RÜSSTÜFELI
13.03.2026 Bremgarten, KolumneGanze 15 Jahre ist die Verabschiedung der Gesetze mittlerweile her, auf denen die Fischaufstiegshilfe beim Flusskraftwerk Bremgarten-Zufikon fusst. Nun erfährt sie endlich auch ihre Umsetzung (siehe Bericht beim Umblättern). Nur logisch, hat man vor der Ausarbeitung des nun ...
Ganze 15 Jahre ist die Verabschiedung der Gesetze mittlerweile her, auf denen die Fischaufstiegshilfe beim Flusskraftwerk Bremgarten-Zufikon fusst. Nun erfährt sie endlich auch ihre Umsetzung (siehe Bericht beim Umblättern). Nur logisch, hat man vor der Ausarbeitung des nun vorliegenden Projekts während jener langen Zeitspanne auch eine ganze Reihe von anderen Möglichkeiten untersucht, wie denn die Fische am sinnvollsten jene 12 Meter Höhendifferenz beim Kraftwerk bewältigen könnten. Zur Diskussion stand als eine von vielen Varianten auch ein Fischlift. «Der wurde aber unter anderem deshalb verworfen, weil es kompliziert gewesen wäre, die Fische nach dem Aufzug über die Fussgängerpassage auf dem Damm zu manövrieren», erklärt Kraftwerks-Betriebsleiter Marcel Bieri dem Rüsstüfeli. Schade, dachte sich dieses dabei. Das wäre doch ein interessantes Spektakel für die Fussgänger geworden. Und so müssen die Fische am Ende stattdessen mit einer Treppe anstelle des Lifts vorliebnehmen. Ob die Tierchen wohl der verpassten Bequemlichkeit nachtrauern würden, wenn sie darum wüssten?
Anders als der Fischaufstieg wird der Fischabstieg durch das Kraftwerk-Hindernis auch nach Beendigung des 10-Millionen-Projekts noch nicht geregelt sein (vgl. Berichterstattung). Obwohl sie dafür die Treppe auch benutzen könnten, zieht es die meisten Fische auf dem Weg flussabwärts zumeist direkt zum Wasserfall mit den Turbinen. «Alpamare-Variante», nennt der Bremgarter Betriebsleiter diesen Weg scherzhaft. Wobei die Kraftwerks-Wasserrutsche vielen Fischen nicht sonderlich gut bekommt. Viele bezahlen den Abgang mit Verletzungen oder dem Leben. Zu hoffen wäre es daher, dass in Bälde eine Lösung gefunden wird, um den Wasserbewohnern den rasanten Abstieg zu untersagen.
Mit Faruque Bepary hat Bremgarten bald einen neuen Gastronomen beim Altstadteingang. Mit seiner aufgestellten Positivität werde er das Traditionshaus «Kreuz» – zuletzt das «zum Turm» – unter altem Namen mit neuem Konzept wieder zum Florieren bringen, davon ist der gebürtige Bangladesher überzeugt (vgl. Berichterstattung vom Dienstag). Neben Gastfreundlichkeit und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis soll dazu selbstredend auch die Küche ihren Beitrag leisten. Und was dort gebrutzelt wird, ist durchaus exquisit. Koreanisch wird neben dem Spittelturm nämlich künftig gekocht. Damit dies optimal vonstatten gehen kann, dafür sind allerdings vorerst noch ein paar Hürden zu bewältigen. «Wir müssen noch schauen, wie wir das mit der Gasleitung hinkriegen», verriet der künftige Wirt dem Tüfeli. Denn Kochen auf diesem Weg der schnellen Hitze sei für die koreanische Küche wichtig. Bleibt im Sinne einer florierenden Städtli-Gastronomie also zu hoffen, dass es diesbezüglich bei der Bewilligung nicht hapert.
Es ist ein Frühlingsbote, den Bremgarten exklusiv hat. Im Frühjahr wird jeweils der Fällbaum geöffnet. Vor ein paar Tagen war es wieder so weit. Auch 2026 läuteten die Pontoniere den Lenz auf diese Art und Weise ein. Und der vermeintliche Fluss-Briefkasten der PTT verrichtete zuverlässig seinen Dienst. Das Sommerhalbjahr kann kommen!
Marco Huwyler
