Unterwasserwelten kreiert
11.10.2022 BremgartenBremgarten: Schüler malen Kinderbecken an
Rund 20 Schülerinnen und Schüler der 1. bis 3.Real- und Sekundarklassen von Bremgarten verschönerten letzte Woche anlässlich einer Projektwoche den Boden und die Wände des Kinderaussenbeckens neu. Als Motto ...
Bremgarten: Schüler malen Kinderbecken an
Rund 20 Schülerinnen und Schüler der 1. bis 3.Real- und Sekundarklassen von Bremgarten verschönerten letzte Woche anlässlich einer Projektwoche den Boden und die Wände des Kinderaussenbeckens neu. Als Motto wählten sie «Wasserwelten». So entstanden zu den vier Themen Kreuzfahrt, Delfin, Frosch und Meerjungfrau verschiedene Motive. Roger Marti, Betriebsleiter des Bades, weiss, dass gerade Kleinkinder beim Baden aufmerksam auf die Figuren schauen und sie beim Namen nennen. Für Lehrer und Schüler war die Woche ein grosses Erlebnis, in der sie viel lernen und bleibende Eindrücke hinterlassen konnten. --rwi
Bleibender Eindruck
Letzte Woche bemalten Oberstufenschüler das Kinderaussenbecken neu
20 Sekundar- und Realschüler waren letzte Woche im Hallenund Freibad Isenlauf mit Farbe und Schablonen anzutreffen. Sie verschönerten das Kinderaussenbecken mit verschiedenen bunten Motiven.
Roger Wetli
«Kleinkinder lieben es, beim Planschen die gezeichneten Formen und Figuren beim Namen zu nennen», weiss Roger Marti, Betriebsleiter des Hallen- und Freibades Isenlauf. «Zum letzten Mal frisch bemalt wurde das Kinderaussenbecken wohl 2001 anlässlich der letzten Sanierung. Die Motive waren abgeblättert und nicht mehr zeitgemäss.»
Ab nächstem Mai werden sich Kleinkinder wieder an verschiedenen Zeichnungen am Beckenrand und -boden freuen, welche in der letzten Woche 20 Oberstufenschülerinnen und -schüler der 1. bis 3. Real- und Sekundarschule anlässlich einer Projektwoche aufgemalt haben. «Bei den Motiven gab ich freie Hand», gibt Roger Marti Einblick. «Die Kinder durften sich selbst verwirklichen.»
Dem kleinen Bruder zeigen
Zum Thema «Unterwasserwelten» setzten die Schüler jetzt vier Schwerpunkte um: Delfin, Meerjungfrau, Frosch und Kreuzfahrt. Entstanden sind liebevoll hingezauberte Figuren und ein riesiges Schiff. «Es ist toll, dass ich in dieser Woche so kreativ sein durfte», schwärmt Emily Sager, 2.-Sekundar-Schülerin aus Bremgarten. Und ihre Klassenkameradin Lotta Meier ergänzt: «Für längere Zeit konzentriert zu malen, war aber herausfordernd. Und man musste dabei immer mit Vorsicht vorgehen, weil die Motive ja für längere Zeit bleiben.» Ein wenig stolz auf das Geschaffte ist die 3.-Real-Schülerin Nerea Tedesco aus Arni. «Ich werde im nächsten Jahr diese Badi sicher mit meinem kleinen Bruder besuchen und ihm dann zeigen, was wir gemeinsam gemalt haben.» Der 1.-Real-Schüler Alugu Keetheswaran fand es spannend, mit welcher Technik gerade Linien gemalt werden können. «Am grossen Schiff habe ich mitgewirkt», erklärt er stolz.
Sekundarschul-Klassenlehrerin Ina Körner leitete die Projektwoche zusammen mit Sekundarschul-Klassenlehrer Patrick Annen. Sie konnte ihre Schüler mal von einer ganz anderen Seite kennenlernen. Und ihr Kollege ergänzt: «Passend zum Motivthema verlief die Motivation der Schüler in Wellen: Am Montag waren sie mit grossem Enthusiasmus dabei. Mitte der Woche kippte die Stimmung etwas und gegen Ende wurde sie wieder besser. Man sah genau, welche Schülerinnen und Schüler bereits über Ausdauer verfügen und welche eher schnell zufrieden sind.» Die beiden Lehrer liessen ihre Schützlinge am Montagmorgen zuerst Schablonen erstellen. Ab Mitte Nachmittag wurde gemalt.
Idealer Zeitpunkt
Morgens mussten die Schüler aber etwas warten, bis der Beckenboden jeweils nicht mehr zu feucht ist. «Der Zeitpunkt für diese Aktion ist gut. Aktuell haben wir noch warme Temperaturen und fast keine Blätter in den Becken», erklärt Roger Marti. «Wir werden die Aussenbecken wieder im Mai öffnen. Da der April oft noch kalt und feucht ist, wäre es dann wohl zu spät gewesen.»
Bei der Farbe setzt Marti auf Kunstharz-Seidenglanz. Dieser ist für den Körper unbedenklich und bleicht wegen des Chlors im Wasser mit der Zeit nur wenig aus. «Zuvor mussten wir den Beckenboden entfetten, entkalken und absäuern.» Die Beckenränder würden er und sein Team im Frühling neu streichen. Der Isenlauf-Betriebsleiter rechnet damit, dass die Kunstwerke der Schüler mindestens vier bis fünf Jahre halten werden. «Vielleicht aber auch länger. Wir schauen dann vorzu neu. Und es gibt auch noch ein paar Wände in der Badi, welche ebenfalls durch Schülerinnen und Schüler bemalt werden könnten.»




