Einsatz für das Klima
26.04.2022 MutschellenIm Rahmen der von der Naturschutzkommission organisierten Baumpf lanzaktion setzen 203 Schülerinnen und Schüler der Primarschule Berikon 11 einheimische Bäume und Sträucher.
Pflanzen für die Zukunft
In Berikon setzen elf Schulklassen ...
Im Rahmen der von der Naturschutzkommission organisierten Baumpf lanzaktion setzen 203 Schülerinnen und Schüler der Primarschule Berikon 11 einheimische Bäume und Sträucher.
Pflanzen für die Zukunft
In Berikon setzen elf Schulklassen verschiedene einheimische Bäume und Sträucher
Die 203 Schülerinnen und Schüler der Primarschule Berikon pflanzten gestern und heute im ganzen Gemeindegebiet ihre «Klimabäume und -sträucher». Den Anfang machten die Erstklässler am Montagmorgen.
Celeste Blanc
«So, wer weiss, was wir heute für einen Baum pflanzen?», fragte Primarlehrerin Cornelia Badertscher ihre 17 Schülerinnen und Schüler der Klasse 1b, die gespannt vor dem grossen Loch beim Unterzelg 15/17 warteten. «Eine Traubenkirsche!», ist vereinzelt zu hören, während andere nochmals ihre vorbereiteten Zettelchen durchlesen. Darauf haben sie Wünsche geschrieben, die die Schülerinnen und Schüler «ihrem Klimabaum» mitgeben möchten.
Die Traubenkirsche beim Unterzelg ist der erste von insgesamt elf Bäumen und Sträuchern, die im Zuge der Baumpflanzaktion der Naturschutzkommission Berikon gesetzt werden. In den Verkehrsinseln der 30er-Zonen in den Quartieren sollen diese in den nächsten Jahren helfen, dem Klimawandel vorzubeugen. «Die Bäume sind wichtig für Menschen und Tiere. Wir brauchen sie, weil sie Sauerstoff produzieren und Schatten geben. Oder sie sind Lebensräume, beispielsweise für die Vögel, die ihre Nester bauen», begrüsst Gemeinderätin Rosmarie Groux die Klasse und die Anwesenden, darunter auch Bernhard Oester von der Naturschutzkommission. Organisiert wurde die Aktion auch von Valérie Trüb-Trachsel (Mitglied Naturschutzkommission), die bei der ersten Pflanzung nicht anwesend sein konnte.
Wünsche für die Zukunft
Mit der Baumpflanzaktion sollen in den Quartieren Berikons einheimische und ökologisch wertvolle Bäumer und Sträucher wachsen. Und für die Kinder bietet der Anlass die Möglichkeit, ihre Zukunft aktiv mitzugestalten und ihren eigenen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. «Uns war es ein Anliegen, dass die Schülerinnen und Schüler in den Klimaschutz miteinbezogen werden und sie so damit einen Bezug zur Natur erhalten», erklärt Bernhard Oester.
Nachdem die Kinder den Gärtnern Christian Rüegg und Severin Hüsser vom Naturwerk Mutschellen geholfen hatten, die Traubenkirsche in das vorbereitete Loch zu hieven, führte die Klasse von Cornelia Badertscher und Assistentin Gabriela Schmid noch ein kleines Ritual durch. Dabei lasen die Schülerinnen und Schüler ihre Wünsche vor, die sie ihrem Baum mit auf den Weg geben wollen, und legten die Zettel in das Loch. «In drei Jahren werden wir dann gemeinsam den Baum besuchen und schauen, wie er gewachsen ist und ob die Wünsche, die wir ihm heute mitgeben, in Erfüllung gegangen sind», erklärt Badertscher. Auch die anderen Klassen führen im Rahmen der Pflanzung ein kleines Ritual durch. Ob und wie die Klassen das Ritual durchführen, sei den Lehrpersonen selber überlassen, so Gemeinderätin Groux.
Viel Wasser für das Wachstum
Die Erstklässlerinnen und Erstklässler halfen tatkräftig mit, den Baum zu pflanzen. Auch der 7-jährige Valentin und die 6-jährige Ariadni haben mit der grossen Schaufel Erde in das Loch geschüttet. «Ich wünsche mir für den Baum, dass er schön gross wird und genügend Wasser bekommt», so Valentin. Auch Ariadni, die zum ersten Mal etwas selber gepflanzt hat, wünscht sich viel Wasser für den Baum. «Das braucht er, damit er gross und stark wird», weiss die Schülerin. Spass hat die Aktion auch ihrem Mitschüler Maël gemacht. Vor allem das Schaufeln war toll. «Die grosse Schaufel war nur ein bisschen schwer», meint er stolz.
Bevor es wieder zurück ins Klassenzimmer ging, sangen die 17 Schülerinnen und Schüler zum Abschluss lautstark das Lied «Oh, du goldigs Sünneli», das sie ihrem «Klimabaum» für sein künftiges Wachstum mitgaben.
Standorte in der Gemeinde
Folgende zehn Bäume werden im Rahmen der Aktion von den Primarklassen der Schule Berikon im Dorf gepflanzt: vier Vogelbeerbäume (zwei bei der Einfahrt Chöremattstrasse; zwei an der Steinhügelstrasse 47), eine Sommerlinde (Steinhügelstrasse 2), ein Weissdorn (Steinhügelstrasse 40), eine Wildbirne (Grundackerweg 79), eine Vogelkirsche (Grundackerweg 71), eine Blumenesche (Grundackerweg 79) und ein Speierling (Grundackerweg 30). --cbl



