Sommerfeeling pur
06.07.2021 BremgartenSummer Splash in Hermetschwil-Staffeln
Der Verein «Event-Schmiede» organisiert vom 20. bis zum 22. August einen Rutschevent mit Dorffest.
Das Quartett von der Event-Schmiede engagiert sich bereits in anderen Vereinen stark für das ...
Summer Splash in Hermetschwil-Staffeln
Der Verein «Event-Schmiede» organisiert vom 20. bis zum 22. August einen Rutschevent mit Dorffest.
Das Quartett von der Event-Schmiede engagiert sich bereits in anderen Vereinen stark für das gesellschaftliche Leben in Bremgarten. Jetzt organisieren Jwan und Silas Müller, Marco Gut und Florian Keusch mit dem Summer Splash einen sommerlichen Event in Hermetschwil-Staffeln mit einer 270 m langen Wasserrutsche, die sie selbst entworfen haben. --jl
Wasserparty in der Reussstadt
Summer Splash in Hermetschwil-Staffeln vom 20. bis zum 22. August
Ende August verwandelt sich der Bremgarter Ortsteil Hermetschwil-Staffeln in einen riesigen Wasserpark. Vom Freitag, 20. August, bis zum Sonntag, 22. August, findet der Summer Splash statt. Höhepunkt des Weekends ist die über 270 Meter lange Rutschbahn mit einer 40 Meter langen Steilwandkurve.
Josip Lasic
Street-Food-Stände, Barbetrieb, Festzelt und eine riesige Wasserrutsche. Der Bremgarter Verein «Event-Schmiede» organisiert mit dem Summer Splash einen Event, der nach den letzten, schwierigen Monaten wieder positive Stimmung nach Bremgarten bringen soll. «Unser Ziel war ein Rutschevent und gleichzeitig ein Dorffest», sagt Florian Keusch, Vizepräsident der Event-Schmiede. Silas Müller, Finanzchef des Vereins, ergänzt: «Die Stadt Bremgarten begrüsst es, dass es neben der Altstadt auch in einem anderen Ortsteil eine Veranstaltung gibt, und unterstützt uns, so gut es geht.»
Und die Event-Schmiede hat sich grösste Mühe gegeben, um dem Summer Splash einen besonderen Charakter zu verleihen. Entlang der Suterhübelstrasse in Hermetschwil-Staffeln, oberhalb der Diethelm Fassadenbau AG, wird eine Wasserrutsche mit über 270 Meter Länge aufgestellt. Sie soll der absolute Höhepunkt am Wochenende werden. «Es soll ein richtiges Sommerfest werden, mit Liegestühlen, Cocktails, das man in Badehose und Badkleid im Wasser verbringen kann», erklärt Jwan Müller, Präsident der Event-Schmiede.
Selber entworfen
Die Rutsche wurde vom vierköpfigen Verein selbst entworfen. «Wir haben die Strecke mit einem Geometer ausmessen und die Rutsche darauf massschneidern lassen», erklärt Marco Gut, der Aktuar des Vereins. Das Besondere: Wasserrutschen mit dieser Länge, die eine Kurve drin haben, sind selten. Diejenige, die am Summer Splash zum Einsatz kommen wird, verfügt über eine Kurve von 40 Metern Länge. Die meisten Wasserrutschen bei vergleichbaren Events sind ausserdem aus anderem Material. «Man kann unsere Rutsche mit einer Hüpfburg vergleichen. Sie besteht aus mehreren Elementen, von denen jedes ein einzelnes Gebläse hat. Man rutscht also auf einem halben Meter Luft.» Das Sicherheitskonzept des Summer Splash ist an die Wasserrutschen im Alpamare angelehnt und wurde von einer Fachstelle abgesegnet. «Und dadurch, dass die Rutschbahn aus mehreren Elementen besteht und zerlegbar ist, kann man sie trotzdem auch an anderen Orten einsetzen», ergänzt Florian Keusch.
Ein gutes Bremgarter Paket
Eine spezielle Rutsche und ein spezieller Anlass für die Stadt Bremgarten. Kinder der Schulen in Bremgarten und Hermetschwil-Staffeln können am Freitag kostenlos die Rutsche am Summer Splash nutzen. Dass die Event-Schmiede so grossen Wert darauf legt, der Stadt und besonders dem Ortsteil Hermetschwil einen solch besonderen Anlass zu bereiten, erstaunt nicht weiter. Jwan und Silas Müller sowie Florian Keusch stammen aus Hermetschwil-Staffeln. Marco Gut ist Bremgarter. Sein Vater ist Stephan Gut, OK-Chef des Reusslaufs. Marco Gut ist ebenfalls Teil des Reusslauf-OK, Captain des FC Bremgarten und gemeinsam mit Florian Keusch auch Teil vom Freizeitverein «Rüsskult» Bremgarten, der Anlässe wie «Country i de Gass» und das Bremgarter Oktoberfest organisiert. Jwan Müller und sein Sohn Silas gehören dem Verein «Chlausbar» an und organisieren diese seit Jahren am Bremgarter Weihnachtsmarkt. Das Quartett ist im Städtli verwurzelt und engagiert sich stark.
Der Summer Splash ist ihr nächstes Projekt, das sie der Stadt bieten wollen. Und im ganzen Projekt steckt auch sonst viel «Bremgarten» drin. Die acht Street-Food- und Getränke-Stände werden in erster Linie von regionalen Restaurants betrieben, wie beispielsweise dem veganen Restaurant Lima Limón aus Bremgarten. Auf der Homepage der Event-Schmiede kann man ein Billett bestellen, sodass man mit Bahn und Bus zum Festgelände kommt.
Ausserdem gibt es einen Taxidienst, um die Festbesucher nach Hause zu bringen, und sogar einen Bring- und Holdienst für die Anwohner im Quartier. Rund 100 Helferinnen und Helfer werden am Wochenende im Einsatz sein. Die Event-Schmiede rechnet gleichzeitig mit 500 Besuchern. Das Bremgarter Quartett hat sich viel vorgenommen. Und dabei hat es aus Pandemiegründen sein Programm sogar abgespeckt. Ursprünglich war sogar ein «Race-Day», ein Rennen auf der Wasserrutsche, geplant. «Wir wollen das Ganze längerfristig etablieren», sagt Silas Müller. «Wir wissen nicht, wie die Covid-Situation Ende August aussieht. Deshalb fangen wir jetzt im ersten Jahr kleiner an. Aufstocken kann man immer noch.»
Neue Pläne schon in Pipeline
Jwan Müller ergänzt, dass ein Winter-Pendant zum Summer Splash namens «Cool Runnings» ebenfalls in Planung ist. Statt einer Wasserrutsche wird dann ein Eiskanal zum Einsatz kommen. Das Ganze soll dann im Stil der «Wok-WM» durchgeführt werden, die der deutsche Fernsehproduzent und Showmaster Stefan Raab früher veranstaltet hat und die jährlich auf Pro Sieben übertragen wurde. «Das ist aber Zukunftsmusik. Jetzt ziehen wir zuerst die Sommervariante durch», so Müller.
Die Covid-Situation sieht aktuell jedenfalls so aus, dass sich Bremgarten Ende August auf ein Wasserfest mit viel Sommerfeeling freuen kann. Und die Macher der Event-Schmiede lassen sich auch vom Wetter nicht einschüchtern. Gut sagt lachend: «Wenn alle ohnehin in der Badehose herumrennen, spielt ein wenig Regen ja auch keine Rolle mehr.»



