Schmuckes Gebäudeensemble
06.10.2020 BremgartenAn- und Umbau sowie Sanierung Oberer Zoll und Zeughaus beendet
Der Zeitplan konnte eingehalten werden. Nach 14 Monaten Bauzeit sind die beiden historischen Gebäude saniert und mit einem praktischen Trakt miteinander verbunden. Und das rechtzeitig zum ...
An- und Umbau sowie Sanierung Oberer Zoll und Zeughaus beendet
Der Zeitplan konnte eingehalten werden. Nach 14 Monaten Bauzeit sind die beiden historischen Gebäude saniert und mit einem praktischen Trakt miteinander verbunden. Und das rechtzeitig zum 40-Jahr-Jubiläum der Stadtbibliothek.
André Widmer
2018 bewilligten die Ortsbürger einen Kredit über 2,345 Millionen Franken. Nun, nach eineinviertel Jahren Bauzeit, davon einige Monate während der Coronapandemie, erstrahlen das Zeughaus und das Gebäude Oberer Zoll im neuen Glanz, als schmuckes Gebäudenensemble. Möglichst wenig An- und Neubauten waren aufgrund des Denkmalschutzes gefragt: Das Zeughaus stammt mutmasslich aus dem 17. Jahrhundert, der Obere Zoll ist etwas jünger. Zudem befindet sich die alte Stadtmauer in der Nähe, gut ersichtlich durch die grosse Fensterfront im Foyer. Dennoch konnte eine Art Andocken zwischen den Gebäuden realisiert werden. Dezent der neue Verbindungstrakt.
Endlich auch ein Lift
Die neue Treppenanlage mit Lift entstand beim Eingang. Der bewährte Eingang vom Schellenhausplatz her ist aufgewertet worden. Räumlich grosszügig ist das neue Foyer im Erdgeschoss des Hauses Oberer Zoll. Dort ist der Durchgang in das Zeughaus, wo insbesondere der Boden saniet wurde. Im Obergeschoss des Oberen Zolls gelangt man über ein kleines Foyer ins Basisgeschoss der Stadtbibliothek. Dass die Bibliothek mit einem Lift erreicht werden kann und nicht mehr über die steile und alte Treppe, war ein grosses Anliegen. Denn Personen, die auf hindernisfreien Zugang angewiesen waren, konnten die Stadtbibliothek nur schwer erreichen. Zudem kann auch der frühere Warenlift zwischen erstem und zweiten Obergeschoss der Stadtbibliothek neu von Personen genutzt werden. Die Wiedereröffnung von Zeughaus und Oberem Zoll und das 40-Jahr-Jubiläum der Stadtbibliothek wird am 17. Oktober, zwischen 10 und 16 Uhr begangen. Auf einen offiziellen Akt wird zwar pandemiebedingt verzichtet, es ist aber ein Rundgang mit freier Besichtung der frisch sanierten Räumlichkeiten möglich.
Erneuert und mit Brückenschlag
Die beiden Gebäude Oberer Zoll und Zeughaus sind saniert und mittels einem Trakt miteinander verbunden
2018 bewilligten die Ortsbürger einen Kredit über 2,345 Milionen Franken. Jetzt präsentiert sich das Gebäudeensemble im besten, neuen Licht.
André Widmer
Das Zeughaus stammt mutmasslich aus dem 17. Jahrhundert, der Obere Zoll ist etwas jünger. Darum war auch der Denkmalschutz involviert. Zudem befindet sich die alte Stadtmauer in der Nähe. Die Ausgangslage war also herausforderungsreich. Jetzt, nach 14 Monaten Bauzeit, ist der Umbau beendet. Dies unfallfrei und ohne grosse Verzögerungen – trotz Coronapandemie.
Beim architektonischen Konzept verfolgte man das Ziel «weniger ist mehr». Möglichst wenig An- und Neubauten also. Dennoch konnte eine Art Andocken oder auch Brückenschlag zwischen den Gebäuden realisiert werden mit dem Verbindungstrakt, während architektonisch der Respekt vor der Historie gewahrt wurde. Der Eingang vom Schellenhausplatz ist aufgewertet, die alte Treppe weg. Die neue Treppenanlage mit Lift befindet sich beim neuen Eingang im Erdgeschoss.
Grosszügiges Foyer mit Sicht auf alte Stadtmauer
Räumlich grosszügig ist das neue Foyer im Erdgeschoss des Hauses Oberer Zoll. Das Foyer kann auch für Anlässe wie Hochzeitesfeiern genutzt werden, so wie der Garten beim Zeughaus. Und aus dem Foyer ist dank der grossen Fensterfront die alte Stadtmauer in unmittelbarer Nähe gut sichtbar. Es folgt der Durchgang in das alte Zeughaus. Dort wurde der Boden saniert, es gibt eine Bodenheizung. Im Untergeschoss sind WC- und Lagerräume sowie die Technik. Es wurde ein Anschluss ans Ferwärmenetz der AEW realisiert. «Es ist auch energietechnisch ein Fortschritt», erklärt Architekt Roger Rüegsegger von der Schaufelbühl Architekten GmbH. Auch Stadtammann Rayond Tellenbach weist darauf hin.
Im Obergeschoss des Oberen Zolls gelangt man über ein kleines Foyer ins Basisgeschoss der Stadtbibliothek Die Bibliothek erhielt ein zusätzliches Büro, wo administrative Arbeiten in Ruhe erledigt werden können. Ins zweite Obergeschoss, wo sich weitere Räumlichkeiten der Bibliothek befinden, kann man über eine Treppe oder den Lift. Im Oberen Zoll hat es sowohl im ersten als auch im zweiten Obergeschoss und im Dachgeschoss Platz für Büroräumlichkeiten, welche unterteilbar sind. Diese sind mit Lift erreichbar. Mietverträge sind offenbar noch keine unterzeichnet worden. Die Wiedereröffnung von Zeughaus und Oberer Zoll und das 40-Jahr-Jubiläum der Stadtbibliothek wird am Samstag, 17. Oktober, zwischen 10 und 16 Uhr begangen. Auf einen oflziellen Akt wird zwar pandemiebedingt verzichtet, es ist aber ein Rundgang mit freier Besichtung der frisch sanierten Räumlichkeiten möglich.
Beeindruckende Zahlen
Stadtammann Raymond Tellenbach betont den Nutzen über das Buchausleihen hinaus: «Die Bibliothek ist auch ein Begegnungs- und Lernort.» In den 40 Jahren ihres Bestehens hat sich die Stadtbibliothk auch zahlenmässig gewandelt: Waren 1980 und 6200 Medien vorrätig, sind es nun rund 15 000.
Die Ausleihen konnten ebenfalls stark gesteigert werden: Von 28 000 im Jahr 1980 auf nunmehr rund 64 000 im Jahr 2019.
Wiedereröffnung Zeughaus und Oberer Zoll und Jubiläum 40 Jahre Stadtbibliohek am Samstag, 17. Oktober, von 10 bis 16 Uhr.



