Die Sportredaktion hat selten bis gar nie mit dem SC Kriens zu tun. Nun, nach dem Aufstieg in die Challenge League, hatte man einige Berührungspunkte. Trainer Michael Winsauer (Ex-FC-Wohlen, in Waltenschwil zu Hause) kennt man hier in der Region bestens. Weniger bekannt ist Oliver Kraaz. ...
Die Sportredaktion hat selten bis gar nie mit dem SC Kriens zu tun. Nun, nach dem Aufstieg in die Challenge League, hatte man einige Berührungspunkte. Trainer Michael Winsauer (Ex-FC-Wohlen, in Waltenschwil zu Hause) kennt man hier in der Region bestens. Weniger bekannt ist Oliver Kraaz. Er wird auf der Homepage als «Hofberichterstatter» bezeichnet. Und seine Berichte über die Spiele der Krienser haben das gewisse Etwas. Ein Auszug aus dem Text über den Aufstieg: «Es gibt einen Fussballgott – und er hat grünweiss gestreifte Unterhosen. Das heisst nun nicht, dass wir nur dank himmlischer Unterstützung wieder in der Challenge League sind. Nein, der Fussballgott freut sich vielmehr, dass im Irrsinn des modernen Fussballs Kriens als Klassiker nicht totzukriegen ist. Die Gallier sind wieder da.»
Am Freiämter Cup in Jonen gehörten wie jedes Jahr mit Steinheben und Steinstossen auch zwei Disziplinen des Nationalturnens zum Programm. Der Hägglinger Dani Schmid, Technischer Leiter des Eidgenössischen Nationalturnverbandes, war mit dem STV Hägglingen ebenfalls vertreten, um sich in «seiner» Sportart zu messen. Zumindest optisch wirkten die Hägglinger bereits vor dem Wettkampf so, als könnten sie im Steinheben ein gutes Ergebnis erzielen. Denn der ehemalige Bobfahrer und Schwinger Schmid ist nicht der einzige Hüne in den Reihen des Vereins. Auf die kräftigen Staturen der Hägglinger Vereinskollegen angesprochen, lächelte Schmid nur verschmitzt und zeigte auf seinen Bauch, um anzudeuten, dass er vielleicht auf die falsche Art und Weise «kräftig» ist. Am Ende sollte sich herausstellen, dass die er und seine Vereinskollegen nicht bloss wohlgenährt, sondern tatsächlich auch durchtrainiert sind und einiges in ihren Muskeln steckt. Schmid und der STV Hägglingen konnten im Steinheben das dritte Jahr in Folge den Sieg am Freiämter Cup holen.
Der Verein wechselt. Doch wir könnten nun erneut von grünweiss gestreiften Unterhosen schreiben. Der FC St. Gallen ist Cupsieger. Mit Alessandro Vogt aus Wohlen hat auch das Freiamt seinen Cup-Helden, der den Pokal vor Tausenden Espen-Fans in die Luft strecken darf (siehe Bild des FCSG). Auf Instagram teilt Alessandro Vogt ein paar hübsche Bilder des Erfolgs und schreibt dazu: «Every story has an end... and mine ended with a Happy End». Von den Teamkumpels hagelt es schnippische Kommentare: «Wow. Malle hat ihn zum Poeten gemacht», sagt Behar Neziri. Und Hugo van der Mersch meint: «He doesn’t know what he actually wrote.» Es sind Insider-Jokes, die vor allem eines beweisen: den grandiosen Zusammenhalt und die tolle Stimmung beim FC St. Gallen. Alessandro Vogt fügt auf Deutsch an: «Danke Espen, für dieses unvergessliche Jahr.» Im nächsten Jahr spielt der Freiämter dann in der Bundesliga. Dort braucht er auch kein Englisch.
--spr/jl