In trockenen Tüchern
15.10.2019 MutschellenLandumlegung auf der Burkertsmatt
Der flächengleiche Landabtausch zwischen Rudolfstetten und Widen ist abgeschlossen.
Mitten durch die Dreifachhalle führte die Gemeindegrenze zwischen Rudolfstetten-Friedlisberg und Widen. Bereits im ...
Landumlegung auf der Burkertsmatt
Der flächengleiche Landabtausch zwischen Rudolfstetten und Widen ist abgeschlossen.
Mitten durch die Dreifachhalle führte die Gemeindegrenze zwischen Rudolfstetten-Friedlisberg und Widen. Bereits im Baubewilligungsverfahren hatte die Aargauische Gebäudeversicherung verlangt, dass der Hochbau in einer Gemeinde stehen müsse. Nach Abschluss der Bauarbeiten wurde die Landumlegung an die Hand genommen. Nun ist das Vorhaben in trockenen Tüchern. --eob
Grenze neu gezogen
Burkertsmatt: Flächengleiche Landumlegung ist erfolgt
Auf dem Areal des Sport-, Freizeit- und Begegnungszentrums Burkertsmatt wurde der Grenzverlauf zwischen den Gemeinden Rudolfstetten und Widen neu festgelegt.
Erika Obrist
«Jetzt ist das Verfahren abgeschlossen, der neue Grenzverlauf ist im Grundbuch eingetragen», vermeldete Marcel Signer, Präsident des Gemeindeverbands Burkertsmatt. Damit wurde das letzte Kapitel einer langjährigen Geschichte geschrieben und abgeschlossen.
Auf dem Areal der Burkertsmatt verläuft die Grenze der Gemeinden Rudolfstetten-Friedlisberg und Widen. Und zwar mitten durch die Sporthalle, durch den Parkplatz und einen kleinen Teil der Leichtathletikanlage. Das Land selber befindet sich im Besitz des Gemeindeverbands Burkertsmatt.
Schon während des Baubewilligungsverfahrens wies die Aargauische Gebäudeversicherung den Verband darauf hin, dass die Gemeindegrenze nicht durch die Sporthalle verlaufen dürfe. Das Gebäude dürfe nicht in zwei Gemeinden stehen. Also musste der Grenzverlauf zwischen Rudolfstetten-Friedlisberg und Widen neu festgelegt werden. Damit wurde aber zugewartet, bis die Bauarbeiten abgeschlossen waren.
4578 Quadratmeter verschoben
Im Herbst 2011 wurde die Burkertsmatt dem Betrieb übergeben, im Juni 2012 eingeweiht. Somit konnte der neue Grenzverlauf in Angriff genommen werden. Das Ziel aller Beteiligten war ein flächengleicher Abtausch. Die Bewilligung eines solchen Abtauschs liegt in der Kompetenz der Gemeinderäte und es werden keine Entschädigungszahlungen fällig. Das zweite Ziel: Die Zuständigkeiten, beispielsweise bei Baugesuchen, müssen klar geregelt sein.
Wie bei einer Landumlegung oder Grenzbereinigung vorzugehen ist, ist in einer Verordnung des Kantons festgeschrieben. Daher müssen nicht nur die beteiligten Gemeinderäte dem Geschäft zustimmen, sondern auch der Kanton. Konkret muss der Regierungsrat seinen Segen geben.
Ein erster Vorschlag für den Landabtausch lag bereits vor fünf Jahren vor. Danach erarbeitete das Büro Portmann und Partner, Bremgarten, Kreis- und Bezirksgeometer, die definitiven Unterlagen aus.
Verschoben wurden insgesamt 4578 Quadratmeter Land verschiedener Parzellen von einer Gemeinde zur anderen. Neu liegt die Sporthalle mit den Parkplätzen ganz auf Wider Gemeindegebiet, die Leichtathletikanlage auf Rudolfstetter Boden.
Vor Monaten unterzeichnet
Vor einem Jahr lagen alle Unterlagen bereit. Die beiden Gemeinden sowie der Verband genehmigten den Landabtausch, das Departement Volkswirtschaft und Inneres des Kantons ebenfalls. Fehlte nur noch der Eintrag im Grundbuchamt mit den Dienstbarkeiten und das Nachführen der Vermessungswerke.
Vor mehr als einem Vierteljahr unterzeichneten die Gemeindeammänner und Gemeindeschreiber von Rudolfstetten-Friedlisberg und Widen sowie der Präsident des Gemeindeverbands, Marcel Signer aus Rudolfstetten, im Beisein des Notars die öffentliche Urkunde über den Landabtausch samt Dienstbarkeiten. Anschliessend ging diese ans Grundbuchamt in Wohlen zur Eintragung. Nach fast einem Jahrzehnt war das Geschäft unter Dach und Fach.
Letzte Dokumente nachgereicht
Dachten alle. Allerdings fehlte noch die schriftliche Zustimmung der Landi Freiamt (über ihren Parkplatz erfolgt die Zufahrt für Motorfahrzeuge zur Burkertsmatt) und des Kantons (Inhaber der Bachparzelle). Nun liegen auch diese Zustimmungen vor. Das letzte Kapitel ist geschrieben; das Verfahren ist abgeschlossen. Die Gemeinden Rudolfstetten-Friedlisberg und Widen sind noch gleich gross wie in der Vergangenheit, aber der Grenzverlauf ist neu gezogen.



