Rauch über dem Bauernhof
22.10.2019 AristauHauptübung der Feuerwehr Aristau beim Strebel-Hof in Birri
Die Jahresübung der Feuerwehr Aristau beübte über 60 Feuerwehrangehörige. Eine Offiziersbeförderung verhiess Feierlaune. Das Zusammenspiel der Rettungskräfte bestaunten die ...
Hauptübung der Feuerwehr Aristau beim Strebel-Hof in Birri
Die Jahresübung der Feuerwehr Aristau beübte über 60 Feuerwehrangehörige. Eine Offiziersbeförderung verhiess Feierlaune. Das Zusammenspiel der Rettungskräfte bestaunten die Anwohner mit grossen Augen.
Mitten im Nachmittag ging ein Alarm ein. Beim Hof der Familie Strebel am Rütiweg 11 stehe eine der Scheunen in Flammen. Sofort rückten die Feuerwehrleute aus. Roman Meier, Kommandant der Feuerwehr Aristau, erläutert: «Im Ernstfall rücken unsere Brandbekämpfer direkt von zu Hause ein. Lediglich der Fahrer des Tanklöschfahrzeugs muss zuvor ins Magazin. So wird gewährleistet, dass in unserer kleinen Gemeinde keine Zeit verloren geht und wir wertvolle Minuten gewinnen, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.»
Ein Hof in Flammen
Darum erscheinen die Feuerwehrleute üblicherweise nicht als geballter Haufen, sondern nach und nach auf einem Schadenplatz. Sofort verschaffte sich dieses Mal Gregor Hausherr, Einsatzleiter der Übung, mit einem Spurt übers Gelände ein Gesamtbild der Situation und entschied, wie er seine Mannschaft einsetzen will. In der verrauchten Scheune erspähte er eine unter Holzteilen verschüttete Frau. «Die Rettung der Verschütteten im innersten Gefahrenring hatte für mich oberste Priorität», beteuert Hausherr nach der Übung. «Zwei Atemschutzteams sicherten die Verletzte im Brandherd und führten einen Innenangriff durch.»
Damit die umliegenden Gebäude nicht auch von den Flammen angegriffen werden, sorgt Hausherr mit seiner Mannschaft vor: Das Tanklöschfahrzeug stationiert er in sicherer Entfernung, diverse Leitungen führen zur Scheune. Mit Strahlrohren bewaffnet stellen sich Zweiergruppen rund ums Gebäude auf und schirmen den Schweinestall und das Nachbarshaus vor übergreifenden Flammen ab. Interessierte Anwohner wohnten dem Spektakel bei und bestaunten das Treiben.
Wenige Zwischenfälle bis dato
Dieses Jahr hatte die Feuerwehr Aristau erst wenige Einsätze. Wo zwei Wasserrohrbrüche in Merenschwand Mitte März noch ohne grosse externe Hilfe von der Lokalfeuerwehr in Merenschwand behoben werden konnten und Aristau die Merenschwander unterstützte, hatte man es auf eigenem Gemeindeboden mit mehreren Öl-Problemfällen zu tun. Im Juni beseitigte die Feuerwehr in Aristau eine Ölspur. Ein zweiter Einsatz gleicher Art war im Oktober vorgefallen: Ein Postauto hatte auf dem Weg von Aristau nach Althäusern eine grössere Menge an Motorenöl verloren.
«In vergleichsweise ruhigen Zeiten ist es enorm wichtig, dass wir unsere Bereitschaft mit regelmässigen Übungen sicherstellen», versichert Kommandant Meier. Aufgrund dessen wissen die Feuerwehrleute meist nicht im Voraus, wenn eine Übung stattfindet – das lässt sie die Intensität des Ernstfalls erleben.
Gregor Hausherr, der die Einsatzleitung am Samstag übernahm, wurde im Anschluss an die Übung offiziell zum Leutnant (Offizier) befördert. «Er hat sich bewährt heute», meinte Kommandant Roman Meier zu Hausherrs Leistung als Einsatzleiter. Des Weiteren verabschiedete die Feuerwehr Aristau mit der Übung auch drei ihrer Mitstreiter: Walter Da Silva Estrella nach vierjähriger, Lea Wigger nach dreijähriger und Luca Meier nach elfjähriger Mitgliedschaft im Korps der Feuerwehr. --phk



