RÜSSTÜFELI
17.04.2026 Bremgarten, KolumneDer Verein Bremgarten Tourismus (BT) hat mal wieder allerlei auf die Beine gestellt im abgelaufenen Vereinsjahr (vgl. Bericht vom Dienstag). Und beim obligaten Rückblick wurde eines augenfällig: Ob Bundesfeier, Stadtmodell-Einweihung oder die Übergabe des ...
Der Verein Bremgarten Tourismus (BT) hat mal wieder allerlei auf die Beine gestellt im abgelaufenen Vereinsjahr (vgl. Bericht vom Dienstag). Und beim obligaten Rückblick wurde eines augenfällig: Ob Bundesfeier, Stadtmodell-Einweihung oder die Übergabe des «Zufikerbänkli» – es hat eigentlich immer wie aus Kübeln geschüttet, wenn BT im Jahr 2025 etwas anpackte. Zumindest zu Beginn der Veranstaltungen. «Geendet hat es jedoch stets im Sonnenschein», bekräftigt Co-Präsidentin Sonja Schneiderbauer lächelnd. Als hätte sich Petrus ganz bewusst erbarmt angesichts der guten Dinge, die da im schönen Reussstädtchen im Gange waren.
Auch sonst läuft nicht immer alles ganz von A bis Z wie gemalt beim ehemaligen Bremgarter Verkehrsverein. So war an der GV von Bremgarten Tourismus die eigentliche Gastreferentin krank ausgefallen – woraufhin der Citymanager ziemlich spontan einspringen musste. Den Umständen entsprechend meisterte dieser seine Aufgabe mehr als ansprechend. Wobei ihn das Rüsstüfeli bei Gelegenheit nochmals fragen muss, wo denn nun die Schnittstellen und Abgrenzungen zum künftigen Bremgarter Kultursekretariat genau liegen.
Verabschiedet wurde an dieser GV auch Tausendsassa und langjähriges Vorstandsmitglied Josef Meier. Mit einer kleinen Laudatio inklusive Rückblick auf sein Wirken. Eine durchaus schöne und angemessene Verabschiedung – womit es eigentlich getan gewesen hätte sein sollen. Doch spontan ereilte den Vorstand ein Antrag aus dem kleinen Rund der Anwesenden – man solle «Tschösy» angesichts seiner Verdienste doch bitte die Ehrenmitgliedschaft verleihen. Ein Antrag, der prompt gutgeheissen wurde. Und so hat BT nun eben ein Ehrenmitglied. Das erste überhaupt. Womit «Tschösy» beispielsweise dem jetzigen Stadtammann etwas voraus hat. Ob dieser wohl klammheimlich ein bisschen neidisch ist? Immerhin hatte Stephan Troxler den Verein eine Dekade lang präsidiert.
Auch Präsident des Reussfoodfestivals war Troxler einmal. Wobei diese Bezeichnung eigentlich gar nie so richtig definiert gewesen ist in den Ursprungsjahren. So war doch der Anlass initial noch integraler Bestandteil des Schlagerwahnsinns (den Esther Lattmann präsidierte). Heute dagegen ist es umgekehrt. Das Reussfoodfestival (das Lattmann heute präsidiert) ist dem Schlager entwachsen und hat diesen seinerseits in sein Programm integriert. Stephan Troxler ist derweil noch immer dabei im OK. Spass und Genuss am Fluss lässt er sich auch als Ammann nicht nehmen.
Seit Jahren Bestandteil dieses Festivals ist auch die Stadtmusik Bremgarten. Wandelbar und anpassungsfähig wie man ist, lässt man sich die Chance jeweils nicht entgehen, vor einem gut genährten und entsprechend gelaunten Festpublikum aufzutreten – und hat sein Sommerkonzert kurzerhand ins Reussfoodfestival verlegt. Schliesslich kann man dabei allenfalls den einen oder anderen für sein Wirken begeistern, der sich ansonsten nicht unbedingt zu einer Blasmusikkapelle verirren würde. Zumal man heuer am «Rock Friday» auftritt. Eine Stilrichtung, in der man die Stadtmusik aller Wandelbarkeit zum Trotz dann doch nicht unbedingt vermuten würde.
Marco Huwyler
