RÜSSTÜFELI
08.05.2026 Bremgarten, KolumneFür die Sozialen Dienste Bremgartens ist es eine Entlastung, dass alsbald eine Asylunterkunft in der St. Josef-Stiftung eingerichtet wird. Da dadurch bis zu 45 Personen an einem Ort untergebracht werden können, verringern sich die Wege merklich, die bei der Betreuung dieser Menschen ...
Für die Sozialen Dienste Bremgartens ist es eine Entlastung, dass alsbald eine Asylunterkunft in der St. Josef-Stiftung eingerichtet wird. Da dadurch bis zu 45 Personen an einem Ort untergebracht werden können, verringern sich die Wege merklich, die bei der Betreuung dieser Menschen zurückgelegt werden müssen. Bislang waren 84 Personen quer über das ganze Stadtgebiet verteilt. «Unser Verwaltungs-E-Bike hatte Hochbetrieb in den vergangenen Jahren», schmunzelt Claudia Geiss- -mann, die stellvertretende Leiterin der Sozialen Dienste. Das Rüsstüfeli findet solcherlei äusserst löblich. Nicht nur, dass jener Betreuungsaufwand inhouse erledigt wird, statt eine externe Firma damit zu betrauen – nebenher wird auch noch etwas für die körperliche Ertüchtigung getan. Da sei es den Verantwortlichen wahrlich gegönnt, dass die Distanzen künftig nicht mehr ganz so weit sind.
Vor Wochenfrist hatte sich das Rüsstüfeli an dieser Stelle gewundert, dass die Stadtbibliothek vorgestern Mittwoch einen Fussballbildli-Tauschanlass organisierte – wo doch die beliebten Panini-Sticker erst seit gestern Donnerstag überhaupt offiziell erhältlich sind. Auf seine Zeilen hat es nun eine Erklärung erhalten. Es handelt sich dabei weder um irgendwelche Schwarzmarkt-Vorab-Tauschereien noch um ein Versehen im Datum. Tatsächlich wurden am Anlass sogenannte «Panini-Trading-Cards» getauscht, die bereits seit März im Handel sind. Und immerhin acht Kindern konnte man mit dem Anlass beim Komplettieren ihrer Sammlung behilflich sein. Durchaus gut also, dass der Anlass dem Veranstaltungskalender erhalten blieb.
In Bremgarten gibt es bald fast eine Handvoll Personen, die sich etwelcher Art mit der Bezeichnung «Stadtschreiber» schmücken dürfen. Dem temporären mutterglücksbedingten Ausfall der Stadtschreiber-Stellvertreterin begegnet das Rathaus nämlich mit einer internen Beförderung, die ab dieser Woche gilt. Was zur Folge hat, dass es nach der Rückkehr der bisherigen gleich zwei Stadtschreiber-Stellvertreterinnen geben wird. Doch damit nicht genug – während der Ausfallzeit engagiert man zusätzlich einen externen Interims-Stellvertreter-Stadtschreiber. Wohingegen der eigentliche Stadtschreiber während all jener Zeit ganz normal seines Amtes waltet. Das Rüsstüfeli erinnert sich angesichts dieser stadtschreiberischen Personalballung zaghaft an jene Zeit vor rund 10 Jahren, als die jetzige Bald-Mutter das Bremgarter Stadtschreiberamt als junge Novizin spontan und ohne Erfahrung wochenlang in Personalunion ausübte. Zu Beginn ohne Stellvertretung – und nebenbei noch ihre Ausbildung vorantreibend. Ein Husarenstück fürwahr, das im Licht der jetzigen Vorgänge umso eindrücklicher anmutet. Gut also, dass die Frau Bremgarten nach ihrem Mutterschaftsurlaub erhalten bleibt. Das Rüsstüfeli wünscht an dieser Stelle schon einmal alles Gute für die kommenden Monate.
Marco Huwyler

