Ein grosses Fest steht bevor
17.08.2021 Mutschellen«Mutschälle Fäscht»: 10 Jahre Burkertsmatt
Vom Donnerstag, 16. September, bis Sonntag, 19. September, findet im Sportzentrum Burkertsmatt das «Mutschälle Fäscht» statt. An vier Tagen werden das 50-jährige Bestehen des Fussball- und ...
«Mutschälle Fäscht»: 10 Jahre Burkertsmatt
Vom Donnerstag, 16. September, bis Sonntag, 19. September, findet im Sportzentrum Burkertsmatt das «Mutschälle Fäscht» statt. An vier Tagen werden das 50-jährige Bestehen des Fussball- und Handballclubs Mutschellen sowie das 10-Jahr-Jubiläum der Leichtathletik und des Sportzentrums Burkertsmatt gefeiert. Auftakt der losen Serie bildet ein Rückblick auf 10 Jahre Sportzentrum Burkertsmatt mit den OK-Mitgliedern Pietro Bascio und Pitsch Müller. --red
Entscheidende Impulse
Vor zehn Jahren wurde das Sportzentrum Burkertsmatt eingeweiht
Mitte September werden mit dem «Mutschälle Fäscht» während vier Tagen gleich vier Jubiläen gefeiert. Diese Zeitung widmet diesem Anlass eine Serie. Den Auftakt macht ein Rückblick auf zehn Jahre Sportzentrum Burkertsmatt.
Roger Wetli
«Was die Politik bisher nicht zustande gebracht hat, haben die Vereine hier in den letzten zehn Jahren geschafft. Eine echte Zusammenarbeit des Mutschellens», sind sich Pietro Bascio, Präsident des Fussballclubs Mutschellen, und Pitsch Müller, Präsident des Handballclubs Mutschellen, einig. Sie stehen den beiden mitgliederstärksten Vereinen vor, die im Sportzentrum Burkertsmatt trainieren. Insgesamt sind es aktuell 22 Organisationen. Und sie doppeln nach: «Früher haben die verschiedenen Sportorganisationen aneinander vorbeigelebt. Heute begegnen wir uns auf der Burkertsmatt. Der Austausch findet statt.» Sie strahlen dabei über beide Ohren.
Sportliche Höhepunkte
«Das Sportzentrum gab entscheidende Impulse für den Sport auf dem Mutschellen», ist Pitsch Müller überzeugt. «Es sind neue Vereine entstanden. Zudem konnten alle Organisationen an Mitgliedern zulegen. Das ist trotz wachsender Bevölkerung nicht selbstverständlich. Denn viele Vereine leiden sonst unter Mitgliederschwund.» Pietro Bascio lobt die professionellen Rahmenstrukturen auf der Burkertsmatt. «Trotz der grossen Belastung ist die Infrastruktur immer sehr sauber und top gewartet. Die Platzwarte sind das Herz und die Seele dieses Sportzentrums.»
Das hört Georg Nafzger gerne. Er ist seit der Eröffnung vor zehn Jahren Betriebsleiter der Anlage. «Wir geben hier alles, damit sich die Vereine wohlfühlen. Wir haben ein sehr gutes Einvernehmen mit ihnen.» Dasselbe gelte auch für die Zusammenarbeit mit der Betriebsleitung, dem Vorstand und den Abgeordneten. Sein Team und er würden beim Unterhalt den Fokus auf die Werterhaltung der Anlage und auf die Sauberkeit legen. «Die Burkertsmatt hat das verdient», ist er überzeugt. Auch Nafzger stellt fest, dass die Mitgliederzahlen der hier aktiven Vereine gewachsen sind. «Zudem spielen die meisten jetzt in höheren Ligen als vor zehn Jahren. Wenn wir unseren Teil dazu beitragen konnten, ist das toll.» Der Betriebsleiter erinnert sich gerne an verschiedene sportliche Grossanlässe, welche hier im Sportzentrum in den letzten zehn Jahren stattgefunden haben. «Höhepunkte waren für mich zum Beispiel die Schweizer Meisterschaft im Kunstturnen und das Volleyballqualif ikationsspiel Schweiz – Kroatien. Zudem war unsere Frauen-Fussballnationalmannschaft hier.»
Kapazitätsgrenzen erreicht
Das Sportzentrum ist heute besonders abends und an Wochenenden so beliebt, dass verschiedene Vereine einzelne Mannschaften auf andere Plätze und in Hallen der Umgebung trainieren lassen müssen. «Ja, wir erreichen zu gewissen Zeiten unsere Kapazitätsgrenzen», gesteht der Betriebsleiter. «Die Vereine tauschen sich diesbezüglich aber aktiv aus.» Das bestätigt auch Pitsch Müller: «Es gibt einen gewissen Kampf um die Belegung. Deshalb versuchen wir, mit allen Vereinen Synergien zu nutzen. Das funktioniert bereits zwischen dem Fussball und dem Handball gut. Es wäre schön, wenn die anderen Vereine mitziehen würden.»
Noch brachliegendes Potenzial gibt es zwischen den Schulferien unter der Woche. «Da wir keine Schulanlage sind, haben wir unter dem Tag noch Kapazitäten frei», so Nafzger. «Wir versuchen sie hier mit Mutter-Kind-Turnen und ähnlichen Aktivitäten zu füllen. Auch ambitionierte Hobbysportler und aktive Senioren trainieren hier regelmässig. Zudem führen die Schulen des Mutschellens ihre Sporttage auf der Burkertsmatt durch.» In den Ferien wird das Zentrum von verschiedenen Sportcamps gebucht.
Erweiterungen möglich
Der Betriebsleiter möchte den Fokus der Anlage künftig noch mehr auf das Thema «Begegnung» legen. «Die Anlage soll und wird sich entwickeln», ist er überzeugt. Dazu kommt, dass bei der Planung und beim Bau der Anlage nicht alle Bedürfnisse berücksichtigt werden konnten. «Die Burkertsmatt ist aber so gebaut, dass Erweiterungen möglich sind.» Dazu zählt laut Pietro Bascio auch ein Raum, in dem Sitzungen stattfinden können. Einen Rückschlag mussten die Burkertsmatt-Vereine beim Projekt Kunstrasen verdauen, das an der Urne abgelehnt wurde. «Wir hatten uns gegenseitig unterstützt», so der Handball-Vereinspräsident Pitsch Müller. «Denn von einem Kunstrasen hätten alle profitiert. Der Fussball würde heute weniger Hallenfläche belegen, was für alle anderen Kapazitäten freigeben würde.» Als Sportler sei man sich aber gewohnt, Niederlagen einzustecken und trotzdem wieder nach vorn zu schauen. Das tun die Sportvereine zum Beispiel mit dem viertägigen «Mutschälle Fäscht». «Es ist ein grosses Dankeschön für die tolle Infrastruktur der Burkertsmatt», betont OK-Mitglied Pietro Bascio. «Und es ist in der Rekordzeit von nur einem Jahr entstanden. Normalerweise braucht man dazu zwei.» Auch hier zähle der Gedanke, etwas Grosses gemeinsam auf die Beine zu stellen. «Im OK wirken Leute mit, die sich zuvor nicht oder nur lose kannten. Mittlerweile sind wir alle eng miteinander verbunden, wovon das Sportzentrum künftig wohl profitieren wird», ist Pitsch Müller vom OK überzeugt.
Rund 350 Personen werden beim Fest mithelfen. Erwartet werden auf alle Tage verteilt um 15 000 Besucher. «Wir sind sehr stolz auf das, was wir hier vorbereitet haben», lacht Bascio. Auch Betriebsleiter Nafzger freut sich darauf. Und schaut zudem bereits auf das kommende Jahr. «Badminton Mutschellen bringt dann seine Schweizer Meisterschaft in die Burkertsmatt. Das wird bestimmt ein weiterer Höhepunkt.»
Das «Mutschälle Fäscht» findet von Donnerstag, 16., bis Sonntag, 19. September, im Sportzentrum Burkertsmatt statt. Gefeiert werden je 50 Jahre Fussball- und Handballclub Mutschellen und je 10 Jahre Leichtathletik Mutschellen und Sportzentrum Burkertsmatt. Informationen zum Fest sind unter www.mutschaellefaescht. ch zu finden.



