Zwischengeschichten zur Murianer Profifussballerin Alayah Pilgrim. Es geht um eine Hose und einen Hund. Zuerst die kuriosere Nachricht. Pilgrim, die aktuell verletzt ist und weder der Schweizer Nati noch ihrem Team AS Roma zur Verfügung steht, war vor wenigen Tagen in den Schlagzeilen. ...
Zwischengeschichten zur Murianer Profifussballerin Alayah Pilgrim. Es geht um eine Hose und einen Hund. Zuerst die kuriosere Nachricht. Pilgrim, die aktuell verletzt ist und weder der Schweizer Nati noch ihrem Team AS Roma zur Verfügung steht, war vor wenigen Tagen in den Schlagzeilen. Respektive ihre Hosen. Das Team der AS Roma versteigerte die getragenen Utensilien der Spielerinnen für einen guten Zweck. Für grosses Kopfschütteln und Empörung sorgte der Fakt, dass auf die Hosen der Fussballerinnen massiv mehr Geld geboten wurde als auf getragene Trikots. «Ekelhaft» und «kranke Welt» waren einige der Kommentare in den sozialen Medien. Pilgrims getragene Hosen brachten 565 Euro ein und waren bei jener Aktion das Kleidungsstück, das am meisten Geld einbrachte. Der anonyme Käufer stammt übrigens aus Amerika. Und die AS Roma versucht zu entschärfen: Der Club teilt mit, dass alle Kleidungsstücke gewaschen und desinfiziert werden.
Am letzten Montag kündigt Alayah Pilgrim «grosse Neuigkeiten» in den sozialen Medien an. Die Sportredaktion fragt sofort bei ihr nach. Pilgrim sagt: «Ich werde Mami.» Das kommt dann doch ziemlich überraschend, auch wenn die 22-jährige Nati-Spielerin schon länger mit ihrem Freund Elijah Okafor zusammen ist. Pilgrim entschärft aber mit dem nächsten Satz: «Hundemami.» Und stolz zeigt sie die Bilder mit dem neuen Familienmitglied «Archie» – und auch Freund Elijah Okafor freut sich mit.
Die Freiämter Eishockey-Welt wird um zwei Attraktionen ärmer. Der 40-jährige Michael Frei (10 Saisons) und der 35-jährige Christian Streuli (5 Saisons) beenden ihr Engagement in der 1. Mannschaft des HC Wohlen Freiamt. Beide wurden Papa und wollen mehr Zeit mit der Familie geniessen. Frei war Leistungsträger, Streuli brillierte mit seinen Fähigkeiten als Allrounder und auch als Matchberichteschreiber dieser Zeitung (danke dafür, lieber Christian). Beide beendeten ihre Karrieren am 1. Februar beim Auswärtsspiel gegen Herrischried. «Was gibt es Schöneres, als mit einem Sieg in der einzigartigen Atmosphäre von Herrischried aufzuhören?», meinen beide. Das war wahrlich ein besonderer Moment, um die Karriere im Amateur-Eishockey zu beenden. Denn Wohlen siegte 6:5 vor sage und schreibe 448 Zuschauern. Wie üblich war die Stimmung in der Eissporthalle im Schwarzwald bestens. Übrigens: Wie es mit Frei und Streuli weitergeht, ist noch offen. Aber die Schlittschuhe ganz an den Nagel hängen werden sie noch nicht. Ganz nach dem Motto «Sag niemals nie». Ein kleiner Wink der Sportredaktion: Durch den Abgang von Christian Streuli benötigen die Wohler Eishockeyaner einen neuen Matchberichteschreiber. Ganz nach dem Motto «Sag niemals nie» fragen wir Christian Streuli gleich wieder an, ob er diesen Job auch nächste Saison machen will, er hat ja jetzt mehr Zeit.
Stefan Sprenger