RÜSSTÜFELI
19.06.2026 Bremgarten, KolumneVor ein paar Ausgaben wunderte sich das Rüsstüfeli an dieser Stelle über die hohen Mehraufwände in der städtischen Rechnung, was «Informatik an Schulen» anbelangt. Auf Nachfrage entgegnete man ihm einstweilen, die 140 600 Franken Minus seien aufgrund einer ...
Vor ein paar Ausgaben wunderte sich das Rüsstüfeli an dieser Stelle über die hohen Mehraufwände in der städtischen Rechnung, was «Informatik an Schulen» anbelangt. Auf Nachfrage entgegnete man ihm einstweilen, die 140 600 Franken Minus seien aufgrund einer Reihe «Laptop-Montagsgeräte» zustande gekommen. Die Schulcomputer hätten 2025 gleich reihenweise den Geist aufgegeben. Schön und gut – doch wie kommt es, dass man gegen derlei nicht versichert oder mit Garantie abgedeckt war? Das fragte sich das Rüsstüfeli damals und nahm sich fest vor, der Sache auf den Grund zu gehen.
Allzu tief brauchte es indes nicht zu graben – denn die Rüsstüfeli-Frage wurde an der «Gmeind» vergangene Woche vom Ammann höchstpersönlich aufgegriffen. «Die Defekte setzten just nach Ablauf der zweijährigen Garantie ein», führte Stephan Troxler aus. Pech fürwahr ... Denn: Auf ein mögliches Verlängern der Garantie-Absicherung hatte der Stadtrat ganz bewusst verzichtet – aus Spargründen. Man merke also: Sparen kann unter Umständen auch ganz schön teuer werden.
Im politischen Bremgarten sorgten in den vergangenen Tagen vor allem zwei Themen für Aufregung. Da wäre einerseits die Altstadt-Ortsbus-Linie, die aus finanziellen Gründen nicht zustande kommt. Auf Anraten des Stadtrats lehnte die Bevölkerung eine Investition an dieser Stelle ab. Dies ist vor allem für die Unterstadt-Bewohner bedauerlich. Nicht nur aufgrund der künftigen Distanz von teils über 500 Metern zur nächsten Buslinie – sondern vor allem auch aufgrund von 35 Höhenmetern, die sie dabei bewältigen müssen. Zumal man im Gegenzug anderen grosszügig beim Aufstieg hilft.
Womit wir beim zweiten Aufreger dieser Tage wären. Bund, Kanton und Strombranche wollen vor Bremgarten eine teure Fischaufstiegshilfe realisieren – und scheren sich dabei nicht einmal um das berühmte Bremgarter Ortsbild (vgl. Ausgabe vom 12. Juni). Ein betroffener Bürger brachte es im Anschluss an die «Gmeind» im kleinen Kreis folgerichtig auf den Punkt: «Man könnte fast den Eindruck erhalten, dass die Fische gegenüber den Unterstadtbewohnern einen grösseren Stellenwert geniessen. Zumindest bei der ‹Aufstiegshilfe› werden sie eindeutig bevorzugt.»
«Wow, die haben ja echt viel zu bieten», sagte eine Frau beim «Showtime»-Event von «Städtli mit Herz» am letzten Samstag staunend. Sie war ob der Vielfalt der Bremgarter Altstadtlädeli verblüfft und von der Atmosphäre auf und neben dem pinken Teppich hingerissen. «Wissen Sie, ich bin sozusagen eine Touristin», erklärte sie. Heute sei sie mit dem Zug spontan von Rheinfelden nach Bremgarten gefahren. Sie habe das Städtli vor Jahren dank dem Christchindli-Märt kennengelernt und seit da ziehe es sie immer wieder mal hierher. «Es ist einfach schön hier. Und diese Modeschau hat mir wirklich gut gefallen.» Das nächste Mal komme sie wieder, wenn der pinke Teppich ausgerollt und die grossen Pappherzen aufgehängt werden. «Dann aber passend zum Anlass in Pink gekleidet», versprach sie lachend. --huy/sab
