Seifenkisten unterwegs
22.10.2019 Arni55 Fahrer am ersten Rennen
Ideale Wetterbedingungen gab es am ersten Seifenkistenrennen in Arni. Der Regen blieb aus, womit die Fahrbahn trocken war und die Seifenkisten bei ihren rasanten Fahrten nicht die Haftung verloren. Die Stimmung an der 500 Meter langen Strecke durch ein ...
55 Fahrer am ersten Rennen
Ideale Wetterbedingungen gab es am ersten Seifenkistenrennen in Arni. Der Regen blieb aus, womit die Fahrbahn trocken war und die Seifenkisten bei ihren rasanten Fahrten nicht die Haftung verloren. Die Stimmung an der 500 Meter langen Strecke durch ein Quartier war hervorragend. Das Fahren und nicht das Gewinnen stand im Vordergrund. Es gab nur einen Unfall, der aber glimpflich verlief. --rwi
Durchs Quartier gerast
Erfolgreiches 1. Seifenkistenrennen
Am Sonntag fand das erste Seifenkistenrennen in Arni statt. Fahrer und Zuschauer genossen die rasanten Fahrten.
Roger Wetli
Etwas kühlen Kopf brauchte es, bis das erste Seifenkistenrennen in Arni starten konnte. «Wir hatten zu Beginn kleine Probleme mit der Zeitmessung», erklärt OK-Präsident Alex Gisler. Die vielen Kinder und ihre Eltern nahmen es gelassen. Mit einer halben Stunde Verspätung wurde das Rennen durch Gislers Sohn offiziell eröffnet. Er war es auch, der seinen Vater dazu brachte, Mitstreiter für die Organisation zu finden.
Unfallrisiko gedämpft
55 Fahrer in 31 Kisten waren angemeldet. Nur sechs gehörten der Kategorie «Senioren» an und waren somit über 16 Jahre alt. Die teils sehr steilen Strassen wurden mit Hindernissen versehen, die es fehlerfrei zu umfahren gab. «Damit haben wir bewusst das Unfallrisiko gedämpft», so Gisler. Ausgesteckt wurde das Rennen durch die «IG Seifenkiste», die darin viel Erfahrung hat. Diese stellte auch die Zeitmessung. Deren Präsident Simone Andrianello war begeistert. «Es ist toll, dieses Rennen mitten in einem Wohnquartier durchzuführen. Oft sind wir ausserhalb der Dörfer. Hier in Arni gibt es nun beste Werbung für unseren Familiensport.» Als Rennstreckenchef amtete mit Dieter Strub ein Mitglied des OKs. Dieser organisierte auch Heuballen.
Die Anwohner nahmen die Sperrung der Quartierstrasse gelassen. Sie stellten Stühle nach draussen und verfolgten das Geschehen sitzend. Obwohl die Seifenkisten-Meisterschaft beendet ist, nahmen einige Lizenzfahrer teil. Einer davon erreichte mit 58 Sekunden die Bestzeit auf der 500-Meter-Strecke. Zehn Sekunden länger benötigte der schnellste Amateurfahrer. Von Letzteren gab es viele. Einige Familien hatten extra für diesen Anlass eine Seifenkiste gebaut, andere welche gemietet. Ein Arner reaktivierte für seine Kinder gar die Seifenkiste, mit der er einst selber Rennen gewonnen hatte. Sichtlich Spass hatte er nun. «Ich weiss von einem Vater, der nach dem ersten Lauf über den gebastelten Zweisitzer enttäuscht war, weil dieser seiner Meinung nach nicht schnell genug fuhr», erklärt Alex Gisler. «Dessen Kindern war das aber völlig egal. Sie genossen einfach die Fahrt.» Dasselbe Ergebnis gab es auch bei einer kurzen Umfrage bei den Fahrern. Alle waren schlicht überwältigt vor Freude.
Lange sehr wenige Anmeldungen
Das erste Seifenkistenrennen ging fast ohne Unfälle über die Bühne. Am Nachmittag überschlug sich im Slalom-Teil ein Fahrzeug. Das Rennen wurde für 15 Minuten unterbrochen. «Die Sanitäter und ein Arzt waren sofort vor Ort. Der Unfall sah spektakulär aus, es resultierten zum Glück aber nur Prellungen», so Gisler. Zum Schutz der Fahrer waren lange Hosen, bedeckte Arme und Helme vorgeschrieben.
Grosse Freude hatte der OK-Präsident auch, dass der Gemeinderat spontan einer kurzen Verlängerung des Rennens aufgrund der Verzögerung am Morgen zustimmte. «Gemeinderat David Frei klärte das mit seinen Kollegen ab. Das war grossartig.» Für tolle Stimmung sorgte eine Gruppe, die mit ihrem «Wurm» und mehreren Personen die Strecke befuhr. «Sie fielen ausserhalb jeder Kategorie.» Die Durchführung des ersten Seifenkistenrennens stand lange auf der Kippe. «Bis zum offiziellen Anmeldeschluss am 1. Oktober hatten wir noch fast keine Teilnehmer. Die meisten meldeten sich in den letzten zwei Wochen an.» Gisler und sein Team werden jetzt den Anlass Revue passieren lassen und dann entscheiden, ob es 2020 zu einer Wiederholung kommt.



