Einsprache gegen Antenne
15.03.2022 Region BremgartenBis Ablauf der Frist ist bei der Gemeinde eine Beschwerde eingegangen
In Künten gibt es bis heute keine Natelantenne. Der Gemeinderat möchte dies ändern und unterstützt die Pläne der Sunrise UPC GmbH, welche im «Forchhölzli» für ...
Bis Ablauf der Frist ist bei der Gemeinde eine Beschwerde eingegangen
In Künten gibt es bis heute keine Natelantenne. Der Gemeinderat möchte dies ändern und unterstützt die Pläne der Sunrise UPC GmbH, welche im «Forchhölzli» für sich und die anderen Mobilfunkanbieter einen Sendemast aufstellen will. Dagegen regt sich Widerstand. Doch Vizeammann Yves Moser gibt sich weiterhin zuversichtlich.
Marco Huwyler
Der Handyempfang in Künten ist vielerorts schlecht. Das Dorf besitzt bis heute keine eigene Mobilfunkantenne. Pläne diesbezüglich sind in der Vergangenheit gescheitert. Das neuste Projekt stimmte die Beteiligten jedoch zuversichtlich.
Jahrelang hat der Gemeinderat in Zusammenarbeit mit den Mobilfunkanbietern nach Lösungen gesucht, welche für die Bevölkerung akzeptabel sind und möglichst keine negativen Einschränkungen für die Bewohnerinnen und Bewohner Küntens mit sich bringen. Hinter dem stillgelegten Pumpwerk «Forchhölzli» wurde man schliesslich fündig. Der Standort etwas nördlich von Künten liegt abgelegen und ohne direkte Anwohner. Das nächste Wohnhaus ist mindestens 500 Meter entfernt. Trotzdem wären die Künter mit der neuen Antenne in Zukunft sehr gut abgedeckt. Auch Nachbardörfer würden teilweise profitieren. «Es wäre wirklich eine langfristige Lösung und eine Win-win-Situation», sagt der zuständige Gemeinderat Yves Moser.
Langfristige Auswirkungen?
Nach einer langen Planungs- und Sondierungsphase lag das vom Kanton bewilligte Baugesuch im Februar öffentlich auf. Innert der einen Monat laufenden Frist ist bei der Gemeinde eine Einsprache eingegangen, wie Moser bestätigt. «Es handelt sich hierbei um eine Privatpartei», berichtet der Vizeammann. Der Betreffende hege vor allem Sorgen hinsichtlich der langfristigen (gesundheitlichen) Auswirkungen, die eine solche Antenne auf die Einwohnerinnen und Einwohner haben könnte. Nun liege es am Bauherrn, diese Bedenken ernst zu nehmen und möglichst zu zerstreuen. «Die Sunrise GmbH bereitet eine Stellungnahme zur Einsprache vor, in der sie auf die geäusserten Bedenken des Rekurrenten eingeht.»
Gemäss Moser hofft man so, dessen Zweifel bereits in einem ersten Schritt aus dem Weg zu räumen. Falls dies nicht gelänge, komme es je nach Kompromissbereitschaft beider Parteien zu einer Einwendungsverhandlung. So hofft man, sich zu einigen, bevor der Rechtsweg beschritten werden müsste.
Zuversicht bleibt
«Auf die Planung hat die Einsprache vorerst keinen Einfluss», sagt Moser. Man hoffe nach wie vor, dass die Baubewilligung zügig erteilt und das Projekt danach innerhalb der nächsten zwei Jahre umgesetzt werden könne. «Ich bin nach wie vor optimistisch, dass die Antenne kommt», sagt der Vizeammann. Man habe frühzeitig auf Kommunikation gesetzt und sich immer transparent gegenüber der Bevölkerung verhalten. «Das zeigt jetzt Auswirkungen. Im Vergleich zum letzten Projekt von vor zehn Jahren haben wir dieses Mal nicht mit einem breiten Widerstand zu kämpfen.»
Moser ist zuversichtlich, dass man sich mit der Einzelpartei in den kommenden Wochen einvernehmlich einigen kann. «Denn schlussendlich sind Mobilfunkantennen heutzutage Teil einer funktionierenden Infrastruktur.»
Ähnlich wie beim Strassenunterhalt oder bei der Wasserversorgung habe die Gemeinde zu gewährleisten, dass auch der Handyempfang funktioniere. «Wir werden dies hinbekommen und einen grossen technologischen Schritt für Künten in Richtung Zukunft machen.»

