Roger Wetli, Redaktor.
Die Angestellten von Tierkadaversammelstellen führen eine äusserst wichtige und nicht immer sehr angenehme Arbeit aus. Indem sie verstorbene Tiere entgegennehmen, kühlen und später zur Verarbeitung ...
Roger Wetli, Redaktor.
Die Angestellten von Tierkadaversammelstellen führen eine äusserst wichtige und nicht immer sehr angenehme Arbeit aus. Indem sie verstorbene Tiere entgegennehmen, kühlen und später zur Verarbeitung weitergeben, verhindern sie die Ausbreitung von Seuchen und Gestank.
Andererseits: Durch dieses fast schon heimliche und diskrete Treiben wird der Tod aus dem Alltag der Gesellschaft ausgeklammert. Dies, anstatt dass er als wichtiger Teil von Werden und Vergehen im Bewusstsein der Bevölkerung verankert bleibt. Der Tod bleibt damit etwas Unangenehmes und Negatives.
Das Beispiel Kadaversammelstelle zeigt aber auch, wie man als Gesellschaft heute mit verstorbenen Nutz-, Wild- und Haustieren umgeht: respektvoll und mit Würde. Deshalb gebührt den Verantwortlichen grosses Lob, dass sie diese Arbeit für uns erledigen. Dies im Bewusstsein, dass es angenehmere Aufgaben gibt, es aber schliesslich jemanden braucht, der diesen Job erledigt.