Tempo voraus im Jubiläumsjahr
19.08.2022 MutschellenTennisclub Mutschellen feiert sein 50-jähriges Bestehen
1972 wurde der Tennisclub Mutschellen gegründet. Jetzt gab es zum Jubiläum vereinsinterne Festivitäten. Der Club ist vital und schaut lieber vor- als ...
Tennisclub Mutschellen feiert sein 50-jähriges Bestehen
1972 wurde der Tennisclub Mutschellen gegründet. Jetzt gab es zum Jubiläum vereinsinterne Festivitäten. Der Club ist vital und schaut lieber vor- als rückwärts.
Roger Wetli
Rund 30 Mitglieder hatte der damalige «Country- und Tennisclub» bei seiner Gründung 1972. Heute sind es rund 300. «Jeder ist bei uns willkommen. Egal ob Leistungs- oder Plauschsportler», betont der Präsident Frank Briedé. «Auf unseren drei Plätzen trainieren alle Generationen – und das das ganze Jahr, seit wir 2014 einen Allwetterbelag bauen konnten.»
Grosse Pläne
Trotz der grosszügigen Infrastruktur stösst der Verein mittlerweile an seine Kapazitäten. «Darum möchten wir demnächst einen vierten Tennisplatz bauen», schaut Vizepräsident Ronnie Stutz voraus. «Zudem erneuern wir das aktuelle Clubhaus, das gleich alt wie unser Verein ist.» Dieses stand ganz am Anfang der Geschichte des Clubs. «Die damaligen Mitglieder erhielten von Widen einen Baurechtsvertrag über 50 Jahre. Dieser lief jetzt aus. Wir konnten ihn um weitere 30 Jahre verlängern», so Präsident Briedé. Herausgestrichen wurde jetzt die Option, auf der Parzelle zusätzlich ein Schwimmbad und eine Sauna zu erstellen. «Tennis war in den 70er-Jahren eine Sportart der Elite. Das unterstreichen auch diese Möglichkeiten im Baurechtsvertrag», mutmasst Ronnie Stutz. «Spätestens mit den grossen Erfolgen unserer Schweizer Tennis-Asse wurde es aber ein Breitensport.»
Darauf möchte der Tennisclub Mutschellen weiterhin aufbauen. Rund ein Drittel aller Mitglieder sind Jugendliche und Kinder. «Wir feierten gemeinsam ein grandioses Fest. Und das bis in die Morgenstunden», erzählt Frank Briedé noch etwas müde. «Um die Zukunft des Vereins muss ich mir keine Sorgen machen.»
(K)ein Blick zurück
Tennisclub Mutschellen feierte sein 50-jähriges Bestehen
1972 wurde der heutige Tennisclub Mutschellen als Countryund Tennisclub gegründet. Jetzt feierten die Vereinsmitglieder dieses Jubiläum. Der heutige Präsident Frank Briedé und Vizepräsident Ronnie Stutz haben grosse Pläne.
Roger Wetli
«Wir sind definitiv ein Verein mit Zukunft», strahlt Frank Briedé, Präsident des Tennisclubs Mutschellen. «Mit rund 300 Mitgliedern sind wir stabil aufgestellt, fördern rund 100 Kinder und Jugendliche und konnten kürzlich den Baurechtsvertrag für unsere Tennisanlage um weitere 30 Jahre verlängern.» Das Jubiläum steht deshalb auch im Zeichen des Aufbruchs. So plant der Verein einen vierten Allwetter-Tennisplatz, um so die Kapazitäten weiter zu erhöhen. Zudem wird das Clubhaus nach 50 Jahren komplett ersetzt. «Es sieht zwar auf den ersten Blick noch erstaunlich intakt aus. Schaut man aber genauer hin, merkt man schnell, dass ein Ersatz nötig ist», weiss Vizepräsident Ronnie Stutz. Er ist bereits seit den 80er-Jahren mit Unterbrüchen Mitglied des Tennisclub Mutschellens und wuchs in Widen auf. Er weiss: «Zu Beginn war es ein elitärer Club, in dem die Aufnahmehürden gross waren und man sich einkaufen musste.» Der damalige «Country- und Tennisclub» entstand im Zuge eines 50-jährigen Baurechtsvertrags mit der Gemeinde Widen, worauf das heutige Clubhaus und zwei Tennisplätze in Auftrag gegeben wurden. Zwei Jahre später folgte ein dritter Platz. «Im alten Baurechtsvertrag war noch die Erlaubnis festgehalten, zusätzlich ein Freibad und eine Sauna zu bauen. Das unterstreicht den elitären Anstrich», so Briedé. «Diese beiden Punkte haben wir jetzt aus dem neuen Baurechtsvertrag gestrichen.»
Waren bei der Gründung rund 30 Personen dabei, wuchs der Verein zuerst schnell. Mitte der 90er-Jahre hatte er aber zunehmend Mühe, Mitglieder zu halten und neue zu finden. «Also öffnete sich der Club wieder. Für Familien wurde gar ein Spielplatz gebaut, der heute nicht mehr existiert», schaut Ronnie Stutz zurück. «Die Kinder toben sich nun auf dem Tennisplatz und im nahen Wald aus.» Diese Massnahmen halfen, die Mitgliederzahl bei rund 160 Personen zu stabilisieren. Ab 2008 stiegen diese dann kontinuierlich auf die heutigen 300 an. «Grund dafür waren sicher auch die Fusionen mit dem Tennisclub Junkholz Berikon und mit dem Tennisclub Zufikon», mutmasst Frank Briedé. «Der Tennissport entwickelte sich generell immer mehr zum Breitensport, was sicher auch den Grosserfolgen von Tennisweltstars wie Roger Federer, Belinda Bencic, Martina Hingis und Stan Wawrinka zu verdanken ist.»
Club für alle
Diesem Breitensport trägt der Tennisclub Mutschellen Rechnung, indem er jeden willkommen heisst. «Wir wollen hier die Freude an dieser Sportart leben. Es hat bei uns sowohl Platz für ehrgeizige Jung- und Seniorenspieler wie auch für diejenigen, welche hier einen gemütlichen Ausgleich zum Alltag finden», so Ronnie Stutz. Trotzdem seien sie ein wenig stolz darauf, dass kürzlich zwei Mannschaften eine Liga aufsteigen konnten.
Die aktuelle neue Ausrichtung hatte aber auch finanzielle Auswirkungen. «Wir werden heute nicht mehr durch einige vermögende Mitglieder am Leben erhalten, sondern beziehen zum Beispiel im Jugendsport auch öffentliche Gelder», so der Präsident. «So bleibt Tennis für jeden erschwinglich.» Die Sportler können je nach «Wetterfestigkeit» zwölf Monate im Jahr auf dem Mutschellen ihrem Sport frönen. «Der Austausch des fast 40-jährigen Belages durch eine allwettertaugliche Variante im Jahr 2014 war ein wichtiger Meilenstein für unseren Verein. Denn zuvor konnten wir, je nach Wetter, nur von Mai bis September spielen», schaut Ronnie Stutz zurück. «Der neue Belag ist aber auch viel günstiger im Unterhalt.»
Feier mit alten Präsidenten
Kürzlich feierte der Tennisclub Mutschellen sein halbes Jahrhundert mit einem internen Fest. «Wir haben einmal mehr mehrere Generationen zusammengebracht», ist der Präsident begeistert. «Jung und Alt festete gemeinsam bis in die frühen Morgenstunden.» Mit dabei waren auch die Präsidenten der letzen 25 Jahre, Peter Glaus, Fritz Pfister und Hans Albisser. Diese erzählten Erlebnisse aus ihren jeweiligen Amtsperioden, was zu vielen Lachern und auch etwas Wehmut führte. «Es war eine würdige Feier, nach der wir getrost auf die nächsten Jahre blicken können», schliesst Frank Briedé.



