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15.05.2026 Sport, KolumneAlle nach Los Angeles. Bei der Ehrung zum «Freiämter Sportler des Jahres» bringt Philipp Stöckli – einstiger Sportredaktor dieser Zeitung und heute beim Schweizer Fernsehen – das spannende Thema auf den Tisch. Ringer Nino Leutert will 2028 an die Olympische ...
Alle nach Los Angeles. Bei der Ehrung zum «Freiämter Sportler des Jahres» bringt Philipp Stöckli – einstiger Sportredaktor dieser Zeitung und heute beim Schweizer Fernsehen – das spannende Thema auf den Tisch. Ringer Nino Leutert will 2028 an die Olympische Spiele nach Los Angeles. Doch auch Alessandro Vogt wäre offen für einen Einsatz in der Stadt der Engel in den USA. Die Schweizer Fussball-Nati spielt in Los Angeles nämlich am 18. Juni 2026 das zweite Gruppenspiel gegen Bosnien-Herzegowina an der Weltmeisterschaft. Ob Vogt, der für die U21-Nati spielt, noch ein Aufgebot von Nati-Trainer Murat Yakin erhält, wird sich zeigen. Sicher ist: Alayah Pilgrim wird als Zuschauerin dabei sein. Nati-Spieler Noah Okafor ist der Bruder ihres langjährigen Freundes Elijah Okafor. Und die Murianerin wird ein Teil ihrer Sommerferien an der WM verbringen – auch am Spiel in Los Angeles. Bleibt also noch Urs Huber, der Marathonmountainbiker, der den Spezialpreis abräumt. Wie kommt er nach Los Angeles? An der Ehrung hat man die Idee, er könne ja – sofern es alle Freiämter Sportler nach Los Angeles schaffen – mit dem Velo nach Los Angeles radeln. Sind ja nur knapp 10 000 km Luftlinie.
Es würde irgendwie nicht überraschen. Denn es würde sich nahtlos in die sonst schon unfassbaren Zahlen der Karriere des Joners einfügen. Achtung. Festhalten: In seinen 19 Jahren als Marathonmountainbiker absolvierte Urs Huber 750 Renntage, gewann über 100 Wettkämpfe, schlief 2000 Nächte in Hotels, verbrauchte 80 Fahrräder und absolvierte 24 000 Trainingsstunden. Das sind 600 000 Lebenskilometer – also 60-mal nach Los Angeles. Also los, Urs! Du schaffst das. ChatGPT meint übrigens, «diese sportliche Reise dauert 8 bis 10 Monate».
Huber ist auch bei dieser Wahl der Marathonmann. 37-mal wurde der «Freiämter Sportler des Jahres» gewählt. 12-mal war Urs Huber nominiert. Bei der Hälfte dieser Nominationen gelang es ihm, einen Podestplatz zu holen. Der Joner holte drei 3. Plätze, zweimal Silber, einmal den Sieg (2008) – und jetzt zum Karriereabschluss den Spezialpreis. «Ich habe nicht viele Pokale meiner Karriere behalten, aber die habe ich alle aufgestellt», sagt Huber und schickt ein Bild seiner sieben Pokale.
Die Ehrung des «Freiämter Sportlers des Jahres» fand im «Sternen» in Wohlen statt. Dies wurde zur Tradition. Auch weil das Wirtepaar Rita Seiler und Remus Lochmann immer für perfekten Service, bestes Essen und unkomplizierte Organisation sorgte. Ende Dezember hören sie auf im «Sternen». Und erhielten an der Ehrung auch eine Auszeichnung in Form von netten Worten und einem Blumenstrauss. Danke, liebe Rita und lieber Remus, für ganz viel sportliche Gastfreundschaft in all den Jahren.
Stefan Sprenger


