Ansteckende Begeisterung
03.02.2026 Porträt, Arbeit, WohlenMüller ist Kopf des Monats
Erst seit knapp zwei Jahren ist sie Leiterin der Bibliothek Wohlen. Und doch konnte Melanie Müller schon ganz viel erreichen. Für ihren Einsatz rund um das 50-Jahr-Jubiläum wurde sie zum Kopf des Monats Januar ...
Müller ist Kopf des Monats
Erst seit knapp zwei Jahren ist sie Leiterin der Bibliothek Wohlen. Und doch konnte Melanie Müller schon ganz viel erreichen. Für ihren Einsatz rund um das 50-Jahr-Jubiläum wurde sie zum Kopf des Monats Januar gewählt.
Melanie Müller, Leiterin der Gemeindebibliothek Wohlen, ist Kopf des Monats Januar
Die Wohler Bibliothek konnte im Januar ihren 50. Geburtstag feiern. Zusammen mit ihrem Team hat Melanie Müller für ein tolles Programm gesorgt. Ihr ist es wichtig, das Angebot immer wieder sichtbar zu machen, Dafür wurde sie zum Kopf des Monats gewählt.
Chregi Hansen
Im Januar 1976 wurden in Wohlen drei bislang unterschiedliche Bibliotheken unter einem Dach vereint: die Volksbibliothek, die Kinderlesestube und die katholische Pfarreibibliothek. Es war die Geburtsstunde der heutigen Gemeindebibliothek, die seit April 2024 von Melanie Müller geleitet wird. Zusammen mit ihrem starken Team sorgt sie dafür, dass die Bibliothek ihrer wichtigen Aufgabe nachkommt. Zudem fanden unter ihrer Leitung auch diverse Veranstaltungen statt, welche das Haus am Bankweg zu einem Ort der Begegnung machen.
Auch das 50-Jahr-Jubiläum wurde zelebriert. An zwei Tagen wurde viel geboten. Mit den Auftritten von Peach Weber und Marcel Huwyler als Höhepunkt. «Wir waren überwältigt vom grossen Echo. Es kamen mehr Leute als angemeldet, wir mussten weitere Stühle organisieren», sagte Melanie Müller kurz nach dem Jubiläums-Event. Und: «Viele kamen extra vorbei, um uns zu gratulieren. Das ganze Team durfte während den zwei Tagen viel Wertschätzung erfahren.»
Schon bestens vernetzt
Auch wenn sie seit knapp zwei Jahren die Leitung innehat, stellt sich Melanie Müller nicht gross in den Vordergrund. Das bestätigt auch Karin Renner, die seit vielen Jahren ebenfalls zum Team der Bibliothek gehört. «Melanie fällt nicht durch laute Worte auf. Sie gehört zu jener seltenen Sorte Mensch, die mit leiser Stimme Grosses bewegen», sagt sie. Müller sei zwar jung und noch keine zwei Jahre Wohler Bibliotheksleiterin – und dennoch bereits eine sehr gut vernetzte Persönlichkeit, die das Profil der Bibliothek weiter geschärft habe. «Mit ihrer engagierten, zukunftsorientierten Arbeit und ihrem mitreissenden Optimismus motiviert sie uns als Bibliotheks-Team und schafft eine Atmosphäre, in der Ideen wachsen und Zusammenarbeit Freude macht», so die Teamkollegin.
Über den Tellerrand hinausschauen
Der gelungene Jubiläumsanlass war ein Beweis dafür. «Mit ihrem feinen Gespür für passende Anlässe gelingt es ihr, Jung und Alt für die Bibliothek zu begeistern», stellt Renner fest. Zudem lässt sie sich durch die nicht optimalen Verhältnisse am Bankweg nicht entmutigen. «Melanie versteht es, das Beste aus der räumlichen Situation der Bibliothek und den verfügbaren Ressourcen herauszuholen – mit Kreativität, Pragmatismus und einem klaren Blick für das Machbare», sagt Renner.
Wichtig ist Melanie Müller aber auch die Zusammenarbeit mit anderen Freiämter Bibliotheken. Was beispielsweise zum ersten Literaturfestival «Freiamt liest» führte, welches letzten Herbst in Wohlen über die Bühne ging. Durch die gemeinsame Tätigkeit im OK des Festivals hatte Simona Steger, Leiterin der Dorfbibliothek Villmergen, viel mit ihr zu tun. «Ich kenne und schätze Melanie. Im OK ist sie die Hauptverantwortliche, hat alle Fäden in der Hand, koordiniert und agiert mit einer unglaublichen Leichtigkeit», so das Lob aus Villmergen. Steger erlebt Melanie Müller als ruhige Teamplayerin, welche jederzeit bereit ist, ihr fundiertes Fachwissen einzubringen und weiterzugeben. «Sie ist eine Macherin, sprüht vor neuen Ideen und scheut sich nicht vor Konflikten und Stolperfallen. Neues ausprobieren ist ihre Devise. Und damit hat sie – auch in Wohlen – bereits viel Positives umsetzen können», stellt Steger fest.
Bibliothek weiterentwickeln
Auch ihr Arbeitgeber ist voll des Lobes. «Für Wohlen ist Melanie Müller ein Glücksfall: jung, hoch motiviert und fachlich hervorragend ausgebildet», heisst es aus der Verwaltung. Auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen stelle sie eine hohe Qualität und eine ausgeprägt kundenorientierte Bibliotheksarbeit sicher und versteht die Bibliothek als Begegnungsraum, der sich laufend weiterentwickelt und den Bedürfnissen der Bevölkerung anpasst. «Ihre Arbeit ist geprägt von hoher Kundenorientierung und einem feinen Gespür dafür, was Leserinnen und Leser heute von einer Bibliothek erwarten. Ihre fachliche Qualifikation bildet die Grundlage dafür, dass sie neue Ideen sicher einordnen und erfolgreich umsetzen kann. Sie prägt die Bibliothek fachlich wie inhaltlich und gibt ihr eine klare Richtung», heisst es in der Mitteilung der Verwaltung.
Auch die neue Ressortvorsteherin Sonja Isler hat nur positive Worte für die Bibliotheksleiterin. «Melanie Müller war mir sofort sehr sympathisch. Ihre ehrliche Begeisterung für unsere Bibliothek ist spürbar und wirkt richtig ansteckend. Sie steht mit grossem persönlichem Engagement und ganz viel Herzblut für eine moderne, offene und lebendige Wohler Gemeindebibliothek ein», sagt sie. Die Gemeinderätin ist überzeugt, dass Melanie Müller mit neuen und zeitgemässen Formaten der Bibliothek ein frisches Profil gibt und ist ihr sehr dankbar für ihren enorm wertvollen Einsatz. «Ich freue mich auf die bevorstehende Zusammenarbeit mit ihr und ihrem ganzen Team», so Sonja Isler.
Ort der Begegnung werden
In Hinblick auf das Jubiläum hat Melanie Müller dieser Zeitung auch verraten, wie sie sich die Bibliothek der Zukunft vorstellt – als Ort der Begegnung, der den ganzen Tag geöffnet ist. Für sie ist eine Bibliothek mehr als ein Raum voller Bücher. «Für Melanie ist die Bibliothek ein Herzstück der Gemeinde, eine Plattform der Bildung und Begegnungsraum zwischen Kulturen. Melanie ist die prägende Kraft in der Weiterentwicklung der Bibliothek Wohlen», weiss auch Teamkollegin Karin Renner. Und aus Villmergen schickt Simona Steger einen Ratschlag nach Wohlen: «Melanie, bleib so innovativ und neugierig wie bisher. Du bist eine Bereicherung für die Bibliothekswelt im Aargau!»

