Vor 100 Jahren gegründet
27.08.2019 OberlunkhofenRaiffeisen feiert Mitte September
Vor einem Jahrhundert entstand die Raiffeisenbank Lunkhofen als «Stubenbank». Bis heute hat sie viele Änderungen durchgemacht und einige neue Geschäftsfelder geöffnet. Das zeichnet sich auch im Namen ab, der heute ...
Raiffeisen feiert Mitte September
Vor einem Jahrhundert entstand die Raiffeisenbank Lunkhofen als «Stubenbank». Bis heute hat sie viele Änderungen durchgemacht und einige neue Geschäftsfelder geöffnet. Das zeichnet sich auch im Namen ab, der heute «Raiffeisenbank Kelleramt-Albis» lautet. Das Jubiläum wird vom 13. bis 15. September mit vielen Künstlern gefeiert. --rwi
Ehemalige «Stubenbank» feiert
Die Raiffeisenbank Kelleramt-Albis wird 100 Jahre alt
1919 wurde die Raiffeisenbank Lunkhofen gegründet, die bis 1969 in einer privaten Stube geführt wurde. Heute heisst sie Raiffeisenbank Kelleramt-Albis und arbeitet an zwei Standorten mit 40 Angestellten.
Roger Wetli
«Es war damals eine komplett andere Zeit», erklärt André Bächinger, Vorsitzender der Bankleitung. «Man wollte als Genossenschaft den Kreditsorgen der einfachen Bevölkerung entgegenkommen.» Viele im Kelleramt hätten in der Landwirtschaft gearbeitet. Der Selbstversorgungsgrad war hoch. «Geld wurde für den Kauf von Kühen oder Werkzeugen benötigt.»
«Frau Raiffeisen»
Nach der Gründung brauchte die Bank zuerst Kapital. «Die Kirchgemeinde Lunkhofen gab gleich zu Beginn ein Darlehen», so Bächinger. Allerdings war der Geldbedarf auch nicht annähernd so gross wie heute. «Unsere Bilanzsumme widerspiegelt den jeweiligen wirtschaftlichen Verlauf der Region. So sieht man den Bauboom der 80er-Jahre darin eins zu eins.»
Anfang der 70er-Jahre zog die Bank durch einen Verwalterwechsel in das Haus von Guido und Lydia Grod. Erstmals gab es ein separates Büro, das die Familie der Bank vermietete. «Guido arbeitete auswärts», so Franz Hagenbuch, Präsident des Verwaltungsrates. «Lydia machte die Bank und Guido half ihr abends.» Im November 1977 wurde mit Elisabeth Bachmann die erste Teilzeitkraft angestellt. «Sie war lange das Gesicht der Bank und Frau Raiffeisen», erinnert sich Hagenbuch. «Bereits als Kind habe ich ihr mein Kässelein gebracht. Später hat sie mir zur Wahl in den Verwaltungsrat gratuliert.»
1989 konnte der Neubau in Oberlunkhofen bezogen werden. In den 90er-Jahren schlossen sich die Raiffeisenbanken Arni (gegründet 1956) und Jonen-Ottenbach (1926) mit derjenigen von Lunkhofen zusammen. Ab 2002 erfolgte die weitere Expansion ins Knonaueramt. «Man hat diese Einverleibungen nicht aktiv gesucht. Sie wurden an die Bank herangetragen», so Hagenbuch. «Im Kanton Zürich gab es zuvor auch fast keine Raiffeisenbanken.»
Neubau in Planung
André Bächinger ist erst der fünfte Geschäftsleiter der Bank. Drei seiner Vorgänger schafften es auf über 25 Jahre. «Es ist für mich möglich, ebenfalls diese Zahl zu erreichen», schmunzelt er, der sein Amt seit Januar 2004 ausübt. «Wenn man einen solchen Job übernimmt, sollte es etwas sein, das man langfristig macht.» Es brauche immer ein grosses Engagement. «Auch die Mitarbeiter identifizieren sich stark mit der Bank.»
Es sei schwierig zu sagen, wie die Bankenwelt in zehn Jahren aussehen wird. «Die Branche befindet sich im Wandel», so Bächinger. Die aktuellen Herausforderungen sieht er in den Regulationen, im Margendruck und in den Anforderungen der Kunden. «Wir sind gesund aufgestellt. Und dank unseren vierzig Angestellten können wir viele Spezialitäten anbieten. Im Knonaueramt sehen wir zudem weiteres Potenzial.» Der Neubau in Oberlunkhofen sei in Planung. «Unsere Idee ist es, ihn in den nächsten Jahren zu realisieren», blickt Franz Hagenbuch voraus.
Auftakt mit Maislabyrinth
Zuerst wird vom 13. bis 15. September in Oberlunkhofen gefeiert. «Es war immer unser Wunsch, am Stammsitz der Bank der 100 Jahre zu gedenken», freuen sich die beiden. «Rückstellungen für das Fest machen wir bereits seit acht Jahren. Die eigentliche Planung begann vor zwei Jahren.» Dabei arbeiten sie mit einer Eventagentur zusammen. Die Vorschläge für die auftretenden Künstler kamen zum Grossteil von der Bank. «Die jährlichen Versammlungen mit den Acts halfen uns. Unser Ziel ist ein Fest für alle», erklärt Franz Hagenbuch. Beim Fest wird die Bank durch die Vereine der Region unterstützt. Die Bankangestellten werden viel Zeit für die Besucher haben. Bereits an den beiden Wochenenden zuvor öffnet ein Maislabyrinth in Oberlunkhofen, das auch am Festwochenende begehbar ist. An den ersten beiden Wochenenden gibt es dort gratis Getränke und Popcorn.
Am eigentlichen Fest sind keine Festreden geplant. Das Programm zeichnet sich durch verschiedene Künstler aus, die alle Geschmäcker treffen – von Unterhaltung über rockig bis Schlager. Ein Jassturnier am Samstag sorgt für gemütliche Atmosphäre. In einem «Raiffeisenhaus» wird man in einer Ausstellung die Geschichte der Bank erleben können. «Wir hoffen auf schönes Wetter. Und wenn nicht, haben wir mit dem Festzelt, der Turnhalle und der ganzen Infrastruktur um das Schulhaus bereits vorgesorgt», so Bächinger.
Das Festprogramm
Das Maislabyrinth ist am Samstag, 31. August, Sonntag, 1. September, Samstag, 7. September, Sonntag 8. September, und am Festwochenende geöffnet.
Freitag, 13. September, im Hauptzelt: DJ Patric Pleasure, The Hardy’s Bubbles, Mr Ray’s Class. In der Turnhalle: Jassturnier mit Unterhaltung der Tuba Örgeler.
Samstag, 14. September, im Hauptzelt: Crazy Hoppers, Marc Haller alias Erwin aus der Schweiz, Ellis Mano Band, Nick Mellow, Peach Weber, Oeschs die Dritten, DJ Pino. In der Turnhalle: Ueli Schmezer, Zauberduolino Domenico, Baba Shrimps, DJ OB One.
Sonntag, 15. September, im Hauptzelt: ökumenischer Gottesdienst mit den Kirchenchören Oberlunkhofen und Jonen, Musikverein Lunkhofen, Jugend Circus Arabas, Kliby & Caroline.
Einzelne Künstler geben Autogramme. Für Kinder gibt es diverse weitere Attraktionen. Der Eintritt ist gratis. Eingeladen sind nicht nur Raiffeisenkunden, sondern die ganze Bevölkerung.



