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17.09.2021 Region BremgartenGemeinderatswahlen in Künten: Drei bisherige und drei neue Kandidaten bewerben sich für die fünf Sitze
Der Gemeinderat in Künten wird die kommende Legislatur unabhängig vom Wahlausgang in stark veränderter Besetzung in Angriff nehmen. Der ...
Gemeinderatswahlen in Künten: Drei bisherige und drei neue Kandidaten bewerben sich für die fünf Sitze
Der Gemeinderat in Künten wird die kommende Legislatur unabhängig vom Wahlausgang in stark veränderter Besetzung in Angriff nehmen. Der Wahltag bringt mindestens zwei neue Gemeinderäte und einen neuen Gemeindeammann.
Die beiden langjährigen Künter Gemeinderatsmitglieder Maria Schneller und Werner Fischer (beide parteilos) haben sich bereits im vergangenen Frühjahr entschieden, für die nächste Amtsperiode nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Letzterer hinterlässt zudem eine Vakanz als abtretender Gemeindeammann. Damit stehen in Künten am 26. September Wahlen an, die für viel Veränderung und Erneuerung im Gremium sorgen werden. Drei Bisherige und drei Neue treten für fünf Sitze an. Die Kandidierenden erklären, warum man sie wählen sollte und was sie in den kommenden Jahren für Künten erreichen wollen.
Daniel Schüepp: Ammann in spe
SVP-Gemeinderat Daniel Schüepp ist seit Ende 2019 im Amt. Nach zwei Jahren Erfahrung im Gemeinderat sieht er die Zeit gekommen, noch mehr Verantwortung zu übernehmen, und kandidiert daher als Einziger für die Nachfolge von Fischer als Gemeindeammann. Der 57-jährige Treuhandexperte betont, dass ihm die Arbeit im Gremium viel Spass bereite und er sich wohlfühle in Künten.
Deshalb sei es ihm auch wichtig, die Anliegen seiner Einwohner zu vertreten. Schüepp sagt, er werde sich, falls er gewählt werde, in den kommenden Jahren als Ammann für die Gemeinde einsetzen, wo immer er könne, und im Gremium aktiv und präsent die «richtigen Prioritäten setzen für unsere gemeinsamen Ziele». Ausserdem werde er auf die Sorgen und Wünsche der Einwohner hören, so der Ammann-Kandidat.
Yves Moser: der Dienstälteste
Yves Moser wurde 2016 in den Gemeinderat gewählt. Damit ist er bereits der «alte Hase» im Gremium. Der Kantonspolizist steht daher auch für Kontinuität und Routine in einem Gemeinderat, der in den letzten Jahren viele Veränderungen erfuhr und der nun wieder durcheinandergewirbelt wird. Der 44-Jährige zeichnet sich durch «Freude an der lokalen Sachpolitik und meine lösungsorientierte Arbeitsweise» aus, wie er zu Protokoll gibt. Es gebe viel zu tun in Zukunft – Digitalisierung, Nutzungsplanung und spannende Projekte – da packe er gerne weiterhin für Künten an.
Ein konkretes Ziel für die nächste Amtsperiode verfolgt der Parteilose nicht, «eher folge ich einem Kurs», sagt er. Ihm sei wichtig, dass er jeweils mit Stolz und Freude auf Erreichtes und Geleistetes zurückblicken dürfe. Gemeinsam mit der Bevölkerung, der Verwaltung und dem Gemeinderat will Moser Künten als Vizeammann auch künftig voranbringen und weiterentwickeln und dazu beitragen, den angesprochenen Kurs zu halten.
Seraina van Baar: empathisch und pflichtbewusst
Die parteilose Seraina van Baar kann im Frühjahr auf zwei Jahre als Gemeinderätin zurückblicken. Sie wurde Anfang 2020 ins Gremium gewählt. Dort möchte sie auch künftig bleiben, «weil ich die Arbeit wirklich gerne mache». Ihr liegen das Dorf und seine Bewohner am Herzen. Die 40-jährige Mutter bezeichnet sich selbst als «junge, engagierte und kommunikationsfreudige Frau», die aus ihrem Beruf als Pflegefachfrau einer Psychiatrie Empathie, Sachlichkeit, Pflichtbewusstsein und Abgrenzung mitbringe. Diese Eigenschaften würden ihr auch in der Lokalpolitik helfen.
Falls sie in ihrer Funktion als Zuständige für Bildung, Kultur und Sport bestätigt wird, würde sich van Baar auch in den kommenden vier Jahren «mit Elan und Freude für die Bildung einsetzen» und die neuen Führungsstrukturen in der Primarschule und im Schulverband umsetzen. Auch die Integration der Vereine in das Dorfleben bliebe ihr ein wichtiges Anliegen.
Seraina Siragna-Kalchofner: nachhaltige Weiterentwicklung
Mit van Baars Namensvetterin Seraina Siragna-Kalchofner kandidiert in Künten noch eine zweite junge, parteilose Frau. Die erst 29-Jährige wurde vom aktuellen Gemeinderat angefragt, ob sie sich das Amt vorstellen könnte. Dieses Vertrauen in ihre Fähigkeiten hat sie sehr gefreut. Siragna-Kalchofner ist in Künten aufgewachsen und daher «von klein auf mit dem Dorf eng verbunden». Sie engagiert sich seit Jahren verschiedentlich für die Gemeinde – beispielsweise bei der Dorfjugend. Nun sieht sie die Gelegenheit gekommen, sich auch auf politischer Ebene einzusetzen und «zu einer nachhaltigen und zukunftsgerichteten Weiterentwicklung des Dorfes beizutragen».
Wenn Siragna-Kalchofner gewählt wird, möchte sie sich für «ein aufgestelltes und familienfreundliches Künten» einsetzen. Das Dorf sei von einem starken, generationenübergreifenden Zusammenhalt geprägt. Als Gemeinderätin sähe die Kommunikationsexpertin ihre Aufgabe darin, diesen Zusammenhalt weiter zu fördern und das Dorf zu stärken. Zudem wolle sie immer für alle ein offenes Ohr haben, die Künten ihre Heimat nennen dürfen.
Roland Keusch: eine attraktive Gemeinde
Roland Keusch wohnt seit 14 Jahren in Künten und bezeichnet das Dorf mittlerweile als seine Heimat. Deshalb fühlt sich der Vater von drei Kindern mittlerweile bereit, politische Aufgaben für die Gemeinde zu übernehmen. Der Aussendienstmitarbeiter will «motiviert und voller Enthusiasmus mein in 32 Jahren angeeignetes Fachwissen im Bauwesen» in den Gemeinderat einbringen.
Der SVP-Kandidat möchte im Fall, dass er gewählt wird, das Gremium dabei unterstützen, Künten für die Einwohner, Familien und Gewerbe attraktiv zu halten. Wenn es die Möglichkeiten zulassen, auch gerne noch attraktiver als ohnehin schon. Die Interessen und Anliegen der Einwohner Küntens seien ihm sehr wichtig, sagt Keusch. Als Gemeinderat würde der 48-Jährige deshalb deren Ziele und Wünsche zu seinen persönlichen Zielen machen.
Jens Malek: keine Schlafstätte werden
Wer in der Region ab und zu mit dem ÖV unterwegs ist, der ist Jens Malek bestimmt schon mal begegnet. Der 56-Jährige ist nämlich Postauto-Chauffeur und hauptsächlich auf den Linien 322 und 332 unterwegs. Malek bewirbt sich zum zweiten Mal als Gemeinderat, weil er «Herausforderungen liebe und Künten meiner Frau und mir ans Herz gewachsen ist». Er möchte sich dafür einsetzen, dass «Künten nicht zu einer Durchgangs- und Schlafstätte verkümmert». Als Parteiloser könne er sich und seine Erfahrung in die Weiterentwicklung der Gemeinde einbringen. «Ich bringe unter anderem Sozialkompetenz und Weitblick mit.»
In den kommenden Jahren möchte er die Bedeutung der Vereine Küntens stärken und pflegen, weil er überzeugt sei, dass die Vereine einen wesentlichen Beitrag zum Gemeindewohl leisten. Ebenfalls sei eine moderne Infrastruktur für die Entwicklung und Beibehaltung des Wohlstands nötig. --huy






