Stadtratswahl
03.09.2021 BremgartenDer Wahlkampf in Bremgarten geht in seine entscheidende Phase. In einem ersten Teil der Stadtratswahl-Vorschau erklären die fünf Bisherigen und die zwei Herausforderer, weshalb die Bevölkerung ihre jeweiligen Namen auf den Stimmzettel schreiben sollten. --huy
Der Wahlkampf in Bremgarten geht in seine entscheidende Phase. In einem ersten Teil der Stadtratswahl-Vorschau erklären die fünf Bisherigen und die zwei Herausforderer, weshalb die Bevölkerung ihre jeweiligen Namen auf den Stimmzettel schreiben sollten. --huy
Viel Herzblut für Bremgarten
Stadtratswahlen (1. Teil): Die sieben Kandidaten erklären, weshalb man sie wählen sollte
wählt am 26. September seine Exekutivmitglieder für die nächsten vier Jahre. Sieben Personen kandidieren für die fünf Plätze in der Stadtregierung.
Es ist gar noch nicht allzu lange her, dass die Bremgarter Bevölkerung zum letzten Mal an die Urne gebeten wurde. Erst am 13. Juni wurde Claudia Bamert als Nachfolgerin von Monika Briner in den Stadtrat gewählt. Nun steht sie bereits wieder im Wahlkampf und muss ihr Amt bei den Gesamterneuerungswahlen gegen zwei Herausforderer verteidigen. Genauso wie die anderen vier bisherigen Stadträte.
In diesen Tagen werden die Wahlunterlagen verschickt und landen demnächst in den Bremgarter Briefkästen. Anlass genug, die Profi le der Kandidierenden nochmals zu beleuchten und ihnen allen die entscheidende Frage zu stellen. Weshalb sollte man am 26. September eigentlich ihren Namen auf den Wahlzettel schreiben?
Raymond Tellenbach: Bürgernah und liberal
Raymond Tellenbach (FDP) hat schon viele Wahlkämpfe mitgemacht in seiner Politkarriere. Der FDP-Politiker sitzt seit 2007 im Stadtrat und amtiert seit 2010 als Ammann. Doch von Amtsmüdigkeit ist beim 66-Jährigen noch nichts zu spüren. Er sieht sich gut gerüstet für eine weitere Amtsperiode und könne und wolle auch künftig die nötige Zeit für das anspruchsvolle Ammann-Amt aufbringen. Im Stadtrat will Tellenbach weiterhin seine «bürgernahe, liberale Linie» vertreten. Unter ihm werde Bremgarten ein begehrter Arbeitsund Wohnort bleiben mit einer attraktiven Schule und positiven Perspektiven. «Lebendig, sicher und vielfältig für Jung und Alt.»
Doris Stöckli: Menschenfreundin
Seine Vertreterin Doris Stöckli (parteilos) bringt fast ebenso viel Erfahrung mit. Seit der Fusion mit Hermetschwil-Staffeln 2014 sitzt die 63-Jährige als Frau Vize-Ammann in der Stadtregierung. Dasselbe Amt hatte sie zuvor bereits in Hermetschwil-Staffeln inne. Den jungen Bremgarter Ortsteil will sie auch in der neuen Legislatur «mit Begeisterung und Herzblut» vertreten – genauso aber auch den Rest der Stadt. Sie setze sich für das Wohl aller Bremgarterinnen und Bremgarter gleichermassen ein und möge die Menschen hier schlicht und einfach sehr.
Daniel Sommerhalder: Gefestigt und mit Leidenschaft
Daniel Sommerhalder (SP) nimmt nun seit sieben Jahren Einsitz in der Bremgarter Regierung. «Dabei habe ich sehr viele Erfahrungen sammeln dürfen und mir Fachwissen angeeignet, das ich weiterhin nutzen möchte», sagt der 42-Jährige. Er wisse, was es heisse, dieses anspruchsvolle Amt auszuüben – auch zeitlich. «Da ich berufl ich und familiär gefestigt und entsprechend organisiert bin, kann ich mir das jedoch leisten», sagt der Familienvater, der neben dem Stadtratsamt noch für das regionale Pflegezentrum Baden arbeitet. Bremgarten liege ihm am Herzen und dafür engagiere er sich mit Leidenschaft – das zeige auch sein Leistungsausweis.
Theo Rau: Der Brückenbauer
Auch Theo Rau (CVP) möchte sich weiterhin für ein attraktives Bremgarten einsetzen, in dem man gerne arbeitet, wohnt und lebt. Der CVP-Stadtrat ist seit Anfang 2016 im Amt und würde dies gerne weitere vier Jahre lang bleiben. Als ehemaliger Banker und Mitglied der Finanzkommission kenne er sich mit Finanzthemen und Rechnungswesen bestens aus. «Ich weiss, dass mit Steuergeld sorgsam umzugehen ist», sagt der 65-Jährige. Er sei zudem ein Brückenbauer, der vorausschauende Politik für die Zukunft betreibe. «Ich opfere langfristige Erfolge nicht kurzfristiger Popularität», so Rau.
Claudia Bamert: Die Bildungsexpertin
Claudia Bamert (Läbigs Bremgarte) hatte noch kaum Zeit, sich in ihr Amt richtig einzuarbeiten. Und doch ist die 46-jährige Ortsbürgerin mit den Themen ihres Departements bereits bestens vertraut und vernetzt. Als langjähriges Schulpflegemitglied und Klassenassistentin bekundete sie bei der Übernahme des Bildungsressorts keinerlei Startschwierigkeiten. Die Mutter eines 19-jährigen Sohnes ist «bereit und motiviert», ihre persönlichen Fähigkeiten und Kompetenzen auch weiterhin für die Stadt einzusetzen, in der sie seit Geburt lebt und die ihr «vertraut und sehr wichtig» ist.
Sandro Schmid: Veränderung für Bremgarten
Sandro Schmid (GLP) hatte schon im Frühling versucht, für die Grünliberalen einen Stadtratssitz zu erobern. Damals war er Bamert deutlich unterlegen, heute sieht er grössere Chancen. «Weil Bremgarten dringend Veränderung braucht und mein Name dafür steht.» Der 34-jährige Berufsoffi zier sieht sich als Teil einer neuen, jungen Generation, deren Anliegen er vertreten möchte. Und doch bringe er dank seinem Beruf auch die nötige Führungserfahrung mit. Er arbeite ziel- und lösungsorientiert und werde «mit Mut, Hingabe, Struktur und Offenheit» den dringend benötigten neuen Wind in den Stadtrat bringen.
Claudio Müller: Eine bürgerliche Stimme
Auch der zweite Herausforderer Claudio Müller (SVP) proo liert sich als frisch, jung und unverbraucht. Der 37-jährige zweifache Familienvater will den Stadtrat bürgerlicher machen und «auch unpopuläre Anliegen klar vertreten und Änderungen konkret angehen». Müller präsidiert die SVP Bremgarten seit drei Jahren. Nun sieht er sich dazu bereit, Regierungsverantwortung zu übernehmen und «einer der stärksten Parteien eine Stimme im Stadtrat zu geben». Hauptberufl ich ist Müller Projektleiter im Schaltanlagenbau und ist dort für die Lehrlinge verantwortlich.
So geht es weiter
In der kommenden Woche äussern sich die Kandidatinnen und Kandidaten in dieser Zeitung noch zu folgenden wichtigen Themen: 1. Ihre persönlichen Ziele in der kommenden Amtsperiode im Fall einer Wahl. 2. Ihren eigenen Standpunkt zum Thema Steuererhöhung. 3. Die ihrer Meinung nach wichtigsten Eckpunkte in der Bau- und Nutzungsordnungs-Totalrevision. --huy







