30 Jahre Kultur in der Aula
25.08.2020 KulturLorenz Keiser eröffnet die Saison
auf hohem Niveau: Diesem Anspruch fühlt sich der Verein Kultur und Begegnung in der Aula (qba) verpflichtet. Seit 30 Jahren hat sich daran nichts geändert. Am 30. August beginnt die neue Saison. Lorenz Keiser präsentiert in ...
Lorenz Keiser eröffnet die Saison
auf hohem Niveau: Diesem Anspruch fühlt sich der Verein Kultur und Begegnung in der Aula (qba) verpflichtet. Seit 30 Jahren hat sich daran nichts geändert. Am 30. August beginnt die neue Saison. Lorenz Keiser präsentiert in einer Vorpremiere sein neues Programm «Wobisch?». Der Kabarettist ist vor zwei Jahren schon in der Aula aufgetreten und hat angefragt, ob er kommen darf. Er ist nicht der einzige Künstler, mit dem es im Jubiläumsjahr ein Wiedersehen gibt. --eob
Kulturelle Leckerbissen zuhauf
30 Jahre Kultur und Begegnung in der Aula
Ein hochstehendes Programm präsentiert der Verein Kultur und Begegnung in der Aula (qba) auch in der 30. Saison. Auf eine Jubiläumsfeier wird verzichtet, dafür wird dem Publikum an jedem Anlass etwas Spezielles geboten.
Erika Obrist
«Kann ich hier bitte einziehen? So ein traumhafter Ort, so eine liebevolle Betreuung», schwärmte die Künstlerin Heidi Maria Glössner nach ihrem Auftritt in der Aula letzten März. Das Lob ist verdient für den Verein Kultur und Begegnung in der Aula Oberwil-Lieli. Was Glössner nicht wissen konnte nach ihrem Auftritt: Die weiteren Anlässe der 29. Saison mussten abgesagt werden wegen Corona. «Das ist schade für unser treues Publikum; dem Verein selber sind dadurch keine zusätzlichen Kosten entstanden», blickt Präsidentin Katharina von Burg zurück. Und: Das ausgefallene Konzert mit «Les trois Suisses» wird am 10. Oktober nachgeholt. Wobei «nachgeholt» nicht ganz zutrifft: «Les trois Suisses» präsentieren dann ihr neues Programm.
Vorpremiere von Lorenz Keiser
«Für die 30. Saison haben wir Künstlerinnen und Künstler angefragt, die schon einmal in der Aula aufgetreten sind», erklärt Katharina von Burg. Wenn es ihnen terminlich passte, haben sie zugesagt.
Den Auftakt am 30. August gestaltet der Kabarettist Lorenz Keiser. «Er war vor zwei Jahren schon in der Aula und es hat ihm derart gut gefallen, dass er angefragt hat, ob er wieder kommen darf.» Keiser präsentiert in einer Vorpremiere sein neues Programm «Wobisch?». Keiser redet umwerfend komisch und treffend schamlos über alle grossen Fragen der Welt.
Der Vorstand ist sehr froh, dass es gelungen ist, ein abwechslungsreiches Programm mit hohem Niveau zusammenzustellen. «Es war nicht einfach, Termine mit den Künstlerinnen und Künstlern zu vereinbaren», so Katharina von Burg. Zu unsicher war die Lage in den letzten Monaten. «Wir hoffen auf ein mutiges Publikum, das trotz Corona den Weg in die Aula finden wird.» Selbstverständlich hat der Verein ein Schutzkonzept, damit der Mut nicht zum Risiko wird.
Neujahrskonzert mit «einheimischen» Musikern
Im November folgt ein Gospelkonzert mit «Colors of Gospel». In diesem dreiköpfigen Frauenchor wirken auch Sängerinnen aus der Region mit. Begleitet werden die Frauen von einem Pianisten.
Das Neujahrskonzert wurde von einem treuen Gast gesponsert. Er hat sich auch gleich die Formation gewünscht, die auftreten wird: Stefan Keller und Carlos Rojas. Stefan Keller kennt man sehr gut in der Region als Flötist und Musiklehrer in Bremgarten und auf dem Mutschellen. Rojas ist Dozent und ebenfalls Musiklehrer in der Region Aarau.
Im März kommt es zu einem Wiedersehen mit der Ausnahmekünstlerin Sina. Sie wird von zwei Musikern begleitet und sie präsentiert das Programm «Mondnacht». Am Tag darauf folgt eine musikalische Lesung mit Max Lässer und Pedro Lenz.
«Stiller Has» auf Abschiedstour
Im April steht ein weiterer Höhepunkt an: Endo Anaconda und Roman Wyss treten als «Stiller Has Duo» auf. Sie präsentieren auf der Abschiedstour Songperlen aus dem Fundus von 31 Jahren «Stiller Has».
Zum Abschluss der 30. Saison folgt im Juni 2021 der Auftritt der A-cappella-Formation «A-live». Auch dieses Comedy-Gesangssextett war schon einmal Gast in Oberwil-Lieli.
Auf eine Jubiläumsfeier verzichtet der Verein bewusst. Auch wegen der Coronaauflagen. «Dafür haben wir für jede Veranstaltung etwas Spezielles vorbereitet», erklärt Katharina von Burg. Am 30. August beispielsweise gibt es ab 17.30 Uhr einen Jubiläumsapéro für alle Besucherinnen und Besucher.
«Wir können auf einen treuen Besucherstamm zählen», freut sich die Präsidentin. Dieser werde aber immer älter. Mit dem abwechslungsreichen Programm versuche man, auch jüngere Generationen anzusprechen. Damit es das qba auch in den nächsten 30 Jahren noch gibt.
Wer hilft mit?
Der Verein besteht aus den Vorstandsmitgliedern Katharina von Burg, Pascale Planzer, Susanne Portmann, Therese Künzler, Mike Schönenberger und Kornel Scherrer. Sie bilden zugleich den Vorstand. Zurückgetreten ist Beatrice Imhof nach 16 Jahren; Katharina von Burg möchte in einem Jahr aufhören. Neu dazugekommen sind Therese Künzler und Pascale Planzer.
«Wir sind immer auf der Suche nach weiteren Vorstandsmitgliedern, damit wir die Aufgaben auf mehr Schultern verteilen können», zeigt Katharina von Burg auf. Mitbringen müsse man Freude am Organisieren und Interesse an Kultur sowie an den Künstlerinnen und Künstlern.
«Nicht selbstverständlich»
Der Verein ist dankbar, dass er die Aula samt technischer Einrichtung von der Gemeinde kostenlos nützen kann. «Im Jubiläumsjahr erhalten wir zudem für jeden Anlass einen zusätzlichen Zustupf.»
Die Gemeinde weiss das Engagement des Vereins zu schätzen, wie Gemeindeammann Ilias Läber im Vorwort zum Programm festhält. «Alle Vorstandsmitglieder sind mit viel Herzblut dabei und haben uns in all den Jahren interessante Begegnungen in der Aula ermöglicht.» Das stets attraktive und qualitativ hochstehende Programm sei immer eine Bereicherung gewesen. «Das ist nicht selbstverständlich.»
Sonntag, 30. August, 19 Uhr: Lorenz Keiser mit «Wobisch?» in der Aula in Oberwil-Lieli. Ab 17.30 Uhr gibt es einen Jubiläumsapéro.