Weltneuheit in Bremgarten
04.03.2022 Bremgarten«Stützliwösch» setzt Massstäbe in der Automobilpflege
Vor einigen Monaten wurde in Bremgarten der neuste Ableger der Wohler Erfolgsfirma «Stützliwösch eröffnet. CEO Janine Meyerstein erklärt, was die Anlage hier so besonders ...
«Stützliwösch» setzt Massstäbe in der Automobilpflege
Vor einigen Monaten wurde in Bremgarten der neuste Ableger der Wohler Erfolgsfirma «Stützliwösch eröffnet. CEO Janine Meyerstein erklärt, was die Anlage hier so besonders macht.
Marco Huwyler
Die Umfahrungsstrasse in Bremgarten West ist eine der meistbefahrenen des Kantons. «Hier ein Angebot für Automobilisten zu schaffen, macht daher Sinn», lacht Janine Meyerstein, CEO des Unternehmens Stützliwösch. Die Wohlerin fährt täglich selbst auf dieser Strecke zur Arbeit. Die Dienste ihres neusten «Babys» nimmt sie daher gerne und regelmässig selbst in Anspruch. «Bevor die Anlage eröffnet wurde, habe ich mein Auto sieben Wochen lang nicht gewaschen, um die Wirksamkeit der Systeme hier richtig testen zu können», erzählt Meyerstein. «Das tat schon ein bisschen weh, mein Auto so schmutzig zu sehen.» Umso froher war sie dann, als sie die Anlage testen konnte und feststellte, wie gut sie sich bewährte. «Mich haben danach einige gefragt ob ich ein neues Auto habe.»
Das System der Selbstbedienungsanlage wurde in enger Zusammenarbeit mit einer Firma der Region auf die Bremgarter Anlage hin komplett neu entwickelt. «Wir heben damit unsere eigenen hohen Standards nochmals auf ein höheres Level», sagt Meyerstein. Neben der Gewährleistung einer effizienten und hochwertigen Autopflege, ist es der Stützliwösch-CEO auch wichtig, dass sich die Kunden auf der Anlage möglichst wohlfühlen. «Man soll gerne hierherkommen.» Autowaschen und -pflegen soll zu einem Ereignis werden, worauf man sich freut. Darauf hat man bei der grosszügigen Architektur der neuen Waschanlage besonders geachtet. In Bremgarten soll ein neues Kapitel einer Erfolgsgeschichte geschrieben werden.
«Unser neues Flaggschiff»
Janine Meyerstein ist stolz auf die im Herbst eingeweihte «Stützliwösch» an der Wohlerstrasse
Seit 40 Jahren betreibt die Familie Meyerstein Autowaschanlagen in der Region. Die neuste «Stützliwösch» ist ein besonderer Wurf und erfreut sich bereits in den ersten Betriebsmonaten grosser Beliebtheit.
Marco Huwyler
Ganz ohne Schwierigkeiten ist er nicht über die Bühne gegangen, der Bau der f lächenmässig bisher grössten Waschanlage des Wohler Traditionsunternehmens Autop & Stützliwösch AG. «Wir hatten während der Bauphase immer wieder mit pandemiebedingten Lieferengpässen zu kämpfen», berichtet Janine Meyerstein, die dem Familienunternehmen seit 16 Jahren als CEO vorsteht. Und als das Material dann da war, wurde es eines Nachts zur Beute von dreisten Dieben. «Unsere ersten Stahlträger wurden geklaut. Mehrere Tonnen schwere. Das muss man sich mal vorstellen. Das müssen Profis gewesen sein mit der entsprechenden Ausrüstung.»
So behindert verschob sich die geplante Eröffnung der Waschanlage beim Kreisel in Bremgarten West um einige Wochen. Doch als es dann im Frühherbst endlich losging mit dem Autowaschen auf Bremgarter Boden, da startete die «Stützliwösch» so richtig durch.
«Wir sind überwältigt. Noch nirgendwo ist eine unserer Filialen dermassen gut angelaufen», lächelt Meyerstein und schaut einem Kunden zu, der gerade akribisch den Unterboden seines BMW reinigt. Schon der Eröffnungsanlass in Bremgarten sei sensationell gewesen. Zur Feier des Tages hatte das Unternehmen Gratis-Waschgänge angeboten. Dies und die Aussicht auf ein blitzblankes Auto veranlasste die Menschen dazu, in Scharen nach Bremgarten West zu strömen. «Die Leute warteten teilweise zwei Stunden. Wir mussten aufpassen, dass sich der Verkehr nicht in den Kreisel hinein staute – es war der Wahnsinn», lacht Meyerstein. Seither sind die Selbstbedienungs-Waschboxen und Portal-Waschanlagen – wenn es nicht regnet – hervorragend frequentiert. In noch nicht einmal einem halben Jahr wurden beim Standort in Bremgarten über 10 000 Autos gereinigt.
Teil eines Lifestyles
Mit der neuen Anlage hat «Stützliwösch» offensichtlich einmal mehr den Nerv der Autobesitzer getroffen. Der Waschbereich ist vielfältig, modern und doch funktional. Die luftige, grosszügige Architektur, der Kundengang mit Kaffeeautomat und Schuhputzmaschine und eine Mini-Scooter-Bahn für Kinder laden zum Verweilen während und nach der Wagenpflege ein. «Autowaschen ist für viele Menschen heutzutage ein Teil ihres Lifestyles», erklärt Meyerstein das Konzept. Dies sei eine Entwicklung der letzten Jahrzehnte. «Früher war Autowaschen ein notwendiges Übel. Wie ein Zahnarztbesuch etwa», lacht sie. Heute dagegen sei die Pflege des eigenen Autos etwas, dem sich viele Menschen mit Liebe und Hingabe widmen würden. «Solche wandelnden Bedürfnisse einer Gesellschaft muss man als Unternehmen spüren und entsprechende Angebote schaffen.»
Autop & Stützliwösch ist seit der Gründung gut in derlei Dingen. 1982 haben Janines Eltern – Beat und Ellen Meyerstein – in Villmergen die erste Waschstation der Schweiz gegründet, die nicht an eine Tankstelle gekoppelt bzw. deren «Beigemüse» war. Sie erkannten das Potenzial, das im Gebiet der Automobilpflege brachlag – und den Wert eines eingängigen Namens. «Stützliwösch» sollte unkompliziertes, für alle jederzeit finanziell erschwingliches Autowaschen assoziieren. Ein voller Erfolg: Der Name hat sich in den vergangenen 40 Jahren zu einem wertvollen Label gemausert, das weit über die Region hinweg Wiedererkennungswert besitzt.
Das Auto als Statussymbol und lieb gewonnenes Alltagsobjekt vieler Menschen auf höchstem Niveau zu pflegen und zu schützen, war von Beginn an die Firmenphilosophie und ist es bis heute geblieben. «Deshalb haben wir auch nicht 30 Filialen in der Schweiz, sondern 9», begründet Meyerstein. «Qualität und Innovation ist uns wichtiger als Quantität.» So ist auch der Bremgarter Ableger der Autopf lege-Pioniere wieder eine «Weltneuheit», wie es Meyerstein voller Überschwang ausdrückt. Die Selbstbedienungswaschanlage wurde in enger Zusammenarbeit mit der Wohler Firma KSU A-Technik entwickelt. Mit vier verschiedenen Geräten und Mischungen soll das Auto in diversen Waschgängen zu optimaler Sauberkeit und Glanz gelangen. Das Bedienterminal leitet die Kunden mit verschiedenen Farben durch die einzelnen Schritte. Bezahlt werden kann unkompliziert mit Kreditkarte – aber auch ganz traditionell – dem Namen und Logo des Unternehmens entsprechend – mit Münz. «Wir wollen keinen vergraulen», sagt Meyerstein lächelnd.
Bedenken zerstreut
Bremgarten als Standort war der 45-Jährigen auch ein wenig ein persönliches Bedürfnis. «Ich fahre hier jeden Tag durch auf meinem Arbeitsweg von Wohlen nach Zürich. Dabei habe ich schon sehr oft gedacht, wie praktisch hier doch eine Anlage wäre», lacht sie. Ein Wunsch, den sich Meyerstein schliesslich tatsächlich erfüllte. Auf ihre Initiative hin wurde man tätig, als sich beim Doppelkreisel am Bremgarter Ortseingang die Möglichkeit bot. Bedenken innerhalb des Unternehmens zum Trotz – die Bremgarter Anlage ist die erste und einzige, die nicht direkt an der Strasse liegt – wurden weder Kosten noch Mühen gescheut. «Die Anlage sollte unser neues Flaggschiff werden, im Bereich der Autopflege alles bieten und neue Standards setzen», sagt Meyerstein über die hohen Ansprüche.
Unverhoffte Kundenstämme
Der Erfolg gibt der CEO nun recht und beweist ihr, dass der Entscheid goldrichtig war. Die Bremgarter Anlage zieht sogar Kundengruppen an, an die man ursprünglich gar nicht gedacht hatte. Viele Garagisten etwa, die wegen der Möglichkeit von Motorund Chassisreinigung (dafür braucht man aufgrund des anfallenden Schmutzes eine spezielle Wasseraufbereitung) den Autos nach ihrem Service bei «Stützliwösch» den letzten Schliff verleihen. Oder LKW-Fahrer, die wegen der grosszügig und hoch gebauten Waschplätze ihre Lastwagen pflegen können.
Am meisten Freude jedoch hat Meyerstein daran, dass ihr «Bremgarter Baby» mittlerweile so etwas wie ein kleiner Social-Media-Star geworden ist. «Viele Autoliebhaber treffen sich hier zum gemeinsamen Autowaschen und Fachsimpeln.» Zahlreiche Instagram-Storys mit der Bremgarter «Stützliwösch»-Anlage als Kulisse sind so bereits entstanden. «Neulich bin ich auf ein Bild von einem Mann mit Auto in unserer Anlage gestossen. Die Unterschrift lautete: ‹The best place to be in Switzerland›», erzählt Meyerstein mit leuchtenden Augen. «Wenn ich so etwas lesen darf, lacht mein Herz und ich bin richtig stolz darauf, was wir hier geschaffen haben.»




