RÜSSTÜFELI
26.06.2026 Bremgarten, KolumneDas Standort-Kafi des City-Managers Ralph Nikolaiski bot für das Gewerbe einmal mehr eine grosse Fülle an Informationen. Eingeladen als Auskunft gebende Gäste hatte er Jacqueline Bedo, Präsidentin des Vereins «Läbigs Brämgarte», und Biggi Winteler, ...
Das Standort-Kafi des City-Managers Ralph Nikolaiski bot für das Gewerbe einmal mehr eine grosse Fülle an Informationen. Eingeladen als Auskunft gebende Gäste hatte er Jacqueline Bedo, Präsidentin des Vereins «Läbigs Brämgarte», und Biggi Winteler, Präsidentin des Vereins «ArtWalk». Angesichts dieser Frauenpower schmunzelte Nikolaiski zu Beginn: «Normalerweise würde ich jetzt ‹Ladys first› sagen. Das geht jetzt aber heute nicht.»
Der City-Manager erlaubte sich die eine oder andere kritische Bemerkung gegenüber dem Bremgarter Gewerbe. So wundert er sich, dass kürzlich ein Restaurant konsequent auf seine Mittagsruhe bestand, obwohl aufgrund eines Anlasses just an diesem Nachmittag sich am meisten potenzielle Kundschaft in der Altstadt befand. «Einige davon wären da wohl gerne eingekehrt und hätten zum Beispiel einen Kaffee getrunken.» Nikolaiski forderte die Gewerbler auf, solche Chancen zu nutzen, wenn sie sich schon ergeben würden. «Profitiert davon.»
Unerschrocken muss Ralph Nikolaiski sein, um in Bremgarten etwas zu bewirken. Dazu zählt auch, dass er vermeintliche «Heiligtümer» anfassen möchte. «Mir schwebt vor, während einer längeren Zeit den Spittelturm pink einzupacken. Ich weiss, dass ich mit dieser Idee nicht nur auf Gegenliebe stossen werde», erklärte er. Und betonte: «Aber mal schauen, wie weit ich komme – und ob ich dafür einen oder mehrere Sponsoren finde.»
Die Gewerbler wies der City-Manager auf verschiedene Veranstaltungskalender hin, in denen sie ihre Events platzieren können. So bilde der Veranstalterkalender der Stadt Bremgarten eine Basis, von der weitere Kalender ihre Daten beziehen würden. Besonders freut sich das Rüsstüfeli darüber, dass Ralph Nikolaiski auch diese Zeitung erwähnte. «Füttert doch auch bitte den Veranstaltungskalender des ‹Bremgarter Bezirks-Anzeigers›», forderte er die Anwesenden auf.
Szenenwechsel: Einen halben Tag vor dem Standort-Kafi trafen sich prominente Aargauer Politiker von Die Mitte in Bremgarten. Der Montagabend versprach aber einmal mehr keine Abkühlung der Temperaturen. Die Verantwortlichen organisierten deshalb extra noch kurzfristig Glacen. Diese fanden neben den Getränken viele Abnehmer.
Das schaffte wohl auch etwas Abkühlung für die drei nationalen Politiker. Diese sprachen von emotionalen Debatten und hitzigen Wortgefechten. Es bleibt aber eine reine Mutmassung, wie sehr sie diesen Abend unter kritischen Gleichgesinnten etwas abkühlte. Zumindest schienen alle Spass gehabt zu haben. Und ja, die mehrfach an diesem Abend betonte Meinungsvielfalt wurde tatsächlich aktiv gelebt. Es wäre also eine grosse Überraschung, wenn in nächster Zeit ein «Abweichler» unehrenhaft aus der Partei ausgeschlossen würde. Dies zeigte sich nur schon darin, dass sich Nationalrätin Maya Bally und Nationalrat Andreas Meier blendend verstanden. Trotzdem bedauerte Bally, dass es in einer Debatte nicht gelungen sei, die Mitte zu einigen. Andreas Meier sah dagegen das Fehlen dieser Meinungsdiktatur als grosse Chance. --rwi
