden, um dieses Spiel anzuschauen? Und wie war die Stimmung bei dieser besonderen Fussball-Uhrzeit? Denn trotz der frühen Anspielzeit um 5 Uhr morgens hat man ein Public Viewing organisiert. Kafi und Gipfeli statt Bier und Wurst (hoffentlich). Falls es die Schweiz eine Runde weiter geschafft hat, wäre das nächste Spiel am Dienstag um 22 Uhr.
Als dritter Goalie hat der Freiämter Marvin Keller geringe Einsatzchancen an der Fussballweltmeisterschaft. Allerdings könnte der Beriker vielleicht bald der zweite Auslandstransfer aus dem Freiamt in diesem Sommer werden. Nach dem Wechsel des Wohler Stürmers Alessandro Vogt von St. Gallen nach Hoffenheim in die Bundesliga besteht gemäss einigen Sport-Medien Kontakt zwischen Keller und Teams in europäischen Top-Ligen. Nach Angaben von «Sky» gab es seitens Kellers Berater bereits einen ersten Austausch mit Premier-League-Aufsteiger Hull City. Auch bei «Brighton & Hove Albion» könnte der Freiämter zumindest auf der erweiterten Liste stehen. Zudem gab es losen Kontakt zu Ajax Amsterdam. Vom FC Mutschellen bis Ajax Amsterdam – das klingt doch nach einer hübschen Schlagzeile.
Die Ringerstaffel Freiamt hat letzte Woche einen Workshop in der Ringerhalle in Aristau durchgeführt. 30 Leute der RS Freiamt und Umfeld haben die Köpfe zusammengesteckt und wichtige Fragen geklärt. Fragen, die im Vereinsalltag oftmals vor sich hingeschoben werden. Gemeinsam hat man nach Lösungen gesucht, falls es irgendwo Probleme oder Änderungsbedarf gibt. «Die Umsetzung wird dann erfahrungsgemäss das Schwierigste sein. Aber gemeinsam schaffen wir das», sagt Nicola Küng, Präsident der Ringerstaffel Freiamt. Ein vorbildlicher Verein.
Auf «sport.ch» hat der Freiämter Schwinger Joel Strebel vor dem Nordostschweizerischen ein Interview gegeben. Auf die Startfrage «Wie geht’s dir?» antwortete Strebel: «Danke der Nachfrage, mir geht es gut. Es ist einfach heiss momentan.» Eine weitaus spannendere Frage war: «Vor deinem Kreuzbandriss warst du in einer Wahnsinnsform. Was fehlt dir noch zum Niveau aus dem Frühjahr 2024, als du fünf Festsiege in Serie feiern konntest?» Der Eidgenosse antwortet: «Das ist schwierig zu sagen. Auch in diesem Jahr hat es zu Beginn gut gepasst, dann kam die Verletzung dazwischen. Auf dem Stoos war ich auch gut drauf. Es ist alles so nah zusammen. Wenn ich in einen Lauf komme, dann geht alles von allein. Ich denke, es fehlt nicht viel, damit ich so schwingen könnte wie 2024.» Das hoffen wir aus Freiämter Sicht natürlich. Damals – 2024 – nahm Joel Strebel bis zu seiner Verletzung an acht Schwingfesten teil und siegte sechs Mal. Wie es in diesem Jahr weitergeht, zeigt sich auf dem Weissenstein am 11. Juli. Dort werden Strebel und die drei Sarmenstorfer (Pascal Joho, Andreas und Lukas Döbeli) um den begehrten Bergkranz kämpfen.
Stefan Sprenger
