Gelungenes 100-Jahr-Jubiläum
17.09.2019 OberlunkhofenDie Raiffeisenbank Kelleramt-Albis feierte mit mehreren Tausend Leuten
Im Kelleramt gab am Wochenende die Raiffeisenbank den Ton an. Das Fest bot viele Künstler, Historisches und tolle Aktivitäten für jedes Alter.
Roger ...
Die Raiffeisenbank Kelleramt-Albis feierte mit mehreren Tausend Leuten
Im Kelleramt gab am Wochenende die Raiffeisenbank den Ton an. Das Fest bot viele Künstler, Historisches und tolle Aktivitäten für jedes Alter.
Roger Wetli
Sehr viele Leute zog die 100-Jahr-Feier der Raiffeisenbank Kelleramt-Albis nach Oberlunkhofen. Diese genossen vor allem das gemütliche Zusammensein. Zeitweise glich das Festgelände einem einzigen grossen Klassentreffen. Daneben fanden aber auch Bands wie «Oesch’s die Dritten», «Baba Shrimps» oder «Nick Mellow» viel Gehör. Sie sorgten für eine ausgelassene Stimmung vor den beiden Bühnen.
Grosse Beachtung fanden die Komiker Peach Weber und Kliby & Caroline und das Zauberduolino «Domenico». Die Bank selber stellte sich nicht explizit ins Zentrum und liess bewusst einen offiziellen Festakt aus. Kurze Interviews gaben den Anwesenden trotzdem Einblicke in das Herz der Regionalbank.
Verantwortung der Bank
Wer es genauer wissen wollte, erfuhr in der Mehrzweckhalle viele Details zur Geschichte der Bank und über die Zeit um 1919. Dort wurden auch viele Fragen gestellt. Beim Ökumenischen Gottesdienst betonten die beiden Geistlichen die Verantwortung, die Bankangestellte für die Gesellschaft haben.
Bankleiter André Bächinger war nach den drei Festtagen müde, aber überglücklich. «Es ist genau so gekommen, wie wir es uns erhofft hatten.»
Ständig in Bewegung
Neben den Bühnen war am Raiffeisen-Fest viel zu erleben
Wer an den drei Tagen des 100-Jahr-Jubiläums der Raiffeisen Kelleramt-Albis nichts verpassen wollte, musste ständig den Ort wechseln. Für die mehrere Tausend Besucher gab es viel zu entdecken.
Roger Wetli
Lust auf einen Spaziergang im Irrgarten oder auf eine Kletterpartie? Oder doch eher geschichtliches Erleben oder sich schminken lassen? Kinder und Erwachsene kamen am letzten Wochenende voll auf ihre Kosten. «Am Freitag nahmen 85 Personen am Jassturnier teil», weiss Bankleiter André Bächinger. «Das waren deutlich mehr, als wir erwartet hatten.» Er und seine Bank wollten an ihrem Fest nicht ins Zentrum rücken. Trotzdem gab es im «Raiffeisenhaus» in der Mehrzweckhalle viel über die Bank zu erfahren. Dort wurde auch die Geschichte der Bank mit Tafeln und Exponaten aufgearbeitet und es konnten viele Fragen gestellt werden.
Ein spezielles Gefühl
Während der drei Tage gab es auf der Bühne im Festzelt von Zeit zu Zeit fünf- bis zehnminütige Interviews. Bei einem wurde Bächinger selber auf die Bühne geholt. Zusammen mit Guido Grod und Bruno Hagenbuch präsentierte er 50 Jahre Leitung dieser Bank. «Es war ein spezielles Gefühl, mit diesen Leuten auf der Bühne zu stehen», ist der heutige Bankleiter ergriffen. Moderator Lukas Studer entlockte den dreien einige pointierte Aussagen. Das Festzelt fasste rund 1200 Personen. Es war zu dieser Zeit bis auf den letzten Platz besetzt, da alle auf den Auftritt von Peach Weber warteten. Dieser strapazierte danach die Lachmuskeln des Publikums, die allerdings zuerst ein wenig warm werden mussten.
Kurzfristiger Ersatz
Bei Weber waren auch viele Kinder im Zelt. Für diese wurde an den drei Tagen sehr viel geboten. Ein Ballonkünstler zauberte allerlei Tiere, die er dem Nachwuchs schenkte. Da Kinderliedermacher Ueli Schmezer kurzfristig ausfiel, wurde rasch das Trio «Pfote mampft Quark» engagiert. Es spielte für die Kinder frei improvisierte Musik. Für die meisten Erwachsenen standen die Begegnungen mit Nachbarn, Vereinsmitgliedern und Freunden im Zentrum des Festes. Wenn sie dann wieder den Platz wechselten, trafen sie unweigerlich auf weitere Bekannte. «Die Festbesucher waren ständig in Bewegung», freut sich Bächinger.
Rundum zufrieden
Als Folge des weitläufigen Festgeländes waren auf einigen Plätzen auch mal eher wenig Leute zu sehen. «Für uns ist das Fest genauso geworden, wie wir es erhofft hatten», ist der Bankleiter glücklich. «Wir würden es genauso wieder in diesem Rahmen machen. Es sind viele Einwohnerinnen und Einwohner aus dem Kellerund dem Knonaueramt gekommen. Das hatten wir uns so gewünscht.»
Mitreissende Konzerte
Am Raiffeisen-Fest zogen Bands ihr Publikum in ihren Bann
An den drei Tagen des Raiffeisen-Festes konnten die Besucher verschiedene Bands und Künstler gratis erleben. Viele sorgten für eine grandiose Stimmung im Publikum, andere wurden Opfer des schönen Wetters.
Roger Wetli
Am Raiffeisen-Fest hatte man immer wieder die Wahl, zwischen Künstlern zu lauschen, bei warmen Temperaturen mit Bekannten zu reden oder sonst eine der zahlreichen Attraktionen zu besuchen. Einige Künstler litten ein wenig deswegen, andere ernteten trotzdem grossen Applaus. Geschickt gewählt waren die beiden fast gleichzeitig auftretenden Bands am Samstagabend. Während «Oesch's die Dritten» im vollen Festzelt für ausgelassene Stimmung sorgten, tat dies das Poptrio «Baba Shrimps» in der Mehrzweckhalle. Letztere zeigten besondere Fannähe, indem sie in der Hälfte in ihrem Auftritt einige Lieder akustisch mitten im Publikum zum Besten gaben. Die Stimmung kochte weiter, als die drei Musiker wieder in voller Lautstärke von der Bühne spielten.
Autogramme geholt
Für Entzücken sorgte am Nachmittag am selben Ort das Zauberduolino «Domenico». Die Kinder waren jedenfalls hin und weg. Weniger Glück dagegen hatte die «Ellis Mano Band» am Samstagnachmittag im Festzelt. Ihren grandiosen und abwechslungsreichen Bluesrock wollten zu dieser Tageszeit nur wenige sehen und hören. Obwohl sie mit einem Sänger aus Bremgarten und einem Gitarristen aus Künten sogar einen Heimvorteil hatten. Einige eingefleischte Fans kauften bei der Autogrammstunde trotzdem CDs und LPs und liessen sich mit der Band fotografieren.
Für jeden etwas dabei
Ruhiges Zuhören war beim Aargauer Singer-Songwriter Nick Mellow angesagt. Das Publikum schunkelte mit, ohne in grosse Euphorie zu verfallen. Auf dem Programm stand eher gemütliches Beisammensein statt frenetisches Feiern. «Für uns als Organisatoren war das in Ordnung», blickt Verwaltungsratspräsident Franz Hagenbuch zurück. «Das zeigt uns, dass die Leute nicht nur wegen der Bands gekommen sind.» Voll war das Zelt dagegen am Sonntag beim Auftritt des Jugend Circus Biber. Noch mehr Leute strömten danach bei «Kliby und Caroline» herein.
«Es war im Zelt sehr heiss. Trotzdem hatten die Leute grosse Freude», so Hagenbuch. Die Stimmung empfand er an allen drei Tagen als äusserst entspannt. Auch die beiden Auftritte der Musikgesellschaften Lunkhofen und Jonen zogen viel Publikum an. «Wir haben das Programm bewusst vielfältig gestaltet. Es sollte für jeden etwas dabei sein. Dieses Konzept ist aufgegangen.»














