Mit glanzvollem Ergebnis
15.06.2021 BremgartenClaudia Bamert Stierli gewinnt den 2. Wahlgang in der Stadtrats-Ersatzwahl
Die Kandidatin von Läbigs Bremgarte erhielt 1680 Stimmen, der parteilose Stefan Hausherr lediglich 761.
André Widmer
Im ersten Wahlgang hatte ...
Claudia Bamert Stierli gewinnt den 2. Wahlgang in der Stadtrats-Ersatzwahl
Die Kandidatin von Läbigs Bremgarte erhielt 1680 Stimmen, der parteilose Stefan Hausherr lediglich 761.
André Widmer
Im ersten Wahlgang hatte Claudia Bamert Stierli trotz weiterer vier Kandidaten das absolute Mehr und damit den Einzug in den Stadtrat mit 1168 um lediglich 45 Stimmen verpasst. Aber nun hat es geklappt: Im zweiten Wahlgang setzte sich die 46-Jährige gegen Stefan Hausherr (55, parteilos) deutlich durch. Sie erhielt mit 1680 Stimmen mehr als doppelt so viele Voten wie ihr Kontrahent, der auf 761 Stimmen kam. «Ich glaube, ich bin gut vernetzt und hatte ein gutes Team, das sich für mich eingesetzt hat», erklärte Claudia Bamert Stierli, nachdem der Erfolg bestätigt war. Das Thema Schule habe ihr wohl in die Hand gespielt und deren Wechsel in den Führungsstrukturen seien eine Motivation gewesen, überhaupt zu kandidieren, so die Co-Präsidentin der Schulpfiege. Die Schulplege wird bekanntlich per Ende 2021 im Aargau und damit auch in Bremgarten abgeschafft.
«Chapeau. Am Schluss des Tages haben wir eine Stadträtin mit einem hervorragenden Ergebnis», attestierte Stefan Hausherr. Ob er im Herbst zu den Erneuerungswahlen antreten wird, dazu wollte er sich noch nicht festlegen. Doch er sagte auch: «Es braucht eine Wachtablösung, es braucht neue Impulse im Stadtrat.»
Claudia Bamert ersetzt Monika Briner
Klares Ergebnis im 2. Wahlgang der Stadtrats-Ersatzwahl
Über 900 Stimmen und damit mehr als doppelt so viele Stimmen erhielt die 46-jährige Claudia Bamert Stierli (Läbigs Bremgarte) gegenüber Stefan Hausherr (parteilos).
André Widmer
Die Sonne schien am Sonntagnachmittag im wunderbar begrünten Garten von Jonas Meier und Sandra Hasler am Lerchenweg sozusagen auch für Claudia Bamert Stierli. Es stand der Apéro an. Denn rund zwei Stunden zuvor war das Ergebnis des zweiten Wahlganges für die Stadtrats-Ersatzwahl bekannt geworden. Und das war ähnlich deutlich wie schon im ersten Wahlgang im März, nur dieses Mal brauchte es kein absolutes Mehr: Stefan Hausherr (parteilos) erhielt nun in der zweiten Runde 761 Stimmen, die Kandidatin von Läbigs Bremgarte 1680 Stimmen. Mehr als das Doppelte also. Damit wird Claudia Bamert Stierli Nachfolgerin der zurückgetretenen Monika Briner (parteilos, zuvor FDP). Allerdings vorerst nur für den Rest der noch bis Ende Jahr laufenden Amtsperiode. Im ersten Wahlgang erhielt Claudia Bamert schon fast 50 Prozent der Stimmen – und das in einem Feld mit vier weiteren Kandidaten.
Thema Schule als Treiber
«Ich glaube, ich bin gut vernetzt und hatte ein gutes Team, das sich für mich eingesetzt hat», erklärte Claudia Bamert Stierli, nachdem der Erfolg offiziell bestätigt war. Das Thema Schule habe ihr wohl in die Hand gespielt und deren Wechsel in den Führungsstrukturen sei eine Motivation gewesen, überhaupt zu kandidieren, so die Co-Präsidentin der Schulpflege. Die Schulpflege ihrerseits wird bekanntlich per Ende 2021 im Aargau und damit auch in der Stadt Bremgarten abgeschafft. Bamert Stierli bleibt noch bis zum Ende der Behörde in diesem Gremium, erklärte sie. Sie habe grossen Respekt vor den kommenden Monaten, so Bamert Stierli. Denn in dieser Zeit werden die neuen Führungsstrukturen in Bremgarten implementiert. Dass sie rund zehn Jahre Erfahrung als Schulpflegerin in den Prozess einbringen kann, erlebe sie als grosse Chance. Dass der Wahlkampf für die zweite Runde im Vergleich zum ersten Wahlgang ziemlich ruhig verlief, fand die neue Stadträtin gut. Wie bereits erwähnt wird aber schon bald wieder gewählt, denn im September stehen die Gesamterneuerungswahlen an. «Nach der Wahl ist vor der Wahl», so Claudia Bamert. Darüber mochte sie jedoch noch nicht allzu viele Worte verlieren am sonntäglichen Wahlapéro. «Ich geniesse es jetzt.»
Ein fairer Verlierer
Markus Kuoni, Präsident des als Verein für umweltbewusste und familienfreundliche Lokalpolitik organisierten «Läbigs Bremgarte», sieht es als positiv an, dass nun die Sitze im Stadtrat gut verteilt seien. «Mit Claudia Bamert ist es nun jemand, der unsere Interessen vertritt.»
Mit 761 Stimmen hat Stefan Hausherr deutlich mehr Stimmen geholt als noch im ersten Wahlgang (424). Ihm ist es auch darum gegangen, dass die Bremgarter eine Auswahl haben, und die hat er, der sich als «parteiloser Bürgerlicher» bezeichnet, dem Volk auch geboten. «Chapeau. Am Schluss des Tages haben wir eine Stadträtin mit einem hervorragenden Ergebnis», attestierte Stefan Hausherr. «Zuallererst möchte ich Claudia Bamert zum klaren Ergebnis gratulieren und ihr für ihr Mandat als Stadträtin viele interessante und spannende Herausforderungen zum Besten unseres Städtchens wünschen», so der 55-jährige Hausherr. «Sodann möchte ich mich bei all denen bedanken, die mich unterstützt haben, aber auch bei all jenen, die überhaupt gewählt haben. Dank der grossen Stimmbeteiligung ist das Resultat eindeutig und bedarf keinerlei Interpretation.»
«Braucht eine Wachtablösung»
Ob er im Herbst erneut antreten wird, dazu wollte Stefan Hausherr sich noch nicht festlegen. Doch er sagte auch: «Es braucht eine Wachtablösung, es braucht neue Impulse im Stadtrat.» So oder so werde er sich weiterhin für die Belange des Städtchens einbringen, auch als «einfacher» Bürger.



