Zentrumsplanung schreitet voran
17.01.2020 ArniVier Gestaltungspläne werden das Dorf bild prägen
In Arni stehen in den nächsten Jahren sichtbare Veränderungen im Dorfzentrum an. Die Gestaltungspläne «Dorfscheune», «Zentrum», «Restaurant La Rose» und ...
Vier Gestaltungspläne werden das Dorf bild prägen
In Arni stehen in den nächsten Jahren sichtbare Veränderungen im Dorfzentrum an. Die Gestaltungspläne «Dorfscheune», «Zentrum», «Restaurant La Rose» und «Obermatt-Sennhüttenstrasse» befinden sich alle in unterschiedlichen Stadien.
Roger Wetli
Am weitesten fortgeschritten ist der Gestaltungsplan «Restaurant La Rose». Gemeindeammann Heinz Pfister: «Der Kanton hat ihn zurückgeschickt und ein paar vertretbare Anpassungen verlangt. Der Eigentümer wird wohl noch in diesem Jahr ein Baugesuch einreichen.» Geplant ist der Abbruch des heutigen Restaurant-Gebäudes samt direkt anliegender Scheune. An deren Stelle soll ein Mehrfamiliengebäude entstehen.
Absprachen mit Einsprecher
Ebenfalls abgeschlossen ist der Gestaltungsplan «Dorfscheune». In der Ecke zwischen Hedinger- und Zürcherstrasse soll die alte Scheune abgebrochen werden und ein scheunenartiger Neubau mit Bibliothek, Kaffeestube und Mehrzweckraum gebaut werden. «Diese Scheune hat eine grosse Bedeutung für Arni», ist Heinz Pfister überzeugt. «Sie wird das Dorf attraktiver machen.» Der Mehrzweckraum im Obergeschoss soll 280 Quadratmeter gross werden und die heute sehr viel benutzte Mehrzweckhalle entlasten. «Der Raum wird sich für Anlässe eignen, für die die Mehrzweckhalle zu gross ist», so der Ammann. «Dazu zählen die Kinderfasnacht, Generalversammlungen, Kommissionssitzungen, Gemeindeverbändetreffen oder private Anlässe.» Das Catering des Raums wird über die sich im unteren Stockwerk befindende Kaffeestube geschehen. Dieses wird voraussichtlich auch Vereinen zur Verfügung stehen. Diese werden kein Restaurant mehr in Arni finden, wenn im November das Restaurant «Burestube» schliesst.
Das Verwaltungsgericht gab der Gemeinde zu dieser Gestaltungsplananpassung im Mai recht. «Wir sind anschliessend mit dem Einsprecher zusammengesessen und haben weitere einvernehmliche Lösungen gesucht», erklärt Heinz Pfister. «Eine gemeinsame Zufahrt von der Zürcherstrasse her ist jetzt auf gutem Weg.» Die Gemeinde diskutiert mit dem Einsprecher zurzeit noch um einen Landabtausch. Dieser ermögliche eine noch sinnvollere Bebauung. Der Scheunenanbau würde dadurch näher an die Hedingerstrasse rücken. Grundsätzlich sei dafür aber auch der leicht versetzte Standort möglich. «Sobald bei diesem Landabtausch Klarheit herrscht, könnten wir im Rahmen des bewilligten Planungskredits das Bauprojekt ausarbeiten und dieses dann an einer Gemeindeversammlung vorlegen.»
Mitwirkungsverfahren startet
Auf der anderen Seite der Hedingerstrasse ist die Gemeinde seit Langem an der Erarbeitung eines Gestaltungsplans «Zentrum» (Areal Post/ Testuz). Dieser wird noch im Januar beim Kanton eingereicht. Gleichzeitig startet die Gemeinde ein 30-tägiges Mitwirkungsverfahren. «Durch den erwarte ich keine grossen Einwendungen mehr, da dieser Plan bereits einmal beim Kanton war. Zudem haben die Behörden im Rahmen der Sanierung der Zürcherstrasse im Bereich Parkplätze und Dorfplatz aktiv selber mitgewirkt.»
Letzte Details verhandeln
Ebenfalls kurz vor der Einreichung beim Kanton ist der Gestaltungsplan «Obermatt-Sennhüttenstrasse». «Ich hoffe, dass das noch im ersten Quartal 2020 geschehen wird», blickt der Gemeindeammann voraus. «Das Richtprojekt liegt vor und fliesst in den Gestaltungsplan ein.» Die verschiedenen Eigentümer würden aktuell noch über die letzten Details verhandeln. Angedacht ist, alte Gebäude abzureissen und Mehrfamilienhäuser zu bauen.
Pfister ist froh, dass es mit den Gestaltungsplänen vorwärtsgeht. «Am neuen Zentrum arbeiten wir seit 2007. Wesentliche Änderungen haben wir seither daran nicht mehr vorgenommen.»



