Stimmungsvoll an der Reuss
10.08.2021 Bremgarten«Klein Festival i de Marktgass»: Gute und abwechslungsreiche Musik zog das Publikum in den Bann
Endlich wieder ungezwungen feiern: Fast 1200 Besucherinnen und Besucher genossen die Auftritte der acht Acts.
André ...
«Klein Festival i de Marktgass»: Gute und abwechslungsreiche Musik zog das Publikum in den Bann
Endlich wieder ungezwungen feiern: Fast 1200 Besucherinnen und Besucher genossen die Auftritte der acht Acts.
André Widmer
Bereits zum zweiten Mal seit Beginn der Coronapandemie organisierten die Macher des «Festivals i de Marktgass» eine kleine Version ihres Anlasses ennet der Reuss beim Casino. Im Gegensatz zum Vorjahr wurde das Programm auf vier Tage ausgedehnt. Schade, dass es am Samstag im Vorfeld regnete und der Publikumsaufmarsch an jenem Tag eher enttäuschend ausfiel. Insgesamt zählten die Organisatoren dennoch rund 1200 Besucherinnen und Besucher. Es wurde tolle Musik geboten, die Stimmung im Publikum war gut und man sah viele glückliche Gesichter – ohne Maske. Endlich konnte wieder mal ungezwungen gefeiert werden. «Wir sind sehr müde und sehr zufrieden», bilanzierte denn auch Nico Schulthess vom OK des Festivals.
Trotz der Zufriedenheit: Das diesjährige Festival wird aufgrund des grossen organisatorischen Aufwandes mit einem finanziellen Deezit abschliessen. Doch weil die Konzerte inhaltlich so gut waren, das Publikum zufrieden und die Künstlerinnen und Künstler glücklich, auftreten zu können, haben die Verantwortlichen des «Klein Festivals i de Marktgass» ihr Ziel dennoch erreicht, lässt OK-Mitglied Nico Schulthess verstehen.
Das Finale entschädigt für vieles
Das «Klein Festival i de Marktgass» – erneut an der Reuss – überzeugt mit tollen Acts und guter Stimmung
Die Veranstalter der Alternativausgabe des «Festival i de Marktgass» hatten dieses Jahr mit Coronamassnahmen und etwas Wetterpech zu kämpfen. Dennoch ging der Anlass ausgesprochen versöhnlich zu Ende.
Man mag von Phenomdens Musik halten, was man will – der Mann hat aber zweifellos die Gabe, gute Laune zu verbreiten. So wurde die Stimmung am Ufer der Reuss, zuvor schon ausgezeichnet, am Sonntagabend gegen 21 Uhr schlagartig nochmals um ein Level angehoben. Ein Blick in die Gesichter des gut gefüllten Runds reichte: Lächeln allenthalben. Heute bereute niemand sein Kommen.
Die Voraussetzungen waren diesmal aber auch optimal. Nach einem wettertechnisch durchzogenen wochenende, wurden die Veranstalter zum Abschluss des FidM mit einem lauen Sommerabend beschenkt, von denen es dieses Jahr wahrlich nicht manche gab.
Der Funk sprang über
Eröffnet wurde der Abschlussabend des viertägigen Festivals von der aufstrebenden R&B-Sängerin Naomi Lareine. Die selbsternannte Königin (ihr eigentlicher Nachname ist Bruderer) wusste mit ihrer sanften, einfühlsamen Soulstimme zu gefallen und war ihrerseits angetan vom Bremgarter Publikum, das sie spontan «als bestes der Nach-Corona-Ära» adelte.
Phenomden sah das anschliessend ähnlich. Der Funken sprang sofort. Seine eingängigen und fröhlichen Mundard-Reggae-Reime verleiteten noch jeden Anwesenden zum Mittanzen und Mitsingen. Und der Musiker selbst freute sich diebisch «endlich wieder einmal Bass-Massage für den Magen» erleben zu dürfen. So ging das «Klein FidM» nach durchzogenen Tagen mit einem rundum gelungenen Anlass zu Ende. Dafür war neben dem überzeugenden Haupt-Act vor allem einer verantwortlich. Auch Phenomden wusste: «Ein grosser Dank gebührt heute Vater Petrus!»
Sphärisches Heimspiel
Ein Heimspiel hatte tags zuvor die Bremgarterin Catia Lanfranchi. Die Sängerin der Band Kush K überzeugte mit ihrer zuweilen betörenden Stimme zum mal schwingenden, sphärischen und auch mal folkmässigen Sound ihrer Bandkollegen vollauf. Der Gig hätte ruhig etwas länger dauern dürfen. Wer kam, war begeistert.
Und wer ohne Covid-Zertifikat kam, der konnte sich sogar gratis testen lassen. Diesen Service nahmen schliesslich pro Abend mehrere Dutzend Besucherinnen und Besucher in Anspruch. --huy/aw










