Mit Engagement und Leidenschaft
24.09.2021 MutschellenGemeinderatswahlen in Oberwil-Lieli: Drei Bisherige und vier neue Kandidaten bewerben sich für die fünf Sitze
Der Gemeinderat in Oberwil-Lieli wird in der nächsten Legislatur mindestens zwei neue Gesichter erhalten. Auch das Amt des Vize-Ammanns wird neu ...
Gemeinderatswahlen in Oberwil-Lieli: Drei Bisherige und vier neue Kandidaten bewerben sich für die fünf Sitze
Der Gemeinderat in Oberwil-Lieli wird in der nächsten Legislatur mindestens zwei neue Gesichter erhalten. Auch das Amt des Vize-Ammanns wird neu vergeben.
Oberwil-Lieli steht vor Veränderungen. Mit Sven Saladin und Christoph Emmenegger verzichten zwei langjährige Gemeinderäte auf eine erneute Kandidatur. Und die beiden Sitze sind begehrt. Gleich vier Neue treten an und bieten damit der Bevölkerung eine echte Auswahl. Die Kandidatinnen und Kandidaten erklären, weshalb man sie am Sonntag wählen sollte und was sie in den kommenden Jahren für Oberwil-Lieli erreichen möchten.
Die Bisherigen: Weiterhin gemeinsam
Mit Gemeindeammann Ilias Läber (47), Stefan Strebel (46) und Gabriela Bader (50) stellen sich drei Bisherige nochmals zur Wahl. Letztere möchte zudem das Amt des Vizeammanns übernehmen, das mit dem Nichtwiederantritt von Christoph Emmenegger vakant geworden ist. Die drei parteilosen Politiker möchten gerne gemeinsam weiterregieren und sprechen deshalb mit einer Stimme. «Wir sind ein gut eingespieltes, effizientes Team und erledigen unsere Aufgaben für die Gemeinde mit Engagement und Leidenschaft», lassen sie verlauten. Mit ihrer Wiederwahl würden «Kontinuität und Weiterführung der Erfolgsstrategie» garantiert. Ilias Läber ist seit 2014 im Gemeinderat von Oberwil-Lieli und wurde 2018 Gemeindeammann. Im selben Jahr wurden auch Bader und Strebel gewählt. Sie finden unisono, in den vergangenen gemeinsamen vier Jahren habe man viel erreicht, und stellen sich selbst ein gutes Zeugnis aus.
So habe man beispielsweise die Revision der Bau- und Nutzungsordnung erfolgreich abgeschlossen, den Bau von zwei Mehrfamilienhäusern in Gemeindebesitz im Unterdorf aufgegleist, die Primarschule reorganisiert, die Institutionen, Verwaltung und Schulen, gut durch die Coronazeit geführt und den neuen Umständen angepasst. Trotz alledem habe man die Finanzen aufgrund der guten Ausgabendisziplin stets im Griff gehabt.
Falls die drei Bisherigen wiedergewählt werden, möchten sie bereits aufgegleiste Projekte fortführen und Angedachtes anpacken. Konkret nennen sie dabei die Finalisierung und Vermietung der Mehrfamilienhäuser im Unterdorf, den Verkauf der neuen Einfamilienhaus-Parzellen im Gebiet Juchächer, die Erweiterung der bestehenden Turnhalle von Einfach- auf Dreifachturnhalle, eine weitere Senkung der Steuerbelastung und das Sicherstellen der Ausgabendisziplin.
Rita Brem-Ingold: Kopf, Herz und Hand
Rita Brem-Ingold (die Mitte) wurde vergangenes Jahr bereits in den Aargauer Grossrat gewählt. Nun möchte sie auch in den Gemeinderat einziehen und beide Ämter parallel ausüben. Dabei will sie «Synergien von Gemeinde und Kanton» nutzen. Die 60-Jährige bezeichnet sich selbst als bürgerlich und ausgewogen. Sie arbeite gezielt und lösungsorientiert. Gerne würde sie sich künftig «mit Begeisterung und einer Prise Humor» für Oberwil-Lieli einsetzen. «Denn hier lebe ich und hier bin ich aufgewachsen.» Die Obstbäuerin möchte der Bevölkerung zuhören und ihren Anliegen entsprechend handeln «mit Kopf, Herz und Hand».
Als Gemeinderätin würde sich Brem-Ingold für ein vielfältiges Dorf einsetzen und die Beziehungen zu KMU und Landwirtschaft pflegen. Gelder sollen gezielt und vernünftig eingesetzt werden. Sie wolle sowohl mit den anderen Gemeinderäten als auch mit den Kommissionen gut zusammenarbeiten und damit Vertrauen schaffen. «Ich würde mich in mein Ressort hineinknien und beide Ortsteile sachlich und überlegt vertreten.»
Dominik Widmann: Für die schöne Natur
Der Unternehmer Dominik Widmann wohnt seit 2003 in Oberwil-Lieli. Er sieht sich als Teamplayer. Als solcher würde er gemeinsam mit den anderen Gemeinderäten gerne «die Erfolgsgeschichte des Dorfes weiterschreiben» und sich «für ein weiterhin lebenswertes Wohnen, ein gutes Zusammenleben und eine super Infrastruktur» einsetzen. Zudem will der zweifache Familienvater für weiterhin solide Gemeinde-Finanzen sorgen. Ausserdem liegen dem 52-Jährigen die schöne Natur «und der ländliche Charakter unserer Gemeinde» am Herzen, die er bewahren möchte.
Falls er gewählt würde, möchte sich Widmann schnell «im neuen Team integrieren». Aufgrund seiner beruflichen Erfahrung und als Mitglied der Baukommission sieht sich der Parteilose dazu prädestiniert, das Ressort Bau, Verkehr, Volkswirtschaft zu übernehmen. Wenn ihm dieses anvertraut würde, dann würde er in den kommenden Jahren gerne die Umsetzung der neuen Bauund Nutzungsordnung vorantreiben.
Marlies Bütler: Mit der nötigen Zeit
Marlies Bütler ist Mitglied der Finanzkommission in Oberwil-Lieli. Dank diesem Amt habe sie «bereits wichtige Einblicke in die Tätigkeit der Gemeinde» erhalten und würde sich daher gut in der neuen Aufgabe zurechtfinden. In der Finanzkommission habe sie auch «wertvolle Erfahrung mit Finanzen und Führung» sammeln können. Ein weiteres Plus sieht Bütler darin, dass sie «problemlos die nötige Zeit zur Verfügung stellen kann», da sie kein weiteres politisches Amt ausübe.
Konkrete Ziele für eine allfällige Amtsperiode möchte die SVP-Politikerin noch keine nennen, weil sich diese «der Gemeinderat jeweils zu Beginn der Legislatur gemeinsam» setzen müsse. «Diesem Entscheid möchte ich nicht vorgreifen», sagt die 38-Jährige. Als Gemeinderätin würde sie sich für den Erhalt der gesunden Finanzen, einen haushälterischen Umgang mit Steuergeldern und eine grösstmögliche Dienstleistungsbereitschaft «für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger» einsetzen.
René Bätscher: Gegen sture Haltungen
Der parteilose René Bätscher verspricht den Einwohnerinnen und Einwohnern Oberwil-Lielis «sachliche, weitsichtige und solidarische Entscheidungen für unsere Gemeinde», falls er gewählt wird. Seine Werte seien liberal bürgerlich. Dennoch stehe er zur Energiewende und setze sich dafür ein, dass die Menschen genügend verdienen und «dass Familien davon leben können». Wer seinen Teil zur Gemeinschaft beitrage, solle deshalb Anrecht auf soziale Unterstützung haben, falls er sie benötige. «Stu re L i n ksoder Rechts-Haltungen» lehnt Bätscher ab. «Bei den aktuellen und dringlichen Themen» seien diese kontraproduktiv und nicht lösungsorientiert.
Wenn er gewählt werde, würde der 49-Jährige den eingeschlagenen Weg des aktuellen Gemeinderats weiterhin unterstützen. Dabei nennt er exemplarisch das «disziplinierte Haushalten mit den Finanzen oder den Ausbau des erschwinglichen Wohnraums für Familien.» Er wolle jedoch in künftigen Projekten der Gemeinde das Thema Energiewende (erneuerbar und nachhaltig) stärker miteinbeziehen. Zudem sei es ihm ein Anliegen, «Jugendliche und junge Erwachsene bei deren Bedürfnissen zu unterstützen». --huy







