Viel Action an der Hauptübung der Feuerwehr Rudolfstetten-Friedlisberg
Ein Brand in Friedlisberg war diesmal Schwerpunkt der Hauptübung. Unterstützt von der Feuerwehr Dietikon mit einer Autodrehleiter konnten alle Figuranten gerettet ...
Viel Action an der Hauptübung der Feuerwehr Rudolfstetten-Friedlisberg
Ein Brand in Friedlisberg war diesmal Schwerpunkt der Hauptübung. Unterstützt von der Feuerwehr Dietikon mit einer Autodrehleiter konnten alle Figuranten gerettet werden.
Vincenz Brunner
Ein Feuer ist im Keller eines Hauses an der Häderlistrasse ausgebrochen, verschiedene Menschen harren der Rettung, so die Ausgangslage an der Hauptübung der Feuerwehr Rudolfstetten. «Im Ernstfall ist die Feuerwehr innerhalb von zehn Minuten auf dem Platz», so Kommandant Felix Hüsser. Das könne einem im Ernstfall lange vorkommen, doch in dieser Zeit müssen die Feuerwehrleute nicht nur zum Schauplatz eilen, sondern sich auch noch umziehen. Aufkommende Panik simulierte auch einer der Figuranten. Immer wieder schrie er nach Rettung, fuchtelte wild mit den Armen und trieb die Feuerwehr zur Eile an. Doch es ging ihm nicht schnell genug: Aus Leintüchern bastelte er sich ein Seil und machte sich daran, sich abzuseilen. Vorbildlich gesichert selbstverständlich.
1000 Liter Ladung
Schliesslich konnten die Feuerwehrleute ihn erfolgreich von seinem gefährlichen Tun abhalten und die Feuerwehr Dietikon konnte den Figuranten mittels der Autodrehleiter retten. «Zur Rettung mit der Krankabine fährt man immer von oben an die zu rettende Person heran, damit diese nicht auf die Idee kommt, in den Korb zu springen», erklärt Hüsser. Nach rund einer halben Stunde waren alle Figuranten gerettet und der Brand unter Kontrolle. Übungsleiter Peter Brem zog ein positives Fazit der Übung und sah alle wichtigen Punkte erfüllt. Einsatzleiter Marius Anklin durfte zufrieden mit seinem Übungseinsatz sein. Noch spektakulärer ging es nach der Rettung weiter. Ein Löschhelikopter war zu Demonstrationszwecken angefordert worden. Um diesem zuschauen zu können, spazierten die Feuerwehrleute und ihre Zuschauer zu einer Wiese oberhalb des Dorfes. Die Anwesenden wurden Zeugen, wie der Helikopter mehrmals seinen Wasserkorb in einer dafür bereitgestellten Mulde mit Wasser füllte und verschiedene Löschtechniken demonstrierte. Einmal wurde das Wasser in grossem Bogen und mit Schwung verteilt, was der Kühlung dient, ein andermal punktgenau über einem imaginären Brandherd, um ihn zu löschen. Der Helikopter kann 1000 Liter Wasser auf einmal aufnehmen und dient zur Löschung von Gebäuden und Wäldern. Das Wasser entnimmt er aus von der lokalen Feuerwehr bereitgestellten Behältern oder aus Seen, Flüssen oder gar Swimmingpools, falls diese tief genug sind. Die Flüge müssen vom Flughafen Zürich bewilligt werden, im Ernstfall kann das bedeuten, dass ein Linienflug warten muss. Zum Abschluss gab es einen Rundflug über die Gemeinde für besonders verdiente Personen. Auch wurden verschiedene Feuerwehrleute befördert. Daniel Probst und Nicole Pfäffli zu Gefreiten, Dominic Brönnimann, Christian Leppert und Maya Spalinger zum Korporal. Neu Wachtmeister sind Pawel Müller und Roland Lüthy. Einsatzleiter Marius Anklin wurde zum Leutnant befördert und Joe Beres zum Oberleutnant.