Ausbau der Fischbacherstrasse
Ab Montag, 1. Juni, wird die viel befahrene Fischbacherstrasse in Bremgarten umfassend modernisiert. Die Sanierung und der Ausbau der Kantonsstrasse K270 im Bereich des Industriegebiets Richtung Fischbach-Göslikon kosten rund 4 Millionen ...
Ausbau der Fischbacherstrasse
Ab Montag, 1. Juni, wird die viel befahrene Fischbacherstrasse in Bremgarten umfassend modernisiert. Die Sanierung und der Ausbau der Kantonsstrasse K270 im Bereich des Industriegebiets Richtung Fischbach-Göslikon kosten rund 4 Millionen Franken. Die Arbeiten dauern bis Sommer 2027 und bringen neben neuer Verkehrsführung auch neue Bushaltestellen, ein erweitertes Trottoir sowie den Rückbau eines alten Viadukts. --sab
Die Fischbacherstrasse in Bremgarten wird für 4 Millionen Franken saniert und ausgebaut
Ein wichtiges Nadelöhr im Bremgarter Strassennetz steht vor einer Erneuerung. Die Bauarbeiten an der viel befahrenen Fischbacherstrasse (K270) starten am Montag, 1. Juni, und dauern bis Frühling 2027.
Sabrina Salm
Auf der Fischbacherstrasse in Bremgarten stehen in den kommenden Monaten umfangreiche Bauarbeiten bevor. Der Kanton Aargau und die Stadt Bremgarten investieren zusammen rund 4 Millionen Franken in die Sanierung und den Ausbau der Kantonsstrasse im Bereich des Industriegebiets Richtung Fischbach-Göslikon. Die Notwendigkeit des Ausbaus zeichnete sich über Jahre ab. Bereits 2008 entstand die Idee, diese stark frequentierte Verbindung umzugestalten. Ab 2013 wurde die Planung vorangetrieben. Das Verkehrsaufkommen habe kontinuierlich zugenommen, was das Linksabbiegen in das Industriegebiet zunehmend erschwert, erklärt Peter Widmer vom Kanton.
Neue Bushaltestellen und Viadukt
Konkret betrifft die Sanierung rund 500 Meter. Ein zentrales Element bildet ein neuer Mehrzweckstreifen samt Linksabbiegespur für Fahrzeuge aus Richtung Bremgarten. «Die Situation beim Linksabbiegen ins Industriegebiet ist heute problematisch», sagt Widmer. «Mit dem Mehrzweckstreifen verbessern wir die Sicherheit und sorgen gleichzeitig für einen flüssigeren Verkehrsablauf.»
Um diesen Platz zu schaffen, wird die Strasse auf eine Breite von 9,75 Metern ausgeweitet (je 3,25 Meter pro Fahrbahnseite plus Mehrzweckstreifen). Ergänzt wird der Ausbau durch ein 50 cm breites Bankett sowie ein zwei Meter breites Trottoir, welches bis zur Einfahrt des Industriegebiets verlängert wird. Diese Verbreiterung erfordert Rodungsarbeiten – eine Ersatzaufforstung erfolgt. Gleichzeitig nutzt die Stadt Bremgarten Synergien und ersetzt im Zuge der Tiefbauarbeiten die bestehende Wasserleitung.
Ein Kernstück des Projekts ist der Rückbau des sogenannten Lehnenviadukts. Diese 22 Meter lange Konstruktion wurde 1970 erstellt, um die Strasse nach einer Hangrutschung zu sichern. «Das Viadukt hat schwerwiegende Schäden und müsste neu erstellt werden», erklärt Widmer. Der Hang habe sich mittlerweile stabilisiert. «Eine Geländeaufschüttung mit Schaumglasschotter, welche die Rutschung nicht zusätzlich begünstigt, ist heute die technisch sinnvollere Lösung.» Der Abbruch erfolgt über den Sommer, wofür eine örtliche Umleitung eingerichtet wird. Ein weiterer Pfeiler des Projekts ist der behindertengerechte Ausbau der Bushaltestellen auf beiden Seiten, ergänzt durch eine Mittelinsel.
Bau in mehreren Etappen
Das Gesamtprojekt ist in vier straffe Bauphasen unterteilt. In der ersten Phase ab dem 1. Juni wird zunächst eine provisorische Fahrbahn errichtet, sodass der Verkehr vorerst uneingeschränkt zweispurig fliessen kann. Die zweite Phase umfasst den Abbruch des Viadukts sowie den Bau der nordseitigen Fahrbahn und der östlichen Bushaltestelle. Ab Ende September folgt in Phase drei die südseitige Fahrbahn, bevor im Frühling 2027 die finale Phase ansteht. Peter Widmer blickt voraus: «Die grösste Geduldsprobe für die Verkehrsteilnehmer wird der Deckbelagseinbau während eines Wochenendes im Sommer 2027 sein. Hierzu ist eine kurzzeitige Vollsperrung unumgänglich.» Während der gesamten Bauzeit müssen sich Pendler zeitweise auf Rückstaus und leichte Einschränkungen einstellen.