Die Redezeit an Gemeindeversammlungen ist ja jeweils ziemlich ungleich verteilt. Während der Ammann den Löwenanteil übernimmt, gibt es je nach Geschäft auch Gremiumsmitglieder, die kaum zu Wortmeldungen kommen. So trat Daniel Sommerhalder etwa erst nach fast drei Stunden ...
Die Redezeit an Gemeindeversammlungen ist ja jeweils ziemlich ungleich verteilt. Während der Ammann den Löwenanteil übernimmt, gibt es je nach Geschäft auch Gremiumsmitglieder, die kaum zu Wortmeldungen kommen. So trat Daniel Sommerhalder etwa erst nach fast drei Stunden unter «Verschiedenes» ans Mikrofon – und durfte sich dabei einen netten Spruch des Ammanns anhören. «Jetzt döfsch au mol öppis säge, Dani.» In der Tat bewies der Vizeammann aber, dass er der Versammlung bereits zuvor mit viel Aufmerksamkeit beigewohnt hatte. So war ihm nicht entgangen, dass der Besitzer einer Liegenschaft, die nun nicht unter Schutz gestellt wird (vgl. unten), für jenen Fall potenziell Alterswohnungen in Aussicht gestellt hatte. «Das habe ich gehört», stellte Sommerhalder schmunzelnd klar. Denn bekanntlich bemüht sich der Sozialvorsteher seit Jahren um potenzielle solche Wohnungen. Und so könnte die seltsame BNO-Posse letztlich doch noch ihr Gutes gehabt haben. Bei einem Getränk will man das Ganze nun andiskutieren – so zumindest das Angebot Sommerhalders.
Ein solches wurde Giovanni Ming auch von Stadtammann Stephan Troxler in Aussicht gestellt. Für Mings wohlwollenden «Antrag» am Ende versprach Troxler seinem Kollegen «ein Bier». Schliesslich hatte dieser damit für ein rundes Ende einer Versammlung gesorgt, die von viel Humor durchsetzt war und in der wirklich fast alle Facetten und Möglichkeiten zur Sprache kamen. So versprach der gut gelaunte Ammann beispielsweise während der Versammlung auch die Prüfung eines Gondelbähnlis oder einer Rolltreppe anstelle des nun abgelehnten Ortsbusses.
--huy