Auf Rutschbahn gegen den Regen
23.08.2022 BremgartenDer Summer Splash in Hermetschwil-Staffeln begeistert trotz schlechtem Wetter
Von Freitag bis Sonntag konnten Kinder aus Hermetschwil-Staffeln und Umgebung die lange Wasserrutschbahn des Summer Splash ausprobieren. Dabei trotzten sie zusammen mit den Veranstaltern einem ...
Der Summer Splash in Hermetschwil-Staffeln begeistert trotz schlechtem Wetter
Von Freitag bis Sonntag konnten Kinder aus Hermetschwil-Staffeln und Umgebung die lange Wasserrutschbahn des Summer Splash ausprobieren. Dabei trotzten sie zusammen mit den Veranstaltern einem Wetter, welches zu wünschen übrig liess.
Dass das Wetter vergangenes Wochenende in Hermetschwil-Staffeln nicht ganz so wollte, wie sich der Veranstalter von Summer Splash das vorstellte, trübte die Freude von Kindern und Junggebliebenen über die längste Rutschbahn der Region wenig. Kleinere wie auch grössere Kinder lassen sich auch von Regen nicht aus der Fassung bringen. Das Hochrennen zum Start der Rutsche und etwas Adrenalin lassen einen das bisschen Kälte vergessen. Ein Junge will, nachdem er bereits den Nachmittag mit der Schulklasse hier verbracht hat, «nur kurz den Thek nach Hause bringen» und dann gleich bis um neun Uhr abends weiterrutschen.
So ist auch Melanie Dobler an diesem Samstagnachmittag schon früh nach dem letzten Regen mit Kollegen auf dem Platz und fasst die Stimmung gut zusammen: «Das ist doch schnuppe. Auf der Rutschbahn wird man eh nass.»
Zurück zu den Wurzeln
Weitere Besucher trudelten gegen Abend ein, angezogen durch das vielfältige kulinarische Angebot der Streetfood-Stände. Dazu legten verschiedene DJs an der Indoor-Bar auf. «Unser Ansporn ist ein Dorffest, welches jeder Generation etwas bietet», meint Mitorganisator Jwan Müller. Nach erstem Feedback haben sie auch dieses Jahr ihr Ziel erreicht. Mit seiner zweiten Durchführung ist der Summer Splash erst noch dabei, sich langfristig zu etablieren. Doch die Hermetschwiler bleiben ihm bereits treu. Neben all den Veranstaltungen in der Altstadt von Bremgarten sind die Dorfbewohner dankbar für eine Veranstaltung in Hermetschwil-Staffeln, welche ein regelmässiges Dorffest ersetzt. Für frühere Einwohner sei die Veranstaltung schon beinahe eine Klassenzusammenkunft, welche sie «zurück zu den Wurzeln» zieht, so Jwan Müller, Präsident des Organisationskomitees. --gsp
Die längste Wasserrutschbahn
Summer Splash in Hermetschwil-Staffeln – plantschen und feiern bis spät in die Nacht hinein
Am vergangenen Wochenende fand zum zweiten Mal der Summer Splash in Hermetschwil-Staffeln statt. Neben der langen Wasserrutsche feierte Jung und Alt bis spät in die Nacht hinein im Festzelt mit DJs und vielfältigem Street-Food-Angebot.
«Grundsätzlich war das Wetter nicht schlecht, einen Strich durch die Rechnung hat es uns aber doch gemacht», zieht Silas Müller, Mitglied der Event-Schmiede, dem Dachverein der Summer Splash-Organisation, Fazit. Der zweite Summer Splash in Hermetschwil-Staffeln erlebt einen holprigen Start. Das Organisationsteam sieht zum ersten Mal derartig schlechtes Wetter wie am vergangenen Freitag, dem ersten Festtag. Erst am Samstagnachmittag kommt langsam träge die Sonne hervor. Doch so schnell lässt man sich die sommerliche Feststimmung nicht nehmen: Das OK ist gewappnet mit Festzelten und Indoor-Bar. So finden ehemalige Hermetschwiler beim Street Food zu einem Plausch zusammen, während die Kinder eine taffe Kälteresistenz auf der Rutschbahn an den Tag legen.
Es steckt viel Zusatzarbeit darin, aus einer Spenglerei die Location für eine Indoor-Party zu machen. Viele Sponsoren und freiwillige Helfer stemmen den Event. «Manchmal wird unterschätzt, was es für so einen Event alles braucht. Es ist eine grosse Materialschlacht», meint Jwan Müller dazu.
Eigens für den Summer Splash wurde dieses Jahr das OK auf sieben Mitglieder aufgestockt. Dennoch waren drei Tage nötig, um die 80 Meter lange Rutschbahn aufzubauen, welche aus mehreren Elementen mit eigenem Lüfter besteht. Aus Gründen der momentanen Wasserknappheit wurde die Rutschbahn in diesem Sommer deutlich verkürzt. Dadurch kann das Wasser aus dem Auffangbecken bis an den Start zurückgepumpt werden. Durch diesen Kreislauf geht das Wasser nicht verloren. «Es kann nicht sein, dass Landwirte und Bauern aufgefordert werden, Wasser zu sparen und wir lassen es hier den Berg runterlaufen», meint Silas Müller zum Thema.
Was ist die beste Rutschtaktik?
Um fehlendes Gefälle zu ersetzen, rüsteten die Veranstalter für genügend Schwung beim Rutschen mit einem riesigen Haufen Gummiringen und Surfboards auf, welche bei den Kindern sehr gut ankamen. «Für kleinere Kinder ist es ohne Unterstützung wirklich schwierig, genügend Geschwindigkeit aufzubauen», so Jwan Müller. Tatsächlich steckt ab und zu wieder eines der Kinder beim ersten Versuch auf der Rutschbahn fest.
So setzt sich Klein und Gross schnell zum Ziel, die beste Rutschtaktik zu finden. «Festhalten und beten», meinen viele lachend, denn wenn es mit genügend Geschwindigkeit in die steile Kurve geht, muss man auf Arme und Beine ganz schön achtgeben. Für die Kinder ist das kein Hindernis, mit jedem Rutschgang noch etwas mehr Gas zu geben. «Ich habe keine blauen Flecken davongetragen. Nur Schürfwunden», meinen die Schnellsten dazu und nehmen es locker.
«Wir lassen uns nicht unterkriegen»
Auch Nachhaltigkeit ist für die stolzen Veranstalter ein wichtiger Gesichtspunkt. So verwendeten dieses Jahr alle Food-Stände kein Einweggeschirr mehr. «Es war mir wichtig, dass man hier auch auf die Umwelt schaut», kommentiert Jwan Müller die Relevanz des Themas.
Trotz des Wetters sind also auch viele Verbesserungen im Vergleich zum letzten Jahr zu vermerken. Ebenso konnte ein Problem mit der Rutschbahn behoben werden, welche dieses Jahr nun perfekt läuft. Das Motto des Organisationsteams beweist dieselbe Verbissenheit und Ausdauer, wie es die Kinder auf der Rutschbahn haben: «Wir lassen uns nicht unterkriegen», betont Jwan Müller. «Wenn dieses Jahr etwas nicht funktioniert, kommen wir nächstes Jahr einfach wieder.» --gsp



