Planung zahlt sich aus
17.01.2020 KüntenIm Gemeindehaus wird Anfang April ein grosser Büroraum frei
Vor sechseinhalb Jahren wurde das neue Gemeindehaus in Künten eingeweiht. Jetzt zeigt sich, dass das damals gewählte Konzept aufgeht. Durch den Auszug der Zivilschutzorganisation ...
Im Gemeindehaus wird Anfang April ein grosser Büroraum frei
Vor sechseinhalb Jahren wurde das neue Gemeindehaus in Künten eingeweiht. Jetzt zeigt sich, dass das damals gewählte Konzept aufgeht. Durch den Auszug der Zivilschutzorganisation Reusstal-Rohrdorferberg wird ein Büroraum frei, der zur Vermietung ausgeschrieben ist.
Roger Wetli
Der vom Kanton verlangte Zusammenschluss von Zivilschutzorganisationen wird in Künten spürbar. Seit Eröffnung des neuen Gemeindehauses wird die Zivilschutzorganisation Reusstal-Rohrdorferberg von dort aus verwaltet. In Zukunft gibt es weniger Zivilschutzorganisationen. Die neue «ZSO Aargau Ost» wird künftig von Wohlen aus betreut. Der 79 Quadratmeter grosse Raum wird deshalb frei und von der Gemeinde neu zur Vermietung ausgeschrieben.
Bezug gleich nach Einweihung
«Diese Entwicklung ist für uns kein Problem», erklärt Gemeindeammann Werner Fischer. «Der Raum ist so angelegt, dass er auch einem privaten Unternehmen vermietet werden kann.» Neben dem 79-Quadratmeter-Raum gibt es noch einen kleineren, in der die Elektra Künten seit dem Neubau eingemietet ist. «Das mit der ZSO hat sich nach der Einweihung gleich so ergeben und hat super gepasst», so Fischer. Die Angestellten hätten sich sehr gut in die Verwaltung integriert. Die Mieter der Reserveräume dürfen den Aufenthaltsraum und ein Sitzungszimmer mitbenutzen.
Vielleicht mal für den Ammann
Da man nicht alle paar Jahre ein neues Gemeindehaus bauen würde, hätten sie damals gezielt Raumreserven eingebaut, die bei veränderten Bedürfnissen bezogen werden können. Bewusst verzichtet wurde auch auf die Einrichtung eines separaten Büros für den Gemeindeammann. «Ich würde dieses sowieso verhältnismässig selten nutzen. Meine Büroarbeiten im Gemeindehaus erledige ich in einem der beiden Sitzungszimmer, wo ich auch so meine Ruhe habe», erklärt der Gemeindeammann. «Das Pensum meines Amtes könnte aber vielleicht irgendwann grösser und ein eigenes Büro somit nötig werden. Für diesen Fall sind wir mit den Reserveräumen gewappnet.»
Tagund Nachtzone
Werner Fischer spricht beim Gemeindehaus von einer Unterteilung in eine Tag- und in eine Nachtzone. «In der Tagzone befindet sich die Gemeindeverwaltung. Diese ist ausserhalb Bürozeiten geschlossen, um die Vertraulichkeit der Verwaltungsdokumente zu gewährleisten», erläutert der Ammann. Die Nachtzone dagegen sei 24 Stunden pro Tag zugänglich und für die Öffentlichkeit gedacht. In ihr befinden sich unter anderem die beiden Reserveräume, ein Sitzungszimmer und der Aufenthaltsraum. Die Zivilschutzorganisation hat ihr Büro auf Mitte Jahr gekündigt, zieht aber bereits in diesen Tagen aus. «Deshalb können wir den Raum schon bald neu vermieten», weiss Werner Fischer.
Raum für neue Arbeitsplätze
Als neuer Mieter stellt er sich einen Dienstleister vor. Es könne zum Beispiel ein Architektur-, Treuhandoder Ingenieurbüro sein. «Wir hoffen, mit dem Büro mindestens vier neue Arbeitsplätze in Künten zu generieren.» Der Raum sei genügend gross und durch zwei Türen zugänglich, um ihn bei Bedarf mit Möbeln oder mit einer nicht-tragenden Wand zu teilen.
«Trotz der Nähe zur Gemeindeverwaltung kann sich die Firma unabhängig bewegen», versichert er. Die gemeinsame Infrastruktur könne, müsse aber nicht zwingend genutzt werden. Einzig einen Wasseranschluss gäbe es nicht im 79-Quadratmeter-Raum. Und Fischer versichert: «Ein Eigenbedarf durch die Gemeinde ist aktuell mittelfristig nicht absehbar.»



