wächst, aber es tut dies gesund und langsam. So ist die Einwohnerzahl seit der Jubiläumsberichterstattung über das Erreichen der Schnapszahl 8888 von vor knapp zwei Jahren nur noch leicht weiter angestiegen. Von 9000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist man immer noch ein gutes ...
wächst, aber es tut dies gesund und langsam. So ist die Einwohnerzahl seit der Jubiläumsberichterstattung über das Erreichen der Schnapszahl 8888 von vor knapp zwei Jahren nur noch leicht weiter angestiegen. Von 9000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist man immer noch ein gutes Stück entfernt. Das Rüsstüfeli staunte daher nicht schlecht, dass stolze 499 Personen zum Neuzuzügertag dieser Tage eingeladen waren. Alles Menschen, die allein im vergangenen Jahr nach Bremgarten gezogen sind. Nach Adam Riese bedeutet solches ja, dass praktisch ebenso viele das Städtli auch verlassen haben müssen. Verstehe dies, wer wolle. Wo doch Rankings noch und nöcher zum Schluss kommen, dass in puncto Lebensqualität kaum etwas an unser zauberhaftes Reussstädtchen herankommt.
Einen Teil jener Lebensqualität macht gemäss solchen Rankings jeweils auch die kulturelle Vielfalt einer Gemeinde aus. Und dazu leistet in Bremgarten auch das «Festival i de Marktgass» (FIDM) seinen gebührenden Beitrag. Nationale Musikstars aus allen Genres vor der Kulisse der pittoresken Marktgasse versprühen jedes Jahr wieder einen ganz besonderen Charme mit Stadtfest-Charakter. Das Rüsstüfeli stimmt es deshalb nachdenklich, dass ein solcher Anlass es seit Jahren nicht mehr auf eine schwarze Null schaffte (siehe Berichterstattung beim Umblättern). Ein Aus aus finanziellen Gründen wäre wahrlich ein Jammer. Und so hofft das Tüfeli, dass jene, die das Festival schätzen, heuer auch ihren Beitrag dazu leisten, dass es am Ende mal wieder aufgeht mit den Zahlen. Die Möglichkeiten dafür sind mannigfaltig – gibt es doch Bändeli in verschiedenen Preiskategorien. Und auch Getränkekonsum kann bei derlei Gelegenheit ja durchaus Spass machen.
Eine ganze Schar Beteiligter traf sich vor Wochenfrist, um dem Tüfeli das Projekt des neuen Pausenplatzes beim Josef-Schulhaus vorzustellen. Angesichts eines Gemeinschaftsprojekts von solcher Dimension gibt es nun mal von ganz vielen ganz viel zu sagen – und im Anschluss vor Ort fürs Pressebild zu posieren. Da es sich dabei auch um einen Spielplatz handelt, entdeckten die Herr- und Damschaften in mittlerem Alter bei der Gelegenheit mal wieder ein bisschen das Kind in sich. «Auf zum Vorturnen», frohlockte eine gut gelaunte Claudia Bamert und ging mit gutem Beispiel voran. Zwar brachte das Rüsstüfeli die geschätzten Stadträtinnen, Abteilungsleiter, Stiftungsvertreter und Schulverantwortlichen nicht gerade dazu, die Kletterstange rauf- und runterzurutschen – aber immerhin zum gekonnten Balancieren auf der nigelnagelneuen Hängebrücke. Und den Gesichtern nach zu urteilen schien den involvierten Offiziellen solcherlei durchaus einen gewissen Spass zu bereiten.
Marco Huwyler