Bis zum Schluss gerockt
04.10.2022 BremgartenDas Kulturzentrum Bremgarten schloss am Wochenende sein 30-Jahr-Jubiläum mit zwei Konzertabenden ab. Die Stilvielfalt der auftretenden Künstler stellte sich dabei als so bunt wie das KuZeB heraus. OK und Publikum waren begeistert. --red
Grossartiger ...
Das Kulturzentrum Bremgarten schloss am Wochenende sein 30-Jahr-Jubiläum mit zwei Konzertabenden ab. Die Stilvielfalt der auftretenden Künstler stellte sich dabei als so bunt wie das KuZeB heraus. OK und Publikum waren begeistert. --red
Grossartiger Abschluss
Jubiläumskonzerte des KuZeB an der Spielbar und im Haus
Mit einer Woche gespickt mit verschiedensten Anlässen von Konzerten über Poetry Slam bis zu Podiumsdiskussion und Schachturnier zelebrierte das Kulturzentrum Bremgarten sein Jubiläum. Mit zwei fulminanten Konzertabenden wurde die Feier beendet.
Vincenz Brunner
Für das zweite Wochenende der Jubiläumsfeier hatte man sich mit der Spielbar zusammengetan. Deren Infrastruktur wurde mit verschiedenen Bühnen und Zelten erweitert. Dazu gehörte auch eine Küche, in der die Kochgruppe «Food not Bombs Myanmar» Speisen aus ihrer Heimat anbot. Sogar selbst gebrautes Bier war im Angebot.
Zum Auftakt spielte am Freitag El Flecha Negra aus Freiburg. Südamerikanische Wurzeln und karibische Leichtigkeit zusammen mit torkelnden Chicha-Gitarren und glasklaren Trompetensätzen prägten den Sound der Band. Weiter ging es mit Jean Michel Dercourt, auf der Bühne bekannt als Gambeat. Er ist durch seine Zusammenarbeit mit der legendären Band Mano Negra und Manu Chao bekannt. Den Abschluss an der Spielbar bestritten die Haneke Twins, eine Band aus Genf. Dunkler Postrock mit eiskalten Gitarren, die durch die Songs schneiden, bildet das Grundgerüst für hypnotische und auch explosive Elemente der Band, die ihre Zuhörer in die rauchigen Untergrundk lu bs Engla nds entführen. Abgerundet wurde der Abend mit einer letzten Band, die im KuZeb spielte: Park+Riot. Sie lieferten dreckigen Stonerpunk. Danach standen die DJs Maldito Final Feliz und J.W.F. an den Plattentellern.
Alles in Butter
Der Samstag wurde an der Spielbar von Big Zis eröffnet. Die Trägerin des Schweizer Musikpreises und des Kunstpreises der Stadt Zürich überzeugte mit ihren schweizerdeutschen Texten zu rockigem Hip-Hop. Weiter ging es mit Butter, einem Punkrocktrio aus Biel. Ihre Eigenkompositionen greifen Themen aus dem Alltag auf und tönen manchmal nach Jellow Biaffra oder G.G. Allin, was zeigt, wie vielfältig Butter das Thema Punkrock umsetzt. Gleichermassen ein Genuss für Aug und Ohr waren Rimojeki, die in opulenten Kostümen auftraten. Das Duo stammt aus der Untergrundszene Tel Avivs, 2019 sind sie nach Berlin gezogen. Ihre Musik ist eine wilde Mischung von tanzbaren Beats, psychedelische Synthesizer, knackigen Gitarrenläufen und soliden Basslines.
Nach den Konzerten ging es im Ku-ZeB weiter. Für die Freunde des Techno und Goa legte das Journey to Gaia Kollektiv auf, die Punker verzogen sich derweil in die Punkkneipe. «Es ist alles aufgegangen wie geplant», freute sich Nick Koch vom OK. «Ein toller Erfolg trotz des durchzogenen Wetters. Wir haben es uns gegönnt. Die Stimmung war grossartig, es waren viele Familien mit Kindern an der Spielbar, nicht nur Punks», pf lichtete ihm Tobias Estermann, ebenfalls vom OK, bei. «Ich fand besonders schön, dass sich während der Jubiläumswoche viele Mitglieder kreativ eingebracht haben», so Nick Koch.



