Kundgebung in Wohlen

Sa, 20. Feb. 2021

An den Protestmarsch mit anschliessender Kundgebung des Vereins «Stiller Protest» kamen zwischen 1'500 und 2'000 Menschen nach Wohlen. Die meisten Teilnehmer auf dem Merkur-Areal trugen keine Masken. Eine Chronologie der Kundgebung.

Gegen 14 Uhr läuft der Protestmarsch beim Wohler Kirchenplatz los. Die ersten rund 200 Teilnehmer tragen Schutzanzüge und Masken. Danach gibt es kaum mehr Menschen, die eine Maske aufgesetzt haben. Lautlos wird durch das Dorf marschiert. Über die Bünzstrasse zum Bahnhof und via Zentralstrasse zurück zum Merkur-Areal. Unterwegs kommt es nur zu kleineren Scharmützeln und Gehässigkeiten. Beispiel: Ein älterer Mann verteilt die Schweizer Bundesverfassung. Ein Nicht-Teilnehmer der Kundgebung, ein cirka 20-jähriger Mann, klaut ihm den ganzen Stapel und rennt davon. Es ist ein Einzelfall. Die Stimmung ist grösstenteils friedlich. Die Teilnehmer tragen Schilder mit der Aufschrift: «Jeder muss die Spritze kriegen», «Selbstdenken gefährdet das Allgemeinwohl» oder «Maskenpflicht für immer».

Es kam zu grossen Verkehrsbehinderungen in und um Wohlen. Der Verkehr wurde teilweise gestoppt und die Autofahrer mussten sich in Geduld üben.

Um 14:45 Uhr ist der Protestmarsch zurück auf dem Merkur-Areal. Kurz nach 15 Uhr spricht Organisatorin Simone (die den Nachnamen nicht nennen will) zu den Menschen. Sie sei überwältigt, wie viele Menschen gekommen sind. Gerechnet hatte man mit 1'000 Teilnehmern. Die Organisatoren sprechen von 2'500 bis 3'000 Leuten. Eine offizielle Zahl fehlt bislang. Anschliessend hielten verschiedene Skeptiker der Coronamassnahmen ihre Reden. Am Ende jeweils unter tosendem Applaus der Anwesenden. Unter den Rednern war auch Markus Häni, Lehrer an der Kantonsschule in Wohlen.

Auch wenn die Organisatoren einige Male auf die Maskenpflicht hingewiesen haben, wurde diese grösstenteils missachtet. Die Regionalpolizei Wohlen und die Kantonspolizei Aargau schritten nicht ein. Angesichts der Menschenmenge wäre dies unverhältnismässig gewesen. Kurz nach 16:30 Uhr war die Kundgebung zu Ende. Viele der Kundgebungsteilnehmer pilgerten zum Bahnhof Wohlen - und trugen auch in den Zügen keine Maske. 

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Kommentare

In dieser "Chronologie" werden aber so einige Details weggelassen. Beispielsweise, dass die Teilnehmer der Kundgebung sich auch in den Geschäften nicht an Abstandsregeln und Maskenpflicht hielten und sogar Ladenpersonal bedrängten. Oder, dass es immer wieder zu holocaustrelativierenden Aussagen kam. Eine der Rednerinnen verglich sich sogar mit Sophie Scholl! Unbeteiligte, die eine Maske trugen, wurden bedrängt, ausgelacht und mit hämischen Sprüchen bedacht. Lässt man diese Details bewusst weg?

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