RÜSSTÜFELI
02.04.2026 KolumneBremagarten wächst. Das ist hinlänglich bekannt. Und soll auch so sein. Schliesslich wurde man vom Kanton ja hochoffiziell als Wachstumsschwerpunkt definiert. Mit dem grundsätzlichen grünen Licht zur BNO vonseiten des Kantons wurden nun auch die Voraussetzungen dafür ...
Bremagarten wächst. Das ist hinlänglich bekannt. Und soll auch so sein. Schliesslich wurde man vom Kanton ja hochoffiziell als Wachstumsschwerpunkt definiert. Mit dem grundsätzlichen grünen Licht zur BNO vonseiten des Kantons wurden nun auch die Voraussetzungen dafür rechtskräftig, dass dies in den nächsten Jahren weiter geschehen kann (vgl. Ausgabe vom Dienstag). Eine fünfstellige Einwohnerzahl scheint im Bezirkshauptort nur eine Frage der Zeit zu sein. Wobei die digitale Welt der realen diesbezüglich mal wieder einen Schritt voraus ist. Auf Social Media feierte Bremgarten in diesen Tagen nämlich bereits jenes grosse Jubiläum. Die Facebook-Gruppe «Bremgarten
AG» – vom Stadtammann höchstpersönlich geführt – begrüsste unlängst ihr 10 000. Mitglied. Und ist seither bereits fleissig weitergewachsen. 10 049 ist der aktuelle Stand – der nach dem Druck dieser Zeilen schon wieder überholt sein dürfte. Das Tagesgeschehen im Städtli scheint also auch jene brennend zu interessieren, die (noch) nicht hier wohnen. Kein Wunder angesichts der pittoresken Bilder, mit denen das Ganze immer wieder garniert ist.
Mit dem digitalen Wachstumstempo kann die Realität (glücklicherweise) nicht ganz mithalten. Während man vor eineinhalb Jahren die 8888. Einwohnerin feierte, steht man momentan bei 8922. Bis das grosse fünfstellige Jubiläum auch bei den Einwohnerdiensten Tatsache wird, dürfte es daher noch eine ganze Weile dauern. Gemäss den Berechnungen des Rathauses könnte dies in ungefähr 15 Jahren der Fall sein. Ob es Facebook und die Bremgarter Gruppe bis dann überhaupt noch gibt? Und falls ja – bei welcher Mitgliederzahl wird sie dann wohl angelangt sein? Das Rüsstüfeli nimmt sich fest vor, jene Fragen zu gegebener Zeit in dieser Rubrik wieder aufzugreifen, sofern es dann selbst noch Urheber der Zeilen in dieser Spalte sein darf.
Der Sinnesgarten der St. Josef-Stiftung soll sämtliche fünf Sinne ansprechen – und alle Elemente beinhalten, das ist den Verantwortlichen wichtig (vgl. Berichterstattung beim Umblättern). So ist also auch Feuer ein Bestandteil des Gartens, wobei die Feuerstelle olfaktorisch auch dort wirkt, wo es ursprünglich nicht unbedingt beabsichtigt gewesen war. So ist nämlich am Rande des Gartens auch der Lüftungsapparat platziert, der das Gebäude Fortuna im Alltag mit Frischluft versorgt. Und diese ist des Öfteren mit Raucharoma versehen, wenn im Sinnesgarten gerade gebrätelt wird. «Der Wind trägt die Feuerluft zuverlässig direkt zum Lüftungsschacht», berichtet der pädagogische Leiter der St. Josef-Stiftung dem Rüsstüfeli schmunzelnd. An die von Zeit zu Zeit ungewohnten Rauchraumdüfte habe man sich intern mittlerweile gewöhnt.
Für Ordnungsfanatiker wird die Fertigstellung jenes neuen Sinnesgartens eine Wohltat. Gibt es doch dann endlich eine Unterbringungsmöglichkeit für die zahlreichen fahrbaren Untersätze, die heute am Rande des Gartens herumstehen. Davon, dass Renovationen und Neuanschaffungen hier nicht leichtfertig getätigt werden, kann man sich bis dann im Übrigen bei einem genaueren Blick auf die entsprechenden Fahrzeuge selbst überzeugen. So sind doch bei diversen Velos der Stiftung noch Vignetten vom Beginn der 90er-Jahre angebracht.
Marco Huwyler
