Zimtsterne mit Wow-Effekt
13.12.2019 MutschellenStimmungsvolles Adventskonzert der Musikschule
Eine Premiere gab es beim Adventskonzert der Allgemeinen Musikschule Mutschellen in der reformierten Kirche in Widen: Erstmals trat der Kinderchor Rudolfstetten auf. Nicht nur für ihn gab es sehr viel ...
Stimmungsvolles Adventskonzert der Musikschule
Eine Premiere gab es beim Adventskonzert der Allgemeinen Musikschule Mutschellen in der reformierten Kirche in Widen: Erstmals trat der Kinderchor Rudolfstetten auf. Nicht nur für ihn gab es sehr viel Applaus.
Erika Obrist
Das Adventskonzert der Musikschule hat Tradition auf dem Mutschellen. Wegen des grossen Besucherandrangs musste das Konzert vor wenigen Jahren von der katholischen in die reformierte Kirche in Widen verlegt werden. Am letzten Dienstag schien es anfänglich so, dass dieser Entscheid falsch war: Viele Stühle blieben unbesetzt. Kurz vor Konzertbeginn änderte sich das aber und die Reihen füllten sich mehr und mehr.
Zum Auftakt trug der Kinderchor Rudolfstetten unter der Leitung von Debora Monfregola drei Weihnachtslieder vor. «Zimetstern han i gern» tönte es laut von der neunköpfigen Kinderschar. Kaum zu glauben, dass Debora Monfregola den Chor erst seit letztem August leitet: Am Klavier sitzend, gab sie die Einsätze nur durch das Bewegen des Kopfs. Es war zu hören, dass viel geübt worden war im Vorfeld des Konzerts – und dass die Kinder ihren Spass hatten bei ihrem ersten Auftritt vor Publikum. Je nach Temperament nahmen sie den Applaus mit Strahlen oder mit verlegenem Lächeln entgegen.
Das Singen fördern
«Während Wochen haben sich die Auftretenden auf diesen Moment vorbereitet», sagte Schulleiter Markus Mötz zur Begrüssung. Dass das Konzert in einem sakralen Raum stattfinde, passe zu den Stücken, die vorgetragen werden. An der Premiere des Kinderchors hatte er besondere Freude. «Die Musikschule bemüht sich seit ein, zwei Jahren, das Chorsingen zu fördern», so Mötz. Schliesslich sei die Stimme das natürlichste Instrument der Menschen. Also gehe die Gesangslehrerin in die Kindergärten und versuche die Kinder zum Mitmachen in kleinen Chören zu überzeugen. «So sind schon kleine Projekte entstanden», freut sich Mötz. Den Kinderchor in Rudolfstetten jedoch gibt es schon seit einiger Zeit.
Beachtliches Niveau
Die Musik mache magische Momente möglich, so Mötz weiter. Ziel des Unterrichts sei immer auch, miteinander zu musizieren. Magische Momente erlebte das Publikum auch beim Konzert am letzten Dienstag. Etwa als Vera Rottenschweiler auf der Gitarre den Hit «How Deep is Your Love» von den Bee Gees spielte. Mucksmäuschenstill war es in der Kirche; man hätte eine Feder auf den Boden fallen hören – auch bei den leisesten Tönen des Hits aus den 1970er-Jahren. Ebenso fast andächtig lauschten die Besucherinnen und Besucher beim Auftritt von William Tomanek (Gitarre) und Inès Tomanek (Violine). Sie trugen das «Air» aus der Suite BWV 1068 von Johann Sebastian Bach vor. «Wow», quittierte ein Zuhörer den Vortrag spontan, nachdem der letzte Ton verklungen war.
Für «Wow»-Effekte sorgten auch Rowena Kratzer, die auf der Klarinette das Fantasiestück in g-Moll aufführte, sowie Leticia Beng und Martina Bopp, die auf der Violine «Morrison’s Jig» schon fast meisterhaft vortrugen. Auch die anderen Solistinnen und Solisten spielten auf beachtlichem Niveau.
Neben einem Querflötenensemble spielte zum Abschluss ein grosses Blockflötenensemble auf. Die 16 Kinder demonstrierten mit ihren Weihnachtsliedern eindrücklich, wie viel Spass das gemeinsame Musizieren machen kann. Eine erstaunliche Qualität schon bei den kleinen Mädchen und Knaben machte Schulleiter Markus Mötz am Ende des Konzerts aus. Und das Publikum? Es hat eine Stunde lang innehalten und die magischen Momente geniessen können.



