Auf dem Weg an die Spitze
07.02.2020 VolleyballTim Köpfli aus Hermetschwil-Staffeln erlebt mit Luzern in der Nationalliga A eine prägende Saison. Der 23-Jährige hat sich einen Stammplatz erkämpft, die ersten internationalen Spiele bestritten und auch in der Meisterschaft und im Cup läuft es dem Freiämter optimal. ...
Tim Köpfli aus Hermetschwil-Staffeln erlebt mit Luzern in der Nationalliga A eine prägende Saison. Der 23-Jährige hat sich einen Stammplatz erkämpft, die ersten internationalen Spiele bestritten und auch in der Meisterschaft und im Cup läuft es dem Freiämter optimal. Der grossgewachsene Mann träumt nun von der Nationalmannschaft und davon, in naher Zukunft als Profivolleyballer ins Ausland zu ziehen. --spr
Köpfli will hoch hinaus
Volleyball, Nationalliga A: Der Freiämter Tim Köpfli spielt mit Volley Luzern eine starke Saison
Cup-Halbfinal, internationale Einsätze und aktuell der 3. Rang in der Nationalliga A: Der 23-jährige Tim Köpfii aus Hermetschwil-Staffeln ist mit seinem Team gut drauf. Er selbst ist zum Leistungsträger gereift. Und träumt von der Nationalmannschaft.
Stefan Sprenger
Volleyball ist im Leben von Tim Köpfli omnipräsent. Und der 1,93 m grosse Freiämter gibt alles, um es bis ganz nach oben zu schaffen. «Diese Saison läuft sehr gut, ich konnte grosse persönliche Fortschritte machen und mir einen Stammplatz erkämpfen. Ich machte einen grossen Sprung vorwärts», sagt Tim Köpfli. Der 23-Jährige, der zwischen 2006 und 2013 für den TV Lunkhofen auf Punktejagd ging, ist momentan mit seiner Mannschaft auf dem 3. Rang der Nationalliga A. Köpfli und Volley Luzern sind auf bestem Weg, sich eine gute Ausgangslage für die Play-offs zu erspielen.
Köpfli hat in seiner zweiten Saison bei den Innerschweizern mehr Verantwortung als zuvor. «Ich mache mehr Punkte im Angriff und meine Annahme ist stabiler. Darum werde ich im Angriff oft von unserem Passeur gesucht und kann so einen grossen Teil zu unserem Erfolg beitragen.»
In dieser Saison erlebte der Mann aus Hermetschwil-Staffeln bereits einige Höhepunkte. Weil Luzern die letzte Saison auf dem 4. Rang abgeschlossen hat, war man für den Challenge Cup qualifiziert und durfte Spiele auf internationalem Parkett bestreiten.
«MVP» in internationalem Spiel
Die erste Runde gegen den luxemburgischen Meister Diekirch konnte gewonnen werden. Im 1/16-Final scheiterte man trotz guter Leistung gegen das französische Top-Team aus Montpellier. In diesem Spiel erhielt Köpfli gar den Titel als «MVP» der Partie. «Diese ersten internationalen Einsätze waren für mich ein Höhepunkt», meint Köpfli.
Vor wenigen Tagen folgten weitere positive Nachrichten. Luzern bezwang Näfels in einem emotionalen Spiel mit 3:2. So schaffte man den Einzug in den Cup-Halbfinal – und das nach 0:2-Satzrückstand.
Bei Köpfli und Volley Luzern läuft es hervorragend. Er selbst hat noch höhere Ziele. «Ich möchte im Ausland spielen als Profivolleyballer.» Genau wie seine Freundin Maja Stork, die seit zwei Saisons bei Aachen in der Deutschen Bundesliga spielt. «Sie ist momentan Topskorerin der gesamten Liga», sagt Köpfli stolz. Er fügt an: «Sollte ich mal ins Ausland wechseln, kann ich sicherlich von ihrer Erfahrung profitieren.» Um sich diesen Traum zu erfüllen, muss er weitere Fortschritte machen und natürlich gesund bleiben.
Köpfli hat in Luzern noch einen Vertrag bis 2021. So lange wird er auch noch an der Uni in Luzern Wirtschaftswissenschaften studieren. Dann wird er den Bachelor haben und wäre bereit für den Schritt in eine ausländische Liga. «Mal sehen. Momentan ist es wichtig, die Saison mit Luzern stark zu beenden.» Noch eine Runde bleibt in der Qualifikation zu spielen. Momentan würde der Gegner im Viertelfinal der Play-offs dann Näfels heissen. «Ziel ist es, mindestens in den Halbfinal und so unter die besten vier Teams des Landes zu kommen.»
Folgt nun das Nati-Aufgebot?
Köpfli, der jeden Tag zwischen Hermetschwil-Staffeln und Luzern pendelt, hat noch ein anderes Ziel: Die Nationalmannschaft. Logisch, dass er mit seinen kontaktstarken Leistungen für Aufmerksamkeit beim Nati-Trainer gesorgt hat. «Ich bin gespannt. Es würde mich jedenfalls riesig freuen, wenn ich im kommenden Sommer in der EM-Qualifikation für die Schweiz auflaufen dürfte», so Köpfli. Wenn er so weitermacht, dann könnte der Weg des jungen Freiämters noch hoch hinaus gehen.



