TRIBÜNENGEFLÜSTER
01.05.2026 Sport, KolumneHandball verbindet die Region. Wohlen. Mutschellen. Muri. Beim Doppel-Aufstieg war dieses Miteinander stark zu spüren. Die SG Wohlen Mutschellen und die SG Freiamt (wo auch der TV Muri dabei ist) feiert zusammen in der Halle und der «Zanzibar» – und macht gar ein ...
Handball verbindet die Region. Wohlen. Mutschellen. Muri. Beim Doppel-Aufstieg war dieses Miteinander stark zu spüren. Die SG Wohlen Mutschellen und die SG Freiamt (wo auch der TV Muri dabei ist) feiert zusammen in der Halle und der «Zanzibar» – und macht gar ein gemeinsames Aufstiegsbild. Auch auf der Tribüne war die Freiämter Einigkeit zu spüren. So war Fan-Prominenz aus allen drei Vereinen vertreten. Beim Frauenspiel war beispielsweise Muris Gemeindepräsident Hampi Budmiger vor Ort. Und auch Nora Snedkerud fänte lautstark mit. Die Schweizer Nationalspielerin aus Widen spielte einst beim HC Mutschellen und der SG Freiamt. Ihre Schwester Larissa war auf dem Platz – und da war es Ehrensache, dass Nora sie anfeuert. «Ich fand die Stimmung in der Halle mega cool. Und man hat gemerkt, dass das Team einen grossen Zusammenhalt hat. Sie haben verdient den Aufstieg geschafft», sagte Nora Snedkerud. Beim Spiel der Männer war der frühere Profifussballer Gerry Viceconte dabei. Die Kids des Wohlers spielen beim HC Mutschellen (die Familie lebt in Jonen) und er sei mittlerweile ein kleiner Handballfan. Er traf beim Spiel der SG Wohlen Mutschellen auf zahlreiche FC-Wohlen-Fans, die nach der Partie in den Niedermatten noch in die Handballhalle pilgerten (darunter auch Co-Präsident Marcel Amrein). Bei dieser Aufstiegssause war der Frust über die 0:2-Pleite des FC Wohlen schnell vergessen. Auffällig: Alle, die gekommen sind, ob prominent oder nicht, hatten grossen Spass.
Natürlich: Auch Fussball verbindet. Auch über ihre Aktivzeit hinweg halten Freundschaften. So wie hier auf dem Bild. Entstanden beim Mallorcaurlaub ehemaliger Spieler des FC Muri. Hinten von links sind Michael Hohl, Sandro Streuli und Michael Stadelmann zu sehen. Vorne von links stehen Loris Völker und Yanick Hofer. «Fast 800 Spiele für Muri», sagt Hofer, der frühere Goalie. Wer wie viele Einsätze für den FC Muri hatte, kann man der Zahl auf dem Trikot entnehmen, das die fünf Jungs tragen. Das Shirt mit der Nummer 55, das hoch gehalten wird, gehört eigentlich Reto Brügger. Auch er hätte beim Mallorca-Trip dabei sein sollen, hat aber davon abgesehen, da er bald Vater wird. Vielleicht besser so.
Die sportlichen Werdegänge der sechs Kicker gingen in komplett andere Richtungen. Muri-Präsident Stadelmann spielt bei den Senioren seines Vereins. Auch Brügger (FC Sins) und Hofer (FC Sarmenstorf) sind im Seniorenfussball unterwegs. Michael Hohl springt sporadisch bei den Senioren des FC Muri und des FC Sins ein. Streuli ist mittlerweile Marathonläufer. Auch Völker hat sich sportlich umorientiert. Er bereitet sich auf einen Triathlon vor und ist momentan mit Schwimmtraining beschäftigt. Ob der Mallorca-Urlaub bei seinem Vorhaben unterstützend wirkte, darf angezweifelt werden.
--spr/jl

